In älterer Literatur oftmals sehr ausschweifende Passagen?
Ich lese zurzeit ein Buch welches 1930 verfasst worden ist. Ich lese es in erster Linie deswegen, weil mich das Thema sehr interessiert. Der Stil in dem das Buch geschrieben ist, finde ich allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.
Früher hat man offenbar eine riesige Bandbreite an Adjektiven verwendet, um etwas zu beschreiben. In dem Buch gibt es teilweise sehr lange Passagen die Dinge beschreiben, die für den Leser eigentlich gar nicht wichtig sind.
Ein Beispiel: Die Hauptfigur fährt in den Ferien zu einem Onkel und erlebt dort etwas schlimmes. Beschrieben wird dann aber erst über 3,5 Seiten das Haus und das Aussehen des Parks, welcher für die Geschehnisse gar keine Rolle spielt.
Kennt ihr das auch, dass es in älteren Büchern teilweise sehr ausschweifende Passagen gibt, in denen Dinge in aller Ausführlichkeit beschrieben werden, obwohl sie für den Lese gar nicht wichtig sind? Nervt euch das auch? Ist das ein Merkmal für eine bestimmte Epoche?
Das erinnert mich ein bisschen an Theodor Fontane. Er neigt auch immer dazu, sehr umschweifend die Kulisse zu beschreiben. Egal ob jetzt "Effi Briest" oder "Irrungen, Wirrungen" oder ein ganz anderes Exemplar von ihm, es wird immer so umfassend beschrieben und geschwafelt, dass mir dazu immer die Geduld fehlt.
Angeblich soll das bei dem ja eine symbolische Bedeutung haben. Allein bei Effi Briest wurde der Garten und das Haus in derart allen Details beschrieben, dass ich den Sinn dahinter gar nicht verstanden habe. Für mich hatte das nichts mit der Handlung an sich zu tun, während mein Lehrer der Auffassung war, dass man in die Gartenidylle die Beziehung von Effi zu ihren Eltern interpretieren könnte.
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