Beim Frauenarzt nur bestimmte Untersuchungen wollen?
Und was mir noch einfällt, weil ich mich doch sehr wundere, dass du scheinbar freiwillig zum Arzt gehst. Einige Krankenkassen zahlen einen Bonus, wenn man diverse Vorsorgeuntersuchungen machen lässt. Ich vermute mal stark, dass du deshalb diese Vorsorgeuntersuchung machen lassen willst. Nun ja dann wirst du dich auch an die Vorgaben halten müssen und nicht noch nach einer Wunschbehandlung plärren.
Warum bist du denn so gemein und unterstellst mir solche Dinge? Was soll denn das? Ich möchte das wegen der Vorsorge machen und nicht weil ich dafür irgendetwas bekomme. Deine Schlussfolgerungen finde ich wirklich ganz schön fies. Ich habe nur keine Lust darauf, dass mir da unten irgendwas eingeführt wird.
Zitronengras hat geschrieben:Und die Eierstöcke sowie die Gebärmutter an sich kann man auch via Ultraschall untersuchen.
So, wie du dir das vorstellst, macht es wenig Sinn. Dann wäre es vielleicht besser, zu einer Wahrsagerin zu gehen. Eine Glaskugel ist ähnlich aussagekräftig und es führt garantiert niemand etwas irgendwo ein. Das Leben ist kein Wunschkonzert und der abdominale Ultraschall hilft dir keinen Schritt weiter. Auch wenn du das nicht verstehen möchtest.
Nein, es geht nicht darum, ob ich etwas verstehen will. Ich habe ja online recherchiert und es steht einfach auch auf den Homepages vieler Frauenärzte oder auf Seiten, wo die Untersuchungsmethoden beschrieben werden, dass der Abdominalultraschall auch dafür geeignet ist. Und ich denke mal, die sind nicht so geldgierig, dass die das nur deswegen erwähnen, damit viele diese Untersuchungen buchen und bezahlen. Zudem gibt es noch ein Becken-MRT als Alternative, das ist auch sehr genau.
Und trotzdem erfährst du rein gar nichts über Krebs. Geh hin und zahle. Wobei ich bei dem geldgierig extrem vorsichtig wäre. Denn gerade Frauenärzte besuchen viele Seminare, in denen vermittelt wird, wie man iGeL Leistungen gut und einfach an die Frau bringt. Diese Fachrichtung ist mittlerweile extrem verkaufsstark. Da bestehen kaum noch Unterschiede zu Zahnärzten. 
Woher nimmst du denn die Sicherheit, dass man da nichts sehen würde? Wenn die Eierstöcke komisch liegen, es Zysten gibt, die Schleimhaut ungewöhnlich dick wäre, es Knubbel oder sonstwas gibt, das würde man doch alles in einem MRT sehen, dafür ist das Verfahren ja da, dass man auch kleine Veränderungen erkennt.
Wenn die Eierstöcke komisch liegen, dann ist völlig egal. Das müsste man nur näher betrachten, wenn eine Frau versucht schwanger zu werden und es seit längerem nicht funktioniert. Das ist also völlig egal.
Eine Zyste am Eierstock ist auf den Bildern einfach nur ein dunkler Punkt. Je nach Größe der Zyste eben größer oder kleiner. Auch das sagt dir und dem Arzt genau nichts. Die Zyste kann zig Ursachen haben. Da bringt das ausführliche Vorgespräch und der Tastbefund genauere Ergebnisse, die ein bildgebendes Verfahren nur erhärten oder ausschließen kann.
Und beim Krebs hilft das alles nun auch nicht weiter. Die Dicke der Gebärmutterschleimhaut sagt nichts über eventuellen Krebs aus. Viele Frauen haben eine verdickte Schleimhaut und sind kerngesund. Andere haben Krebs und die Schleimhaut ist normal bis dünn ausgebildet. Da nützt alles Angucken und Vermessen dir überhaut nichts. Krebs am Gebärmutterhals kann frühzeitig nur über den Abstrich erkannt werden. Der macht keine Beschwerden und blutet meist auch nicht. Bis der für die Frau spürbar und für den Arzt sichtbar wird, haben sich in den meisten Fällen Metastasen gebildet.
Bildgebung ist nett. Aber in ganz vielen Fällen, das gilt nicht nur für die Gynäkologie, sagen die Bilder nur sehr wenig über den tatsächlichen Befund aus.
@cooper75: Der Abstrich kann nur einen Verdacht für Gebärmutterhalskrebs aussagen. Die endgültige Diagnose gibt es über die Gewebeprobe. Und selbst die kann keine absolute Sicherheit bringen. Man bekommt, je nach Befund zum Beispiel gesagt, dass man wieder ohne Krebszellen sei, weil man in den Schnitträndern der Proben keine Zellen gehabt hätte. Das würde heißen, dass man bei der Konisation alles bedenkliche heraus geschnitten hätte. Aber eine absolute Sicherheit ist selbst das nicht und man sollte danach weiterhin regelmäßig Abstriche untersuchen lassen.
Was aber wieder deine These bestätigt, dass man ein MRT getrost als unsinnig in dieser Thematik einstufen kann. Denn bis man da Krebszellen erkennt, ist es in den meisten Fällen zu spät, um die Gebärmutter und angrenzende Organe komplett zu erhalten.
@Punktedieb: Der Frauenarzt selbst kann im Anstrich nur verdächtige Zellen identifizieren. Normalerweise geht der Abstrich dann in die Pathologie. Dort kann über Aufbereiten und Anfärben der Probe schon bedeutend mehr gesagt werden, oft lassen sich die Zellen ohne weitere Gewebeprobe bereits klar zuordnen.
Die Untersuchung des entnommenen Gewebes dient dann nur noch zur Überprüfung der Diagnose und eben, wie du schreibst, zur Abklärung ob die Ränder der Wunde frei von veränderten Zellen sind. Das verhindert dann auch Probleme durch die Entnahme von Proben.
@cooper75: Ich habe es in diesem Jahr erst durch. Die Laboruntersuchung vom Abstrich gibt es eben nur den Verdacht preis. Mehr aber auch nicht. Aber egal, welche Untersuchungen gemacht werden, kann es nie eine absolute Sicherheit. Und mit einem MRT gibt es sie gleich gar nicht, da eben die Krebszellen viel zu klein sind, um dort erkannt zu werden.
Und wenn man mit Untersuchungen, wie Ultraschall anpreist, dann sind es eben rein wirtschaftliche Interessen. Ärzte sind auch nur Unternehmer, die ihr Geld verdienen müssen. Das sollte man dabei nicht vergessen. Und eine sinnvoll ausgestattete Praxis bringt eben auch Kosten mit sich. Die Geräte müssen bezahlt werden und auch die anderen laufenden Kosten wollen gedeckt sein.
Da muss man eben schauen, dass man die Patienten dahin bewegt, dass sie so viel wie möglich auf eigene Kosten machen lassen. Immerhin sind da die meisten Gebühren sofort bezahlt und man muss nicht darauf warten, dass man sein Geld von der Krankenkasse bekommt.
Ich habe es vor zwei Jahren hinter mich gebracht, Der Frauenarzt äußerte den verdacht, der Pathologe konnte die Zellen ganz klar zuordnen. Die entnommene Stelle hat nur diese vorab bereits feststehende Diagnose bestätigt. PAP V, also ein bösartiger Tumor, und das mit jährlicher Untersuchung.
Sicherlich ist es zutreffend, dass der Abstrich zur Identifizierung von Kranken nicht sehr sicher ist. Aber er ist unschlagbar in der Ausschlussdiagnostik, da liegt er zu 98 % richtig.
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