Im Netz über Krankheit informieren und Arzt das mitteilen?

vom 11.06.2018, 15:12 Uhr

Ich habe die aktuelle AOK Zeitschrift vor mir liegen. Dort wird geraten, dass man einem Arzt ruhig mitteilen soll, wenn man sich über eine Krankheit im Internet informiert hat. Da sollte ein Arzt immer ein offenes Ihr für haben. Allerdings sollte man nicht seitenlange Berichte ausdrucken und die dem Arzt mitbringen. Das würde nicht so gut ankommen.

Schaut ihr im Internet nach den Symptomen, die ihr habt und die Vermutung, was es sein könnte? Teilt ihr das dem Arzt mit? Wie haben die Ärzte bisher darauf reagiert, wenn ihr euer Wissen aus dem Netz mitteilt oder denkt ihr selbst, dass man das gar nicht machen sollte?

Benutzeravatar

» Diamante » Beiträge: 41010 » Talkpoints: 26,14 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ja, also ich lese auch immer gerne im Internet zu den verschiedenen Krankheiten. Aber machen sollte man das wohl eher nicht, habe ich mal gelesen oder gehört. Ich bringe meinem Arzt dann aber auch keine kilometerlangen Zettel mit, sondern frage gezielt ein zwei Fragen zu der Krankheit, und erkläre, warum ich denke, dass ich solche Symptome habe.

» ygil » Beiträge: 2548 » Talkpoints: 38,56 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Diamante hat geschrieben:Dort wird geraten, dass man einem Arzt ruhig mitteilen soll, wenn man sich über eine Krankheit im Internet informiert hat. Da sollte ein Arzt immer ein offenes Ihr für haben.

Echt? Ich habe Kontakt zu vielen Ärzten und ich habe da eher den gegenteiligen Eindruck. Da ist es oft so, dass Ärzte sich in ihrer Kompetenz angegriffen fühlen, wenn man zugibt "Dr. Google" befragt zu haben und viele Ärzte reagieren da ziemlich dünnhäutig und gereizt. Daher würde ich das einem Arzt niemals auf die Nase binden, was ich im Internet so herausgefunden habe und habe das in meinem Leben auch noch nie.

Ich würde das eher so machen, dass ich die Fragen so stelle, dass ich eben schnell herausfinden kann, ob sich das Wissen des Arztes mit dem Wissen aus dem Internet deckt. Auch ist das Internet nicht immer auf dem neusten Stand und theoretisch kann ja jeder Mensch etwas dort veröffentlichen. Daher muss man das kritisch betrachten und differenzieren.

Benutzeravatar

» Täubchen » Beiträge: 27598 » Talkpoints: 0,24 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Ich habe mir abgewöhnt im Internet nach Krankheiten zu schauen oder die Symptome zu suchen. Dabei kommen oft die schlimmsten und kuriosesten Dinge bei heraus. Ich mache das eigentlich nur, wenn ich schon weiß, um welche Krankheit es sich handelt und ich eine Diagnose bekommen habe. Da merke ich mir dann oft etwas, dass ich gelesen habe, wenn ich den Arzt nochmal genauer danach fragen möchte.

Mir geht es da wie Täubchen und ich habe eher den Eindruck, dass sich viele Ärzte angegriffen fühlen, wenn man da auf eigene Faust versucht etwas herauszufinden. Daher würde ich doch sagen, dass es die meisten Ärzte eher nicht gerne sehen, wenn sich die Patienten im Netz über Krankheiten informieren.

Benutzeravatar

» Nelchen » Beiträge: 29900 » Talkpoints: 6,20 » Auszeichnung für 29000 Beiträge



Es kommt aber auch darauf an wie man denn den Arzt mit seinem "Wissen" konfrontiert. Es gibt ja durchaus Patienten, die sich dann absolut sicher sind, zu wissen was sie haben und dem Arzt dann gar nicht mehr glauben, wenn der was anderes findet oder meint.

Grundsätzlich finde ich es nicht verkehrt, wenn man sich auch selber versucht schlau zu machen. Allerdings sollte man dabei auch immer bedenken, dass im Internet auch ganz viel Schrott steht und man nicht immer den Schrott vom richtigen Wissen unterscheiden kann und mitunter Symptome auch bei verschiedenen Krankheiten vorkommen können. Man kann das dem Arzt ja ruhig sagen, dass man selber schon mal etwas geguckt hat und dann zusammen herausfinden, ob das denn auch so richtig war.

Was aber eben gar nicht gut ankommt, wenn man dann versucht denjenigen zu belehren, der studiert hat und eine Facharztausbildung hinter sich hat, und glaubt mit seiner 5 Minuten Internetrecherche jetzt alles besser zu wissen. Da wäre ich dann auch angepisst. Aber natürlich kann man sich ja auch einfach eine Zweitmeinung einholen, wenn das was der Arzt sagt nicht überzeugend ist und nicht zu dem passt, was man selber glaubt herausgefunden zu haben.

» Klehmchen » Beiträge: 4021 » Talkpoints: 419,92 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Zurück zu Gesundheit & Beauty

Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

^