Gibt es den richtigen Zeitpunkt für Familie?

vom 18.09.2019, 00:42 Uhr

In welchem Alter seit ihr das erste Mal Mama/Papa geworden? Habt ihr das geplant und würdet ihr es wieder so machen?

Also ich bin mit 21 Mama geworden und es war nicht wirklich geplant. Für mich stand es allerdings außer Frage, mein Kind zu bekommen und ich habe mich schnell mit und in meiner Mutterrolle zurecht gefunden. Ich habe trotz Kind eine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und war dann auch immer beruflich aktiv. Könnte ich die Zeit zurückdrehen und mein Leben neu planen, würde ich mir meinen Kinderwunsch allerdings vermutlich 5-10 Jahre später erfüllen.

Leider hatte ich (außer von meinem Partner) nur sehr wenig Unterstützung. Ich habe deswegen schon den ein oder anderen Gedanken, dass ich ein bisschen was von der späten "wilden Jugend" verpasst habe. Leider hat sich damals auch mein bisheriger Freundeskreis sehr schnell verabschiedet, weil die Interessen dann halt doch von einander abgewichen sind.

» EngelmitHerz » Beiträge: 272 » Talkpoints: 30,79 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Für mich eine ganz klare Antwort: Den richtigen Zeitpunkt gibt es nicht. Ich bin, seid meiner Jugend mit meinem Mann zusammen und hätte gedacht das wir schon früher Kinder haben würden, aber es kam anders. Irgendwie dachte man immer, man sollte noch diesen einen Schritt zum Beispiel vorher in eine andere Wohnung ziehen oder so abschließen.

Dazu kam dann noch eine Eileiterschwangerschaft, die den Zeitpunkt unseres ersten Kindes dann auch noch mal verschoben hat. Letztendlich sind wir uns sicher, dass wir den Schritt hätten ruhig schon 5 Jahre früher oder so gehen können.

Wir waren 30 und 32, als unsere Tochter geboren wurde. Wir sind sehr glücklich als Familie, daher grübeln wir auch nicht darüber nach was wäre, wenn wir schon vor 10 Jahren oder vor 5 Jahren oder so ein Kind bekommen hätten, ja wer weiß, dass schon, vielleicht sollte es genauso sein wie es nun ist.

» Maysen » Beiträge: 300 » Talkpoints: 18,19 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Das kommt meiner Erfahrung nach darauf an, wen man fragt. Als kinderwunschfreier Mensch würde ich rein praktische Überlegungen ins Feld führen, wie zum Beispiel durchaus das Alter. Auch wenn es uns nicht gefällt, spielt die Biologie doch immer noch eine Rolle und die Wahrscheinlichkeit für Behinderungen und Fehlbildungen steigt, je gammliger das Erbgut wird.

Aber genauso wichtig wäre mir auch finanzielle und gesellschaftliche Sicherheit und eine gewisse geistige Reife. Natürlich kann mit 22 ebenso etwas "passieren" wie mit 38 und es gibt immer Beispiele für Teenager, die alles wunderbar hinbekommen haben und für erwachsene, gefestigte Leute, die völlig überfordert waren. Und wann dieser ominöse Zeitpunkt erreicht ist, ist bei jedem natürlich unterschiedlich. Manche stehen mit 22 grundsolide mitten im Leben, manche haben mit 40 noch keinen festen Job und jede Woche einen anderen Typen an der Angel.

Aber letzten Endes halte ich derlei Überlegungen sowieso für müssig, weil ich schon alle möglichen Konstellationen erlebt habe. Ungewollte Eltern, bei denen alles super war, gewünschte Wunschkinder, die sich als Enttäuschung herausgestellt haben, und nicht zuletzt der berühmte völlig irrationale "Kinderwunsch", der alle finanziellen, sozialen und gesundheitlichen Bedenken rückstandslos überschreibt.

» Gerbera » Beiträge: 8294 » Talkpoints: 1,49 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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