Autofahrten als Entspannung oder Anstrengung betrachten?

vom 25.09.2021, 11:53 Uhr

Ich selbst bin bei einer Zeitarbeitsfirma (gewesen) und dementsprechend auch in einem langen Zeitraum sehr viel Auto gefahren und war in ganz Deutschland unterwegs. Dabei sind dann auch gerne mal Strecken von 900 Kilometer dabei gewesen, die ich an einem Tag gefahren bin und ein paar Tage später wieder zurück gefahren, je nachdem, wo der nächste Einsatz war. Dabei hat mich das Autofahren immer entspannt und ich konnte währenddessen abschalten und mich zu meiner Lieblingsmusik entspannen oder ein Hörbuch genießen.

Jedoch kenne ich auch genug Leute, für die das Autofahren Stress pur ist und extrem anstrengend. Sowohl mein Expartner als auch meine Mutter empfinden Autobahnfahrten als extrem anstrengend, vor allem dann, wenn sie selbst fahren müssen. Sie sind sich dabei beide extrem unsicher und haben Angst, dass sie einen Fehler machen, weshalb es natürlich einen gewissen Druck auf sie ausübt.

Wie ist es bei euch? Empfindet ihr Autofahrten als Entspannung oder als Anstrengung? Macht es für euch dabei einen Unterschied, ob ihr in der Stadt, auf der Landstraße oder der Autobahn seid?

» Hufeisen » Beiträge: 5860 » Talkpoints: 5,83 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Also mir macht Autofahren grundsätzlich Spaß, vor allem seitdem ich meinen neuen Ford Ecosport habe. Ich suche mir seitdem fürs Wochenende auch mal Ausflugsziele aus, für die ich einfache Fahrtstrecke zwei Stunden unterwegs bin.

Im Allgemeinen bin ich allerdings niemand der lange Fahrtstrecken aus privaten oder beruflichen Gründen zurücklegen muss. Also Fahrtzeiten zwischen zwei und drei Stunden sind eigentlich das Maximum und in denen empfinde ich das Fahren tatsächlich in den meisten Fällen als Entspannung. Ich höre auch sehr gerne Musik nebenbei, bin zwar immer aufmerksam, aber innerlich total relaxt. Zeitdruck beim Fahren habe ich nämlich sowieso nie.

Am nervigsten und anstrengendsten finde ich tatsächlich den Stadtverkehr in denen es nun mal nicht ungewöhnlich ist ständig anhalten zu müssen. Lange Staus auf Autobahnen bzw. Baustellen empfinde ich folglich dann auch hin und wieder mal als anstrengend. Ansonsten ist die Autobahn aber wirklich mein liebstes Pflaster, besonders wenn sie relativ frei ist. Dann fahre ich schon gerne auch mal konstant zwischen 160 und 180, wenn es die Strecke zulässt. Und ich finde auch nicht, dass man da viel falsch machen kann. Ich bin definitiv kein ständiger Mittel- bzw. Linksspurfahrer und komme damit auch gut zurecht. Auch Autobahnkreuze bereiten mir jetzt keinen Stress. Und ansonsten fällt mir jetzt nichts ein, was eine Autobahn zum Problem/Stressfaktor machen könnte.

» EngelmitHerz » Beiträge: 2690 » Talkpoints: 32,03 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Ich persönlich erlebe Autofahren meistens als anstrengend und stressig, weswegen ich normalerweise lieber mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin. Autofahren stresst mich sogar, wenn ich nur als Beifahrer mitfahre, weil ständig irgendwelche unvorhergesehenen und potenziell gefährlichen Vorfälle geschehen: riskante Überholmanöver in unübersichtlichen Kurven, dichtes Hinten-Auffahren und Drängeln, überhöhte Geschwindigkeit vieler Verkehrsteilnehmer, knappes Einfahren aus Seitenstraßen oder Hauseinfahrten, hektisch dröhnende Motorradgruppen mit Überholdrang, und so weiter.

Damit mir das Autofahren auch nur einigermaßen Spaß machen könnte, müsste der Verkehrsfluss deutlich gleichmäßiger und entspannter sein (geringeres Durchschnittstempo, Überholen nur an wirklich übersichtlichen Stellen, kein Drängeln und kein Rasen, defensive Fahrweise der meisten Verkehrsteilnehmer). Solange das nicht der Fall ist, bleibe ich dem Autoverkehr lieber fern und entspanne mich lieber in der Bahn, wo ich meine Bücher lesen oder auf die vorbeiziehende Landschaft blicken kann.

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» lascar » Beiträge: 3346 » Talkpoints: 614,84 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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