Babys benennen wenn sie noch nicht geboren sind

vom 07.06.2017, 17:56 Uhr

Für die meisten ist es einfach nur ein "Baby", wenn sie von dem ungeborenen Kind sprechen. Manchmal, wenn man weiß, was es wird, wird vielleicht auch schon der ausgesuchte Namen genommen, wenn man von dem ungeborenen Baby redet. Aber oft ist es auch die "Erdnuss" oder der "Bauchzwerg". Meine Kinder waren immer der "Bauchzwerg". Damals waren die Ultraschallbilder auch noch nicht so gut, dass man es gut erkennen konnte, was es wird.

Habt ihr für euren kleinen Zwerg im Bauch schon eine Bezeichnung gehabt, wenn ihr von dem ungeborenen Kind gesprochen habt? Habt ihr dieses Baby dann auch schon mit der Bezeichnung angesprochen? Wie habt ihr den Zwerg in eurem Bauch genannt und wie kamt ihr auf diese Bezeichnung?

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» Diamante » Beiträge: 41857 » Talkpoints: 9,96 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich kenne das nicht "Bauchzwerg" und dergleichen. Das ist für mich befremdlich. Als ich wusste, dass ich schwanger war, hatte ich sofort mit dem Kindsvater Ideen zu den Namen und wir einigten uns ziemlich schnell sowohl auf einen Jungennamen, als auch auf einen Mädchennamen.

So sprach ich dann das Baby an. Ich finde, dass das aber jeder selber wissen muss. Bauchzwerg und Baby sagt eben jeder. Ich meine, was soll man sonst sagen, wenn man schon einen Namen hat. Da bleibt ja nicht mehr viel übrig.

» nordseekrabbe » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


nordseekrabbe hat geschrieben:Ich meine, was soll man sonst sagen, wenn man schon einen Namen hat. Da bleibt ja nicht mehr viel übrig.

Ich habe meine Kinder in der vierten Schwangerschaftswoche zum ersten Mal gesehen. Wobei das natürlich übertrieben ist, denn zu dem Zeitpunkt erkennt man nur die Fruchthöhle.

Folglich hießen die Kinder bis zu ihrer Geburt Pünktchen oder Zwerg. Wirklich gut erkennt man das Geschlecht so um die 20. Woche, da hätte ich ja drei Monate immer einen männlichen und einen weiblichen Namen nutzen müssen. Das wäre nun auch irgendwie doof. Und wenn das Kind im Bauch schon drei Monate Pünktchen heißt, dann ändert man die Bezeichnung auch nicht mehr.

» cooper75 » Beiträge: 11979 » Talkpoints: 593,66 » Auszeichnung für 11000 Beiträge



Wir haben auch direkt einen Namen für unseren Sohn überlegt, als mein Mann und ich herausgefunden haben, dass ich schwanger bin. Wir haben dann Namen für beide Geschlechter durchgesprochen und uns war dann ziemlich klar, welcher Name es sein würde, als uns gesagt wurde, dass es ein Junge wird.

Wir planen auch in nächster Zeit ein zweites Kind zu bekommen und selbst für dieses haben wir schon einen Namen. Ich finde es sogar sehr wichtig, dem Baby schon einen Namen zu geben, wenn die ersten drei Monate Schwangerschaft hinter einem liegen, weil man ja schon früh eine Beziehung zu dem Kind aufbaut.

Auch wenn ich den Namen erst später meiner Familie und meinen Freunden mitgeteilt habe, habe ich, wenn ich mit meinem Mann über unseren kleinen Wurm gesprochen habe, immer seinen Namen benutzt, auch um mich selbst daran zu gewöhnen.

» Aguti » Beiträge: 963 » Talkpoints: 1,93 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Aguti hat geschrieben:Ich finde es sogar sehr wichtig, dem Baby schon einen Namen zu geben, wenn die ersten drei Monate Schwangerschaft hinter einem liegen, weil man ja schon früh eine Beziehung zu dem Kind aufbaut.

Wie funktioniert das denn? In der 12. Woche haben beide Geschlechter unten herum eine Ausbuchtung. Man kann das Geschlecht nur anhand des Winkels vermuten. Was ist, wenn aus Ihr ein Er wird? Oder wenn er seinen Anhang später immer gut versteckt hat?

» cooper75 » Beiträge: 11979 » Talkpoints: 593,66 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Bei einer Bekannten wurde ihr bei ihrer dritten Schwangerschaft ebenfalls ab der 12. Woche gesagt, dass es ein Mädchen wird. Diese Aussage wurde erst in der 34. Woche korrigiert, da man vorher nichts mehr gesehen hat da alles verdeckt war. Dort wurde das Kind ebenfalls mit dem Namen angesprochen welches es hinterher haben sollte, passt dann aber auch nicht mehr von hier auf jetzt. Sie war dann ganz fuchtig und meinte ebenfalls, dass sie ihrem Kind damit bereits einen psychischen Schaden ausgesetzt hat indem sie den Bub mit einem Mädchennamen angesprochen hatte.

Meine Schwangerschaft habe ich nicht von Anfang an bemerkt sondern erst später bzw. mein Partner hat das. Das Geschlecht hätte man da schon erkennen können, wenn es denn gesehen und gezeigt worden wäre. Ich war damit bis zur 32. Woche komplett im ungewissen was es wird und somit hätte ich ebenfalls zwei Namen verwenden müssen und ein Name stand auch noch gar nicht fest. Es gab eine Auswahl aber die Entscheidung fiel erst nach der Geburt, denn erst da sieht man ob das auch zum Kind passt oder nicht. Vorher war das einfach nur "das da" oder "es". Bauchzwerg finde ich eine blöde Bezeichnung und habe diese nicht verwendet.

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» Sorae » Beiträge: 19473 » Talkpoints: 10,53 » Auszeichnung für 19000 Beiträge


Bauchzwerg geht ja mal als Bezeichnung für ein ungeborenes Baby so gar nicht. Das wäre uns niemals in den Sinn gekommen. Wir wussten seit der 24. Schwangerschaftswoche, dass wir ein Mädchen erwarten. Seitdem suchte ich nach einem Namen. Und irgendwann stand dieser fest. Und wenn der Papa am Wochenende von der Arbeit nach Hause kam, nannte er unser Kind schon immer beim Namen.

Das war eine schöne und intime Angelegenheit in der Zweisamkeit. Es hätte natürlich auch sein können, dass man sich erst sehr spät auf einen Namen einigen könnte. Aber das war eh nicht so mein Ding, langes Zaudern und Zögern. Ich hatte mich entschieden, der Name wurde für gut befunden und das war es dann auch schon. Auf jeden Fall hatte das Ungeborene nun seinen Namen und bei dem blieb es dann auch.

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» Quasselfee » Beiträge: 2110 » Talkpoints: 20,07 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Da mir die Muttertier-Enzyme komplett fehlen, muss ich immer einen Brechreiz unterdrücken, wenn ein ungeborenes Kind mit süßlichen Bezeichnungen bedacht wird. Bauchzwerg finde ich ganz übel, aber auch andere Bezeichnungen aus Flora, Fauna und Technik von Krümelchen über Erdnuss und Gummibärchen bis hin zu Zaubermaus und Knöpfchen - kennt ihr das Gefühl, wenn hinten in der Kehle so die bittere Galle hochsteigt und man sich die Fingernägel ins Fleisch bohren muss, damit die Gesichtszüge nicht entgleisen, während jemand stolz von seinem "Würmchen" erzählt?

Und nach der Geburt geht es ja anscheinend nahtlos weiter - ich bin vor kurzem in einen Strudel aus Mamablogs gefallen. Dass man die Kinder nicht beim Klarnamen nennt, leuchtet mir ja ein, aber Mausemaus, Herzenskind, der Floh, der Frosch, der Räuber, die Zwillbubus - da brauche ich erst mal einen Doppelten. Selbst die Mechanik rund ums Fortpflanzen bekommt ganz neue Bezeichnungen: Papabär, man "herzelt", aus Hebamme wird "Hebi", das "Bauchi" wird zur "Knutschkugel", und was MuMu, RüBi, Tempi und Ovu sind, ist leider auch klar, wenn man selber das entsprechende Modell fährt.

Bei meinen Nichten hieß es immer: das Baby, die Schwangerschaft, der Kaiserschnitt und jetzt haben sie Namen, die auch verwendet werden. Schließlich sind es Menschen, keine Quietschtiere. Ich kann zwar verstehen, dass kaum jemand vom "Fötus" redet und dass die unmittelbar Beteiligten emotional näher dran sind als eine gelangweilte Außenstehende, aber ich finde generell, dass es eine nützliche Fähigkeit darstellt, zu überlegen, wie man mit wem über welche Themen referiert.

» Gerbera » Beiträge: 9340 » Talkpoints: 0,64 » Auszeichnung für 9000 Beiträge


Ich habe als ich das Geschlecht noch nicht wusste immer Baby gesagt. Ich finde Bauchzwerg klingt irgendwie richtig schlimm und es ist nun mal ein Baby. Als ich das Geschlecht dann wusste und in beiden Fällen hat man es wirklich sehr gut erkennen können, habe ich das Baby im Bauch auch mit Namen angesprochen und ab einem gewissen Zeitpunkt dann auch mit anderen Leuten nicht mehr über das Baby gesprochen, sondern den Namen verwendet. Allerdings habe ich den Namen nicht gleich bekannt gegeben, sondern in beiden Fällen erst zu Weihnachten, weil ich das einfach schön gefunden habe.

Meiner Meinung nach kann das aber gerne jeder so handhaben wie er will. Mein bester Freund nennt sein Baby momentan, kleine Erdnuss, weil es auf dem Ultraschallbild eben so aussah und wer das so mag soll es doch so machen.

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» Ramones » Beiträge: 43635 » Talkpoints: 5,34 » Auszeichnung für 43000 Beiträge


Ich habe schon von sehr vielen gehört, dass sie die Babys im Bauch mit irgendwelchen Kosenamen benennen. „Erdnuss“ finde ich da ja sogar echt niedlich, aber habe ich glaube ich jetzt aus dem stehgreif noch nie gehört. Ich finde es auch irgendwo schon normal, dass dies von werdenden Müttern immer getan wird oder sehr häufig.

Bei der Namensgebung ist es ja nicht selten so, dass man erst einmal entscheiden muss, welchen Namen man möchte und natürlich auch wissen muss, welches Geschlecht hier kommt. Deswegen verwundert mich es nicht, wenn dann gesagt wird, dass die kleine „Erdnuss“ oder das „Mäuschen“ und „Zwerg“ gerade tritt etc. Ich finde das irgendwie normal.

Ich weiß nicht, welche Gründe dafür sprechen, es zu tun oder welche Gründe es dafür haben kann. Ich kann mir aber vorstellen, dass man damit einfach eine Bindung nochmals aufbaut statt ständig Baby zu sagen. Ist ja auch irgendwie so unpersönlich. Allerdings ist das jetzt nur eine mögliche Meinung und sicherlich nichts, was man belegen kann.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 5594 » Talkpoints: 0,12 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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