Gibt es bei euch im Ort oder in der Stadt noch Kioske?

vom 13.07.2018, 20:13 Uhr

Früher gab es sehr viele Kioske. Auch bei mir in der alten Heimat waren sehr viele dieser "Büdchen", wie man sie bei uns nannte. Oft hat jemand so ein Kiosk eröffnet am eigenen Haus, indem er ein Zimmer ausstattete und das Fenster dann als Verkaufstheke hatte. Das ist aber schon lange her. Nach und nach machten diese Kioske zu und ich glaube, dass in der Stadt, aus der ich stamme, nur noch ein einziger Kiosk ist und der ist direkt neben einer Kneipe und gehört quasi dazu.

Hier in der Stadt gibt es überhaupt kein Kiosk. Von einer Bekannten weiß ich, dass es hier aber auch mehrere gab, obwohl die Stadt immer größer wird, In der Kreisstadt sind nur noch in der Nähe des Bahnhofs zwei Kioske und ansonsten wüsste ich nicht, wo man noch welche hat. Gibt es bei euch noch Kioske? Kauft ihr dann auch dort noch eure Getränke, Zeitungen, Süßigkeiten, Zigaretten usw.? Findet ihr es schade, dass diese Kioske immer weniger werden?

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» Diamante » Beiträge: 41010 » Talkpoints: 26,14 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich lebe im Ruhrgebiet und hier geht man noch "anne Bude". Ich habe allein in 200 Meter Umkreis drei Trinkhallen. Alle sind super klein mit typischem Bedienfenster. Und obwohl die so winzig sind, haben die alles. Neben Getränken, Zeitungen und Zeitschriften, Tabak und Süßkram gibt es auch Shampoo, Spülmittel, Duschgel, Klopapier, Brötchen und Gebäck und so weiter.

Wir sind hier übrigens nicht abgeschnitten. Die Trinkhallen existieren neben zwei Supermärkten, einem Tabakladen, einem türkischen Cafe mit begehbarer Trinkhalle, die auch Kästen verkauft, einem Döner Imbiss und drei Pizzerien. Eine der Trinkhallen ist außerdem Paketshop. Da nehme ich gern Weingummi oder Eis mit, wenn ich ein Paket hole. Ansonsten sind die einfach die Rettung, wenn plötzlich Klopapier, Backpulver oder Zucker fehlt.

» cooper75 » Beiträge: 10606 » Talkpoints: 187,76 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


Bei mir gibt es auch mindestens alle 50 Meter einen Kiosk. Aber ich muss dazu auch sagen, dass ich in einem Studentenviertel wohne, und ehemals war dieser Stadtteil ein Arbeiterviertel. Deshalb gibt es noch viele Kiosks, die sich auch ganz gut halten können, und sehr familiär sind. Natürlich sind Einige ziemlich ranzig, aber das stört hier niemanden. Die Preise sind studentenfreundlich, an einigen Kiosks gibt es sogar frisch gezapftes Bier, man trifft sich vor den Kiosks, man duzt sich - es macht einen gewissen Charme meines Stadtteils aus.

» Viktoria_ » Beiträge: 291 » Talkpoints: 54,70 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Also bei uns gibt es noch Kioske. Allein in meinem Stadtteil fallen mir spontan drei Kioske ein, die seit Jahren existieren und es ist immer noch kein Ende in Sicht. Ansonsten sind die Kioske an Knotenpunkten wie am Hauptbahnhof mehrfach vertreten oder im Zentrum. Mag sein, dass das woanders wieder anders aussieht und diese dann ausgestorben sind aber hier im Ballungsgebiet ist kein Aussterben in Sicht.

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» Täubchen » Beiträge: 27598 » Talkpoints: 0,24 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Kioske gibt es schon, aber nicht mehr solche, mit einem kleinen Bedienfenster, wie man sie eben von früher kennt. Den Kiosk den ich kenne, muss man schon betreten. Ich denke auch, dass die kleinen Kioske mit Bedienfester immer weniger werden. Das wird sich sicherlich kaum noch lohnen. Auch sind die Preise an einem Kiosk ja doch meist recht hoch.

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» Nelchen » Beiträge: 29900 » Talkpoints: 6,20 » Auszeichnung für 29000 Beiträge


Aber natürlich, um die Titelfrage mal direkt zu beantworten. In nicht einmal 1 Kilometer nach rechts und zweimal nach links, habe ich gleich drei Kioske zu meiner Seite. Wenn ich noch ein paar Meter weiter gehe, kommt der nächste Kiosk und eine Haltestelle weiter gleich weitere 2 Kioske. Sogar einen Kiosk direkt nahe der Tankstelle begrüße ich hier.

Dann fällt mir jetzt auf Anhieb auch keiner mehr ein. Gleichwohl ich auch 2 ehemalige Kioske hier noch habe, aber ich bin gespannt, vielleicht kommt da ja mal wieder einer rein. Sinnvoll wäre es, weil der eine direkt am Krankenhaus liegt, wo sonst gar nichts ist, um sich mal eben etwas kaltes zu trinken zu holen usw. Könnte mir daher gut vorstellen, dass es schon eine pfiffige Idee wäre, aber ich weiß es natürlich nicht.

Ich muss aber auch zugeben, dass die Zahl die Kioske bei uns drastisch abgenommen hat. Schade eigentlich, aber zu DM-Zeiten war es auch noch viel besser. Denn ich habe für 5-Mark eine riesige Klümpchen Tüte bekommen, die heute für 5€ nicht einmal im Ansatz so vielseitig und groß aussieht. Deswegen habe ich Kioske nachdem ich schnell merkte, nach etwa 1-3 Jahren nach der Euroeinführung, dass ich eben nicht dasselbe kriege, den Rücken gekehrt.

Ich fahre daher lieber in die Metro, kaufe die Süßigkeiten in größeren Mengen und richte mir meine Tüten ganz einfach selber ein, gebe sie gerne auch mal den Nachbarskindern für „lau“ versteht sich. Oder meiner Nachbarin, die auch gerne Süßes nascht. Das mache ich dann lieber.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4037 » Talkpoints: 14,33 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Bei mir in der Gegend gibt es wieder Kioske. Eine ganze Zeit lang habe ich hier keinen Kiosk gesehen und seit einiger Zeit erst gibt es wieder zwei Stück davon hier im Stadtteil. Aber wenn ich an die Stadt denke, wo meine Großeltern lebten, dann merke ich da sehr deutlich, dass es viel weniger Kioske gibt. Irgendwie finde ich es schon schade, da es für mich auch eine Kindheitserinnerung war, aber ich verstehe es, dass die Leute lieber günstiger im Supermarkt einkaufen.

» Barbara Ann » Beiträge: 25988 » Talkpoints: 19,44 » Auszeichnung für 25000 Beiträge



Ich kann bei uns kein Kiosksterben beobachten. Hier gibt es sowohl die kleinen Modelle mit dem Fensterchen als auch Kioske, die gleichzeitig einen Paketshop und ein Stehcafé beinhalten.

Zu Studentenzeiten waren die Kioske schon wichtig. Ich hatte kein Auto und die Supermärkte hatten noch nicht so lange auf wie heute, also habe ich öfters mal etwas in einem Kiosk gekauft wenn es mir ausgegangen war. Ein Kiosk in meinem Viertel hatte außerdem oft alkoholische Getränke mit zweifelhafter Herkunft in größeren Mengen im Angebot, da haben wir arme Studenten natürlich gerne zugeschlagen.

Heute kaufe ich ab und zu bei Bahnhofskiosken eine Kleinigkeit für die Fahrt, einen Schokoriegel oder etwas in der Art und im Sommer mache ich manchmal für ein Eis bei einem Kiosk halt, aber so viel wie früher kaufe ich dort nicht mehr ein. Ich bin halt nicht mehr darauf angewiesen, dass der Kiosk um die Ecke Sechserpacks Wasser verkauft, ich kann das Auto nehmen und im Getränkemarkt einen Kasten kaufen.

Hier in der Stadt gibt es diese Kiosk Kultur, die ich aus anderen Städten kenne, nicht. In manchen Städten ist der Kiosk ja der soziale Treffpunkt des ganzen Viertels und wenn der schließen würde, würde viel mehr fehlen als der Ort wo man fast zu jeder Tageszeit Kippen und Wein kaufen kann. Von daher wäre es nicht so tragisch wenn hier ein Kiosk schließen würde.

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» Cloudy24 » Beiträge: 21135 » Talkpoints: 178,23 » Auszeichnung für 21000 Beiträge


Bei uns gibt es noch einen Kiosk im Ort, der eigentlich auch recht gut besucht ist, egal ob man schnell mal Zigaretten holen will, oder man sich dort zu einem Gespräch trifft. Ansonsten sind sie auch eher ausgestorben in unserer Gegend.

In größeren Städten allerdings habe ich festgestellt, dass diese dort noch vermehrt zu finden sind. Ich denke daher mal, das es sich einfach in kleineren nicht mehr lohnt, da man dort viele Discounter hat und die Kunden ausbleiben.

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» alkalie1 » Beiträge: 5501 » Talkpoints: 19,46 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


In meiner Stadt gibt es viele Kioske. An fast jeder S-Bahn-Station oder U-Bahn-Station ist einer. Aber vielleicht müsste man genauer definieren, was ein Kiosk ist. Muss er ein bestimmtes Warensortiment vorrätig haben? Darf er nicht über eine bestimmte Größe hinauskommen? Ist eine sehr kleine Bäckerei, die man nicht betreten kann, sondern die Getränke und Gebäck über eine Art Fenster hinausreicht, auch ein Kiosk?

Wenn ich den Begriff weit auslege, gibt es bei uns sehr viele Kioske. Wenn ich ihn enger auslege, etwa als ein kleines freistehendes Häuschen, das vollgepackt mit einem großen Sortiment Zeitschriften, Süßigkeiten, Zigaretten, Eis und allerlei Kleinkram ist und das man vielleicht noch nicht einmal betreten kann, früher bei uns in Bonn auch Büdchen genannt, dann sind es nicht ganz so viele, aber immer noch so einige.

» anlupa » Beiträge: 10996 » Talkpoints: 25,28 » Auszeichnung für 10000 Beiträge


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