Bei welcher Entfernung Fernbeziehung unrealistisch?

vom 20.05.2019, 16:47 Uhr

Für mich wäre eine Fernbeziehung grundsätzlich nichts. Ich hatte schon früher Erfahrungen damit machen können, allerdings keine guten. Ich finde es schlimm, wenn man den Partner nur so selten sehen kann. Wenn das kurzzeitig nötig wäre - aus beruflichen Gründen beispielsweise - dann wäre das ja in Ordnung, aber auf lange Sicht würde ich so etwas nicht mehr mitmachen, auch wenn mein Partner in Deutschland leben würde.

Einige Paare führen ja aber auch deutlich krassere Fernbeziehungen, indem beide in verschiedenen Ländern oder in Kontinenten leben. Bei welcher Entfernung wäre die Umsetzung und das Funktionieren einer Fernbeziehung für euch persönlich unrealistisch? Was würdet ihr mitmachen und was nicht? Wie gesagt - wenn man über einen kurzen und absehbaren Zeitraum eine Fernbeziehung führen muss, finde ich das in Ordnung. Mehrere Jahre zwischen den Kontinenten zu pendeln, finde ich absurd.

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 31844 » Talkpoints: 50,53 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Es kommt doch eher auf die involvierten Personen an und auf den Typ. Für mich persönlich wäre eine Fernbeziehung gar nichts und unter Fernbeziehung verstehe ich, dass man so weit auseinander wohnt, dass man sich nicht jedes Wochenende sehen kann, weil das einfach weder zeitlich noch logistisch machbar ist. Also sobald man sich nicht jede Woche sehen kann, wäre für mich so eine Fernbeziehung gar nicht gewollt und käme daher gar nicht in Frage. Ich hatte mal eine Fernbeziehung, wobei wir da 600 km auseinander gewohnt haben und das hat mir gereicht.

Was anderes wäre es, wenn man im Laufe der Beziehung aus beruflichen oder anderen Gründen kurzzeitig eine Fernbeziehung führen muss, aber da ist die Beziehung ja auch soweit stabil und das Fundament in der Regel in Takt, sodass die Entfernung einem nichts anhaben kann solange das eben kein Dauerzustand ist, sondern nur vorübergehend.

Ich kenne aber auch Paare, da läuft das anders und die sind da lockerer. Es kann ja auch funktionieren, wenn beide sich anstrengen und Mühe geben. Ein Bekannter von mir zum Beispiel hat im Urlaub eine Frau kennengelernt, die selbst Urlauberin war. Beide aus völlig verschiedenen Ländern, lebten 2200 km auseinander und das war richtig hart. Die beiden haben dann auch trotz Entfernung geheiratet und sie ist dann nach dem Studium nach Deutschland gekommen. Sie lebt inzwischen bei ihm und die beiden haben ein Kind.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Ich bin kein großer Fan von Fernbeziehungen. Am Anfang meiner Beziehung zu meinem Mann mussten wir das Ganze auch ein halbes Jahr als Fernbeziehung laufen lassen und das hat mir dann schon gereicht, wobei das nur ungefähr 2 Stunden Fahrtzeit sind, aber es hat mich einfach gestört nicht jeden Tag bei ihm sein zu können und ihm ging es nicht anders. Wenn man allerdings eher locker drauf ist, es nicht ganz so eng braucht, dann stören einen sicherlich auch sehr viele Kilometer nicht, denn man genießt seine eigene Freiheit. Schlimm wird es dann nur, wenn man für Flüge und so weiter ewig viel Geld herauswerfen muss, aber selbst das muss jeder selber wissen.

Ich kenne eine Frau, die einen Marokkaner im Urlaub dort kennen und lieben gelernt hat und die beiden konnten aufgrund der Berufe nun auch keinen gemeinsamen Nenner finden. Sie sind also jahrelang hin und her geflogen und haben sich dabei aber auch nicht oft sehen können, da das ja auch ins Geld geht. Das hat aber alles funktioniert. Mittlerweile sind sie verheiratet und die Frau ist zu ihm gezogen und führt nun ein völlig anderes Leben als sie es gewohnt war, aber ist sehr glücklich. Auf Dauer ist sicherlich für die wenigsten Menschen eine Fernbeziehung denkbar, aber manchmal muss es eben sein und dann wird man auch mit einem Happy End aus der Geschichte gehen, wenn man sich wirklich liebt.

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» Ramones » Beiträge: 40340 » Talkpoints: 2,65 » Auszeichnung für 40000 Beiträge



Ich hatte auch schon eine Fernbeziehung und muss sagen, dass diese für mich Vor- und auch Nachteile hatte. Ich würde aber nicht generell ausschließen, nochmal eine Fernbeziehung zu führen. Das käme für mich auf die Umstände drauf an und ob absehbar ist, wie lange das dann so gehen soll.

Richtig schwierig stelle ich mir eine Fernbeziehung vor, wenn beide in unterschiedlichen Ländern wohnen. Dann ist es ja zeitlich doch recht eingeschränkt wann man sich sehen kann und auch eine Kostenfrage, was die Flugtickets angeht.

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» Nelchen » Beiträge: 32251 » Talkpoints: -0,17 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Nelchen hat geschrieben:Richtig schwierig stelle ich mir eine Fernbeziehung vor, wenn beide in unterschiedlichen Ländern wohnen. Dann ist es ja zeitlich doch recht eingeschränkt wann man sich sehen kann und auch eine Kostenfrage, was die Flugtickets angeht.

Vergiss nicht die Sozialisation und Mentalität. Wenn man völlig anders tickt, dann kann es schon zu Kommunikationsschwierigkeiten oder Missverständnissen führen, wenn man sich unterhält. Daher sollte so etwas auch immer bedacht werden.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Während meiner Fernbeziehung trennten mich dreieinhalb Stunden Flug von meiner Liebsten. Das fand ich zu verkraften und zum Teil waren die Flugpreise günstiger als jede Bahnreise, die halb solange dauert. Ich glaube, ab zehn Stunden und mehr wäre es mir zu viel, es sei denn, ich weiß ziemlich genau, wie lange der Zustand so sein soll. Geht es vielleicht nur um ein Jahr, dann hätte ich auch mit so einer Entfernung kein Problem. Ich glaube, spätestens wenn uns Kontinente trennen, hätte ich meine Zweifel, ob das auf lange Sicht gut gehen kann.

Das würde ich aber auch von allen anderen Faktoren abhängig machen. Warum wohnt sie dort und ich hier? Ist geplant, dass man auf lange Sicht zusammenwohnt? Wie lange haben wir uns zuvor gekannt und wie lässt sich die Beziehung einschätzen - ist es sehr wahrscheinlich, dass man auf Jahre hinweg zusammenbleibt, wenn nicht gar für immer? Je nach dem, wie die Antworten auf solche Fragen ausfallen, würde ich auch eine lange Distanz in Kauf nehmen.

» RyderC » Beiträge: 200 » Talkpoints: 69,84 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Ich spreche da nur von mir und möchte niemanden, wo eine Fernbeziehung funktioniert, auf die Füße treten. Doch ich führe keine derartigen Beziehungen und möchte sie auch nicht führen. Ich habe schon eine Beziehung mit einem Polizisten geführt, und auch wenn wir zusammen wohnten, kamen wir uns nicht selten vor, als wenn es eine Fernbeziehung ist, die teils nicht gut endete.

Welche Entfernung für eine reale Fernbeziehung für mich undenkbar erscheint? Ach das sind die später heiratswilligen K1-Visa-Fans zwischen US-Amerikanern und etlichen Anderen Ländern. Ob nun US-Amerikaner mit Menschen aus Osteuropa, Asien oder Südamerika. Das sind auch immer so feine Geschichten, da ich schon nur noch müde lächeln kann. Der US-Amerikaner glaubt an die riesige Liebe und das K1-Visa mit anschließender „Green Card“ winkt der anderen Seite. Wunderschön.

Soll heißen, Fernbeziehung über Länder hinaus, sind für mich vor allem dann umso unrealistischer, wenn gewisse Nutzen zu erkennen sind. Das heißt, ich würde nie eine Beziehung mit einem Menschen aus Tunesien, Marokko, Ägypten, Algerien etc. beginnen. Während ich in England durchaus gewillt wäre, das mal zu probieren, wenn ich single wäre.

Und ja, ich habe da auch gewisse Vorurteile einer Fernbeziehung über gewisse Länder hinaus, aber das natürlich nicht einfach so. Ich mag zwar Fernbeziehungen im Allgemeinen nicht führen und finde, dass diese über Ländergrenzen hinaus sicherlich schwieriger sind, als wenn ich im Pott lebe und der andere in Hamburg, aber gewisse Länder neigen dann noch dazu, etliche Betrüger für Aufenthalte zur Stelle zu bringen.

Für mich kommen Fernbeziehungen aber eben eigentlich nicht infrage. Wenn ich mich dazu breitschlagen müsste, weil man sich eben verliebt, dann wäre es mir lieber, wenn derjenige schon in Deutschland leichter zu erreichen ist oder eben in Ländern, wo ich etwas sicherer sein kann, dass dort kein Betrug noch zur Debatte steht. Auch im Übrigen aus politischer Sicht, was dann am Ende auch geprüft wird, wenn ich die Einreisepapiere machen würde.

Fernbeziehungen von Berlin nach München, Essen nach Hamburg, Adernach nach Kiel – sowas wäre noch denkbarer, als Düsseldorf nach Marokko. Einmal im Jahr sehen oder 2-4 Mal. Das halte ich für komplett unrealistisch. Entschuldigt, wenn ich dann mit der Meinung jemanden auf die Füße trete.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4878 » Talkpoints: 51,69 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Da kann ich nur aus eigener Erfahrung sprechen. Meine Fernbeziehung betrug ein Jahr lang 3.000 Kilometer. Ja, das ist fern, aber trotzdem nah - und preiswert da Europa - genug, um auch mal etwas spontaner einen Besuch abzustatten oder nur für ein verlängertes Wochenende hinzufliegen, ohne dass einen die Zeitverschiebung nur noch ein paar Stunden lässt und man vom Jetlag vernichtet wird.

Ich glaube, ein anderer Kontinent, wenn es nicht nur um ein paar Monate geht, bis man dauerhaft vereint ist, wäre mir zu viel. Lange Hin- und Abreise, man muss lange am Stück Urlaub nehmen, damit es sich überhaupt lohnt, Flüge sind teuer und müssen zeitnah vorausgeplant werden, das wäre mir zu viel.

» RyderC » Beiträge: 200 » Talkpoints: 69,84 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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