Einführung von Notaufnahme Gebühr für euch sinnvoll?

vom 07.10.2016, 11:17 Uhr

Es wird überlegt, ob man nicht eine Gebühr von 20 Euro einführen soll, die entrichtet werden müssen, wenn man die Notaufnahme betritt. Es soll immer wieder dazu kommen, dass viele Patienten die Notaufnahme in Anspruch nehmen, die eigentlich kein Notfall sind. Dies soll durch die Gebühr möglichst verhindert werden.

Die Notfälle, die eigentlich keine sind, sollen durch die 20 Euro Gebühr abgeschreckt werden und eben warten, bis ihr Hausarbeit wieder am nächsten Werktag Dienst hat. Die richtigen Notfälle, sollen diese Gebühr dann vom Arzt zurück bekommen. Das heißt allerdings, dass dieser dann entscheidet, wann es sich um einen wirklich Notfall handelt und wann nicht. Durch die Gebühr könnte man außerdem auch noch zusätzliche Ärzte einstellen. Allerdings könnte man auch eine kleine Arztpraxis neben der Notaufnahme einrichten, die sich dann eben um die Notfälle kümmert, die eigentlich keine sind.

Ich muss sagen, dass ich die Einführung dieser Gebühr durchaus verstehen könnte. Es ist sicherlich für Ärzte und Personal sehr stressig und nervig, wenn ständig Patienten in die Notaufnahme kommen, die eben keine sind. Allerdings zahlen wir ja schon Beiträge an die Krankenkassen, die die Kosten eigentlich schon abdecken sollten. Und vielleicht würden dann auch wirkliche Notfälle nicht in die Notaufnahme gehen, weil sie das Geld vielleicht gar nicht haben.

Wie sinnvoll fändet ihr die Einführung einer Gebühr für die Notaufnahme? Würdet ihr das unterstützen oder findet ihr das nur Geldmacherei? Welche Vorteile und welche Nachteile seht ihr bei dieser Gebühr?

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» Nelchen » Beiträge: 26582 » Talkpoints: 2,05 » Auszeichnung für 26000 Beiträge



Ich bin da ehrlich gesagt etwas unschlüssig, auf der einen Seite stimmt es durchaus, das es auch Menschen gibt, die nicht unbedingt eine Notaufnahme aufsuchen müssen, aber auf der anderen Seite gibt es bestimmt auch Menschen, die in die Notaufnahme müssen, arm sind und sich vielleicht nicht leisten können 20 Euro erst einmal vorzustrecken.

Auch wenn diese dann die 20 Euro vom Arzt zurückbekommen, so müssen sie diese doch erst einmal vorlegen und da sind wir dann wieder bei einer Zweiklassengesellschaft und medizinische Versorgung, die notwendig ist, sollte auch weiterhin von den Krankenkassenbeiträgen abgedeckt werden.

» HelloKitty34 » Beiträge: 1651 » Talkpoints: 53,78 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Halte ich für realitätsfern, die Idee kann auch nur von Ärzten stammen, für die sind 20 Euro ja kein Problem. Auch erinnere ich mich an die Zeiten mit den leidigen 10 Euro Praxisgebühren, schon die führten damals zu einer Art sozialen Selektion. Ich kannte damals viele Arbeitslose und Geringverdiener, die nicht zum Arzt konnten, weil sie es sich schlichtweg in der letzten Woche des Monats nicht leisten konnten, da sie das Geld für Essen brauchten. Das war eine Situation, die in diesem Land einfach nicht sein durfte.

Und wie stellen die sich das praktisch vor? Eine Zahlschranke am Klinikeingang? Und wenn ich mit Schmerzen im Bauchraum ankomme und kein Geld habe, werde ich abgewiesen und darf dann zuhause an einem geplatzten Blinddarm eingehen? Und ein Unfallopfer, das nicht mehr ansprechbar ist, wird dann erstmal nach Geld durchsucht?

Der SPD-Gesundheitsexperte hat dieser Idee auch schon eine Absage erteilt. Zielführender finde ich den Einwand der kassenärztlichen Vereinigung, dass man stattdessen organisatorische Lösungen finden müsse, um die Nutzung der Notfallaufnahmen besser zu steuern. Auch die Krankenkassen lehnen dies ab und argumentieren, dass man eher daran arbeiten sollte, dass leichtere Fälle auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten leichter einen niedergelassenen Arzt finden, um sich ambulant behandeln zu lassen. Denn das dies oft nicht möglich ist, ist einer der Gründe für das Problem.

Auch der Vorschlag, Praxen für leichtere Fälle direkt in die Klinik zu integrieren, macht für mich wesentlich mehr Sinn. Das muss man aber nicht über eine Gebühr finanzieren, so arm sind unsere Krankenkassen nicht. Schließlich haben diese bereits im ersten Quartal dieses Jahres einen Überschuss von über 400 Millionen erwirtschaftet.

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» Paulie » Beiträge: 141 » Talkpoints: 52,39 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich finde das absolut schlimm wo sich das Ganze hin entwickelt. Ich habe es schon erlebt, dass alles leer war und ich mit einer Person dort ankam, weil der Rettungswagen nicht kommen wollte, die 2 ganze Tage geblutet hat aus der Nase, immer viel und er ist Bluter. Da wurden wir noch angemeckert und er solle sich einfach nur hinlegen und abwarten bis es weg ist.

Es gibt immer Menschen, die da wegen nichts hingehen, aber es gibt eben auch Menschen, die sich bald nicht mehr in die Notaufnahme trauen. Einen Arbeiter werden 20 € vielleicht zum Nachdenken bewegen, aber einen Rentner mit einer schmalen Rente, der wirklich Hilfe brauchen würde, würde so eine Summe abschrecken und in letzter Konsequenz heißt das, dass es Tote geben wird, weil sich Leute nicht trauen oder es sich nicht leisten können.

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» Ramones » Beiträge: 35549 » Talkpoints: 28,70 » Auszeichnung für 35000 Beiträge



Zum einen finde ich es richtig, dass etwas getan werden muss, denn so, wie es derzeit ist, geht es nicht weiter. Doch ich finde es Blödwinn, wenn die Menschen mit Geld abgeschreckt werden sollen, in die Notaufnahmen zu kommen. Ich finde, man sollte eher etwas an der Ursache verändern, damit die Leute eben nicht mehr in die Notaufnahmen pendeln müssen.

Als mein Freund vor kurzem einen Mückenstich hatte, der plötzlich immer mehr anschwoll und ihn seine Hand so langsam gar nicht mehr bewegen ließ, wäre er gerne zu seiner Hausärztin gegangen. Doch die hatte ihre zwei Stunden Sprechzeit morgens von neun bis um elf schon hinter sich und geschlossen. Und wenn ich mir so die Sprechzeiten der ganzen Allgemeinärzte im Ort so ansehe, dann kommt kaum einer auf mehr als zwei Stunden Sprechzeit pro Tag. Und so ist er in die Notaufnahme gefahren, denn da bei ihm viele lebensgefährliche Allergien bekannt sind, bekam er es mit der Angst zu tun. An sich hätte man aber auch das gut beim Hausarzt behandeln können.

Wir sind zum Glück recht flexibel mit unseren Zeiten und haben normalerweise kein Problem, während der Sprechzeiten zum Arzt zu gehen. Aber schon mit einem schulpflichtigen Kind, das auch mal zum Arzt muss, oder bei Berufstätigkeit ist es ein Problem, überhaupt zum Arzt zu kommen, denn schließlich soll weder das Kind die Schule versäumen noch kann man selbst von der Arbeit fern bleiben. Da hier so ziemlich alle Ärzte aber nur von neun bis elf am Vormittag geöffnet haben, gibt es da aber Unvereinbarkeiten.

Ich fände es daher sehr viel sinnvoller, wenn irgendwo zentral Allgemeinärzte "stationiert" werden, die rund um die Uhr geöffnet haben und auch nicht nur einen kleinen Patientenstamm behandeln. Und ich selbst käme derzeit als neu Hinzugezogene bei keinem der örtlichen Allgemeinärzte dran, weil ausnahmslos alle derzeit keine neuen Patienten annehmen. Wenn ich ein medizinisches Problem hätte, wüsste ich gar nicht, wo ich anders hin sollte, als in die Notaufnahme, auch wenn ich weiß, dass ich für die eigentlich kein Fall bin.

Ich denke, wenn es endlich mehr Allgemeinärzte gibt und die auch mal erreichbar sind, hätten wir das Problem mit den Notaufnahmen nicht. Denn ich denke, die Idioten, die mit einem simplen Mückenstich oder einem seit fünf Minuten auftretenden Schluckauf in die Notaufnahme rennen, wird man dadurch nicht abschrecken. Man wird eher die Menschen fern halten, die es sich einfach nicht leisten können, die es aber meist am dringendsten brauchen.

» SonjaB » Beiträge: 1307 » Talkpoints: 4,89 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich war mal in der Notaufnahme, weil ich das Gefühl hatte, eine Borste der Zahnbürste verschluckt zu haben. War eigentlich auch kein Notfall, denn ich war ja nicht am Ersticken, aber ich kannte in der Region keinen HNO-Arzt und selbst wenn es da einen gegeben hätte, dann hätte der um diese Zeit bestimmt schon geschlossen gehabt. Was hätte ich also machen sollen? Mich hätten da auch keine 20 Euro abgeschreckt.

Ich bin gegen solche Gebühren. Wir zahlen doch schon genug Krankenkassenbeiträge, da muss man auch mal was in Anspruch nehmen dürfen. Wenn das den Krankenkassen zu teuer ist, dann sollen sie lieber mal an den Gehältern ihrer Vorstände sparen oder die Pharmafirmen gemeinsam zwingen, die Medikamente günstiger abzugeben. Aber den Patienten sollte man keine Steine in den Weg legen.

Die medizinische Versorgung müsste generell anders organisiert werden, da gebe ich SonjaB recht. Viele Ärzte bieten nur zeitlich total ungünstige Sprechzeiten an. Was bringt es mir, wenn ein Arzt Sprechzeit von 10 bis 14 Uhr hat? Zu der Zeit ist man doch meistens auf Arbeit. Die Sprechzeiten kann man eigentlich gar nicht wahrnehmen. Viele Ärzte nehmen keine neuen Patienten mehr auf und das bringt alle, die keinen Arzt haben, natürlich in Bedrängnis. Was soll man dann machen?

Ich habe auch keinen richtigen Hausarzt. Ich habe einen Arzt in meiner Heimat, bei dem ich aufgenommen wurde, weil den meine Mutter persönlich kennt. Aber da ich ja eigentlich die Woche über auswärts arbeite, müsste ich mir extra frei nehmen, um dort einen Termin wahrnehmen zu können. Das ist doch auch blöd, da muss man seinen Urlaub opfern, nur um zum Arzt gehen zu können.

Aber wäre der Arzt in der Region, in der ich arbeite, wäre es auch nicht viel anders. Da könnte ich auch nicht hingehen, denn wenn der Sprechzeiten hat, muss ich ja höchstwahrscheinlich arbeiten. Da müsste ich also auch Urlaub nehmen oder Minusstunden ansammeln, weil ich eher gehe. Vor Beginn der Arbeit würde ich auch keine Arzttermine legen, denn wenn das länger dauert - was oft so ist - hat man dann auch wieder Probleme.

Inzwischen mache ich es so, dass ich mich für Arzttermine krank schreiben lasse. So kann ich diese in Ruhe wahrnehmen und muss mir keine Sorgen machen, zu spät zu kommen. Aber das ist halt auch nur eine Lösung, die aus der Not heraus entstanden ist. Besser fände ich es, wenn es, als Alternative auch zur Notaufnahme, Ärzte gäbe, die nach 18 Uhr noch geöffnet hätten.

» Zitronengras » Beiträge: 8355 » Talkpoints: 15,97 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Was ich nicht verstehe ist, warum geht man mit Dingen in die Notaufnahme, für die der ärztliche Bereitschaftsdienst zuständig ist? Den erreicht man bundesweit unter der Nummer 116117. Dort erfährt man kostenlos, welcher Arzt Bereitschaft hat und wo eine Notfallsprechstunde angeboten wird. Und so muss niemand unnötig leiden und man verstopft nicht unnötig die Notaufnahme.

» cooper75 » Beiträge: 9522 » Talkpoints: 181,24 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



Es ist immer wieder erschütternd, wenn man hört, dass Leute keine 20 Euro für Notfälle übrig haben sollen. Es ist ja normalerweise nicht so, dass man ständig die Notaufnahme in Anspruch nimmt. Und wenn man das vielleicht einmal im Jahr in Anspruch nehmen muss, dann kann sich das ausnahmslos jeder Mensch in Deutschland leisten. Wer das Geld nicht übrig hat, hat eine ganze Menge sehr schlechte Entscheidungen in seinem Leben getroffen.

Die Idee ist ja nicht einfach aus der Luft gegriffen. Die Krankenhäuser haben ein wirklich großes Problem mit Leuten, die wegen Kleinigkeiten die Notaufnahme verstopfen. Dagegen muss etwas getan werden, weil dadurch teilweise wirklich wichtige Fälle nicht mehr vernünftig behandelt werden können. Dass man da über Maßnahmen nachdenkt ist doch logisch und im Sinne der Patienten, die wirklich auf eine Notaufnahme angewiesen sind.

Es würde ja reichen, wenn man die 20 Euro nur von Menschen verlangt, bei denen die Notaufnahme nicht notwendig gewesen wären. Das würde wahrscheinlich reichen, dass man die durchaus vorhandenen Alternativen nutzt.

» Weasel_ » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Es würde ja reichen, wenn man die 20 Euro nur von Menschen verlangt, bei denen die Notaufnahme nicht notwendig gewesen wären. Das würde wahrscheinlich reichen, dass man die durchaus vorhandenen Alternativen nutzt.

Ich denke aber, das weiß man gar nicht immer. Kann man das als Laie wirklich einschätzen, ob man nun ein Fall für die Notaufnahme ist oder nicht? Man wertet ja vielleicht Symptome anders oder denkt dann eben, dass der Schmerz im Oberarm auf einen Herzinfarkt hindeutet, in Wahrheit ist es eine Zerrung oder was ach immer. Dann würde man demjenigen hinterher vorwerfen, dass das nicht nötig gewesen wäre, eine Notaufnahme zu bemühen und er muss Strafe zahlen?

Es muss ja einen Grund haben, dass Menschen lieber in die Notaufnahme gehen als zum normalen Arzt. Ich kannte beispielsweise keinen HNO-Arzt in der Nähe und das Krankenhaus war nebenan und ich wollte eben jetzt Hilfe und nicht erst Stunden später. Außerdem bin ich dadurch gleich auf der HNO-Station gelandet und die hatten da allerhand Gerät zum Untersuchen, was wohl der niedergelassene Arzt nicht so hat.

Andere denken vielleicht, sie wären wirklich ein Notfall oder wollen nicht mehr warten oder kennen keinen Arzt in der Nähe oder der Arzt ist denen zu weit weg oder die wollen gleich ins Krankenhaus weil da vieles gemacht werden kann, was der ambulante Arzt nicht kann oder was auch immer.

Es gibt also aus verschiedenen Gründen ein Bedürfnis mancher Menschen, jetzt zur Notaufnahme zu gehen und nicht zum niedergelassenen Arzt. Wenn das in anderen Wirtschaftsbereichen so wäre, dann würde man das doch anders lösen und nicht anfangen, Leute wegzuschicken. Wenn es beispielsweise ganz viele gäbe, die am Imbissstand was kaufen wollen und das immer wieder, über Jahre hinweg. Da würde doch der Imbissbetreiber noch eine zweite oder größere Bude aufstellen, Personal einstellen usw. um die Nachfrage zu decken, anstatt Leute wegschicken zu wollen oder Kunden davon abhalten zu wollen, zu ihm zu kommen.

Warum machen das die Kliniken nicht so? Warum reagieren die nicht auf die gestiegene Nachfrage und stellen mehr Personal für die Notaufnahme ein, um die gestiegene Nachfrage abzufedern? Die Kliniken werden für die erbrachten Behandlungen ja bezahlt. Da würde ich lieber mehr Ärzte oder Schwestern einstellen, sodass ich auch mehr behandeln kann, das bedeutet dann auch wieder mehr Einnahmen. Das ist doch eine viel bessere Lösung, als verunsicherte Menschen mit Geldstrafen abschrecken zu wollen.

» Zitronengras » Beiträge: 8355 » Talkpoints: 15,97 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Ich denke aber, das weiß man gar nicht immer. Kann man das als Laie wirklich einschätzen, ob man nun ein Fall für die Notaufnahme ist oder nicht? Man wertet ja vielleicht Symptome anders oder denkt dann eben, dass der Schmerz im Oberarm auf einen Herzinfarkt hindeutet, in Wahrheit ist es eine Zerrung oder was ach immer. Dann würde man demjenigen hinterher vorwerfen, dass das nicht nötig gewesen wäre, eine Notaufnahme zu bemühen und er muss Strafe zahlen?

Natürlich weiß man das nicht immer. Ich würde aber die Gebühr auch nicht als Strafe ansehen. Es ist eher so etwas wie die frühere Praxisgebühr und wenn man eben gerechtfertigt in der Notaufnahme war, bekommt man die Gebühr eben wieder erstattet.

Es muss ja einen Grund haben, dass Menschen lieber in die Notaufnahme gehen als zum normalen Arzt. Ich kannte beispielsweise keinen HNO-Arzt in der Nähe und das Krankenhaus war nebenan und ich wollte eben jetzt Hilfe und nicht erst Stunden später. Außerdem bin ich dadurch gleich auf der HNO-Station gelandet und die hatten da allerhand Gerät zum Untersuchen, was wohl der niedergelassene Arzt nicht so hat.

Und ich halte es für völlig gerechtfertigt, wenn man in solchen Fällen die 20 Euro Gebühr bezahlt. Es ist ja nicht so, dass die Behandlung abgelehnt werden sollte. Wenn keine Notwendigkeit besteht und die Notaufnahme vielleicht sogar nur aus reiner Bequemlichkeit genutzt wird, ist eine Zusatzgebühr mehr als angebracht.

Andere denken vielleicht, sie wären wirklich ein Notfall oder wollen nicht mehr warten oder kennen keinen Arzt in der Nähe oder der Arzt ist denen zu weit weg oder die wollen gleich ins Krankenhaus weil da vieles gemacht werden kann, was der ambulante Arzt nicht kann oder was auch immer.

Dafür gibt es wie schon erwähnt den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Wenn der nicht helfen kann, wird er eine Überweisung ausstellen. Wenn es wirklich dringend ist, wird er die Leute sicherlich in die Notaufnahme schicken. Wenn es nicht dringend ist und man trotzdem eine schnelle (also bevorzugte) Behandlung erwünscht, müsste man eben bezahlen. Auch das ist völlig gerechtfertigt.

Es gibt also aus verschiedenen Gründen ein Bedürfnis mancher Menschen, jetzt zur Notaufnahme zu gehen und nicht zum niedergelassenen Arzt.

Und für diese Sonderbehandlung können sie gerne zahlen.

Wenn das in anderen Wirtschaftsbereichen so wäre, dann würde man das doch anders lösen und nicht anfangen, Leute wegzuschicken.

Die Lösung ist in aller Regel zumindest kurz- und mittelfristig ein höherer Preis.

Wenn es beispielsweise ganz viele gäbe, die am Imbissstand was kaufen wollen und das immer wieder, über Jahre hinweg. Da würde doch der Imbissbetreiber noch eine zweite oder größere Bude aufstellen, Personal einstellen usw. um die Nachfrage zu decken, anstatt Leute wegschicken zu wollen oder Kunden davon abhalten zu wollen, zu ihm zu kommen.

Aber er wird eben kein teures Exklusiv-Restaurant hinstellen und dann weiterhin die billigen Imbissbudenpreise anbieten. Eine Notaufnahme ist für triviale Behandlungen einfach zu teuer.

» Weasel_ » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


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