Aufhebung der Quarantänepflicht für Corona-Infizierte

vom 05.04.2022, 13:42 Uhr

Punktedieb, die Grippeimpfung enthält Grippeviren. Das SARS-Coronavirus ist kein Grippevirus. Sars ist kein Covid und das alles ist keine Grippe. Das sind unterschiedliche Auslöser. Nur weil alles Viren sind, kann man die nicht in einen Topf werfen.

Und was ist bitte "die Grippeimpfung" 2020? Es gab sieben verschiedene, die durch verschiedene Techniken hergestellt worden sind. Drin waren in der Saison jedenfalls zwei Influenza A und zwei B Typen. Von Sars seit und breit keine Spur. Warum auch? Es war eine Grippeimpfung und keine Corona Impfung.

Du möchtest wahrscheinlich darauf hinaus, dass Menschen mit einer Grippeimpfung nach einer Studie der Universität Michigan seltener an Covid-19 erkranken und es zu weniger schweren Verläufen kommt. Das liegt aber nur an der allgemeinen Aktivierung des Immunsystems durch die Impfung. Das reagiert einfach schneller auf alles, weil es in Alarmbereitschaft versetzt wurde. Coronaviren wiedererkennen kann es nicht, weil die Impfung keine enthält.

» cooper75 » Beiträge: 12522 » Talkpoints: 333,22 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



Ich kenne nur die Studien aus Großbritannien wo ein Zusammenhang zwischen Ursprungssars und Nichterkrankung an Covid entdeckt wurde. Dazu gibt es mittlerweile zwei Studien, allerdings mit jeweils recht wenig Probanden. Aber eine Grundlage ist für diese These geschaffen. Ob sich das bei weiteren Studien bewahrheitet oder nicht, wird die Zeit zeigen. Genauso wie man eine erste Studie aus Frankreich hat, wo man einen Zusammenhang zwischen Infektion und Blutgruppen untersucht hat. Auch da muss man abwarten, ob weitere Studien das Ergebnis untermauern.

Und trotz dass jetzt wieder bekannt wurde, dass man nach einer Erkrankung mit Omikron keinen dauerhaften Schutz hat, bedeutet das nicht, dass man weiterhin mit Zwangsmaßnahmen agieren muss. Die Verläufe sind in den meisten Fällen harmlos und da passt wieder der Vergleich zur Grippe. Auch da sind die meisten Erkrankungen zu Hause auskurierbar und vergleichsweise wenige Menschen müssen damit ins Krankenhaus.

Aber wenn man weiterhin mit Maßnahmen agieren würde, wer soll das auf lange Sicht noch verantworten? Das ginge bei kaputten Existenzen los und würde bei einer Generation Kinder aufhören, die in Sachen Bildung mehr oder weniger an die Wand gefahren wurde. Immerhin gibt es nach zwei Jahren Maßnahmen mit zwei längeren Phasen Homeschooling genug Kinder, die schon nicht mehr mitkommen.

» Punktedieb » Beiträge: 17176 » Talkpoints: 64,33 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


Punktedieb hat geschrieben:Ich kenne nur die Studien aus Großbritannien wo ein Zusammenhang zwischen Ursprungssars und Nichterkrankung an Covid entdeckt wurde.

Aber hast du nicht eben noch geschrieben, man hätte 2020 gegen den Grippe unter anderem mit SARS-Erregern geimpft und jetzt kennst du dann doch nur die Studie aus Großbritannien? Also ich weiß natürlich auch nicht alles, aber das man mit SARS-Stämmen gegen die Grippe geimpft hätte, wäre mir allerdings auch recht neu. Da wäre ich schon an einer Quelle interessiert und die müsstest du ja bringen können, wenn du so eine Behauptung aufstellst.

Auch finde ich sollten wir bei unserer Meckerei auch endlich mal anfangen nicht immer nur herum zu poltern und eine Stammtischparole nach der anderen heraus hauen. Natürlich weiß ich auch, dass wir derzeit einen Bundesgesundheitsminister haben, der oftmals weit über das Ziel hinaus schießt und jetzt schon wieder vor Killervarianten warnt.

Aber bleiben wir doch mal bei den Fakten. Welche Einschränkungen haben wir denn noch, wenn wir darüber meckern, dass wir mal wieder zur Normalität zurückkommen müssen? Wenn ich mal vom Krankenhaus absehe, gibt es doch praktisch keine Einschränkungen mehr. Ich brauche keine Impfungen, keine Masken, keine Tests und kann hingehen wo ich hin will.

Lediglich im Nahverkehr muss ich noch eine Maske aufsetzen und bei meiner Arbeit im Krankenhaus muss ich mich regelmäßig testen und Maske tragen. Ok da greift noch die Einrichtungsbezogene Impfpflicht. Aber das betrifft ja nur einen Bruchteil der Bevölkerung. Und wenn mal hin und wieder einer für eine Woche in Quarantäne muss, bricht dadurch ja auch kaum eine Existenz zusammen.

Ich denke da sollten wir mal alle einen Gang herunter schalten und erkennen, dass doch sehr viele Einschränkungen bereits aufgehoben sind und wir doch ziemlich normal leben können. Und hin und wieder am Tag eine Maske tragen, sollte doch nun für kaum jemanden ein echtes Problem sein.

» Klehmchen » Beiträge: 5323 » Talkpoints: 943,46 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



@Klehmchen: Ich hatte damals was bei einer Diskussionen bei Facebook gelesen, wo das von jemanden in den Kommentaren geschrieben wurde. Da gab es damals auch einen Link, der das untermauerte. Gespeichert hatte ich mir das aber nicht. War aber damals im Zusammenhang zu Jens Spahn, der die Grippeschutzimpfung 2020 kurz vorher hatte und dann positiv getestet worden war. Es muss da wohl mehrere Fälle gegeben haben, wo dann aber der PCR-Test negativ blieb. Eventuell wurde der Impfstoff dann auch vom Markt genommen. Ich habe mich nicht weiter damit befasst damals.

Und im Zusammenhang mit dem Ursprungsvirus aus der Familie Sars wird ja immer auch von Erkältungen geschrieben. Nur dass das damals eben niemand weiter untersucht hat, welches Virus man sich da eingefangen hat. Allerdings forscht man da eben zum Zusammenhang Infektion mit dem Ursprungssars und Immunität zu Covid. Muss ja einen Grund haben, wenn man sich nicht ansteckt, obwohl man da ausreichend gut Kontakt hatte.

Genauso wie eben in Frankreich geforscht wird, ob die Blutgruppe eine Rolle spielt, ob man Corona bekommt oder nicht. Es gibt also aktuell mehrere Ansätze, um überhaupt erst mal zu wissen, warum sich manche Menschen nicht anstecken.

Aber wahrscheinlich müssen wir uns da keine Gedanken machen, da ja der Herr Lauterbach jetzt schon weiß, dass wir im Herbst ein Killervirus haben werden. Klingt ja fast danach, als wenn dann die Menschheit im Herbst/Winter 2022/2023 aussterben wird.

» Punktedieb » Beiträge: 17176 » Talkpoints: 64,33 » Auszeichnung für 17000 Beiträge



Punktedieb hat geschrieben:Und im Zusammenhang mit dem Ursprungsvirus aus der Familie Sars wird ja immer auch von Erkältungen geschrieben. Nur dass das damals eben niemand weiter untersucht hat, welches Virus man sich da eingefangen hat. Allerdings forscht man da eben zum Zusammenhang Infektion mit dem Ursprungssars und Immunität zu Covid. Muss ja einen Grund haben, wenn man sich nicht ansteckt, obwohl man da ausreichend gut Kontakt hatte.

Genauso wie eben in Frankreich geforscht wird, ob die Blutgruppe eine Rolle spielt, ob man Corona bekommt oder nicht. Es gibt also aktuell mehrere Ansätze, um überhaupt erst mal zu wissen, warum sich manche Menschen nicht anstecken.

Und solche Forschungen sind eben deswegen so wichtig und gut und das unterstütze ich uneingeschränkt. Man muss aber eben auch immer bereit dazu sein auch am Ende sagen zu können, ok haben sie erforscht und haben festgestellt, dass es keine Rolle spielt. Auch so etwas kann ja heraus kommen.

Genauso wie natürlich von der Grundidee her völlig nachvollziehbar ist, dass eine frühere SARS-Infektion vor einer Covid-Infektion schützen könnte, da es sich ja grundsätzlich um die gleiche Virusfamilie handelt und so viele Ähnlichkeiten bestehen könnten, dass der Körper bei einer Covidinfektion einfach aus dem SARS-Gedächtnis heraus anfängt Antikörper zu bilden, welche dagegen helfen. Kann aber auch am Ende Zufall sein, weil sich die Viren vielleicht doch zu sehr unterscheiden. Nur ist es eben so, dass SARS in Deutschland sich einfach bei den früheren Wellen kaum verbreitet hat. Die waren ja weltweit nur relativ überschaubar, weil die Menschen ja doch frühzeitiger krank wurden und es eben deutlich weniger Übertragungen gab von Menschen, die zwar schon infektiös waren aber eben nicht krank. Das war ja bei Covid zu Beginn genau anders herum.

Und das ärgert mich dann einfach, wenn eben sich solche Behauptungen so rumsprechen, dass sie für viele zum Fakt werden oder eben irgendwelche Forschungen, die gerade erst begonnen haben auch gleich wieder als unumstößliche Wahrheit verbreitet werden und nachher gibt es dann Geschrei, warum man ein paar Wochen später nichts mehr von der These wissen will.

Nichts desto trotz bin auch ich wirklich froh, dass wir mehr und mehr zu einer gewissen Normalität zurück kehren und die Maßnahmen mittlerweile überschaubar sind und hoffe, dass wir im Herbst nicht wieder von vorne anfangen. Und da hilft es dann aber leider auch nicht, wenn als Kontrastprogramm zum Leugner ein Bundesgesundheitsminister als Panikmacher auftritt. Damit wird man auch keinen Skeptiker mehr überzeugen können und die Fronten wohl nur noch weiter verhärten.

» Klehmchen » Beiträge: 5323 » Talkpoints: 943,46 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Die britische Studie basiert ja darauf, weil beim Pflegepersonal, welches ständig auf der Corona Station Dienst hatten, aber sich eben nicht angesteckt haben. Bei der ersten Studie wurde wohl bei allen Mitarbeitern im Land Blutproben untersucht. Die zweite Studie dazu hat man mit Probanden gemacht, welche bisher kein Corona hatten und diese wurden gezielt infiziert. Bisher wurde das aber nur in Großbritannien untersucht. Da sollten andere Länder mitziehen, damit man wirklich große Datenmengen vergleichen kann.

Und was den Herrn Lauterbach angeht. Die Aussage zu den Killerviren im Herbst wird ja nun von allen Seiten mehr als belächelt. Klar, das Virus verändert sich. Manchen andere Viren ja auch. Aber man sieht ja schon am Omikron und seinen Subtypen, dass sie wesentlich harmloser unterwegs sind, als noch Delta.

» Punktedieb » Beiträge: 17176 » Talkpoints: 64,33 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


Punktedieb hat geschrieben:Da sollten andere Länder mitziehen, damit man wirklich große Datenmengen vergleichen kann.

Das wäre rein wissenschaftlich natürlich wünschenswert. Aber ethisch ist so etwas mehr als fragwürdig. Du infizierst da mit voller Absicht kerngesunde Menschen mit einem Virus bei dem du nicht weißt, was es am Ende anrichtet und wofür es nur mehr oder minder gute Therapien gibt. Und dafür nutzt du es aus, dass ein Großteil der Probanden einfach auf das Geld aus ist, was es für solche Studien gibt.

Ich meine Beobachtungsstudien wie beim Krankenhauspersonal sind das eine. Da machst du ja keine Intervention. Den nimmt man Blut ab, lässt sie unter Vollschutz arbeiten und schaut dann ob es möglicherweise auch noch andere Gründe geben kann, warum sich einige trotzdem schnell anstecken und andere praktisch immun sind.

Aber die andere Studie war ja so, dass man dort gesunde Menschen genommen hat und diese mit purer Absicht mit Covid infiziert hat. Und solche Studien werden dann für jeden Probanden mit mehrere Tausend Euro (oder eben Pfund) bezahlt, damit man dafür Probanden findet. Nur hast du von dem Geld nichts, wenn du dann unerwartet völlig unnötig einen schweren Verlauf bekommst.

Aber man sieht ja schon am Omikron und seinen Subtypen, dass sie wesentlich harmloser unterwegs sind, als noch Delta.

Naja auch das muss man relativieren und in der Summe sehen. Ja für sich allein ist Omikron harmloser und führt zu mehr milden Verläufen als Delta und Alpha. Aber dafür ist es eben auch deutlich ansteckender. Das sieht man ja schon allein daran, dass auch viele Geimpfte und Geboosterte sich mit Omikron anstecken können und es eben auch Leute gibt, die schon Alpha oder Delta hatten und trotzdem eine Infektion mit Omikron bekommen. Und dadurch gibt es dann eben doch wieder Probleme, wenn das Virus nur noch halb so "tödlich" ist, dafür aber doppelt so viele Menschen sich anstecken.

Dann kommt in der Summe auch wieder das Gleiche heraus. Deswegen bin ich auch immer sehr zurückhaltend damit von harmlos zu sprechen. Die Arbeit die die Krankenhäuser haben, ist ja durch Omikron nicht weniger geworden, nur hast du halt jetzt mehr Arbeit auf den peripheren Stationen und nicht ganz so viel auf den Intensivstationen mit Covid, da die Verläufe eben milder sind, aber die Menge immer noch ähnlich hoch ist. Wirklich besser ist das auch nicht.

» Klehmchen » Beiträge: 5323 » Talkpoints: 943,46 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Was die Studien angeht, so würde es doch reichen, wenn man die Blutproben des Krankenhauspersonals untersucht, welche sich eben trotz intensiven Kontakts nicht angesteckt haben. Das global unter die Lupe genommen, sollte doch ausreichend Material bringen, um wirklich eine fundierte Aussage treffen zu können.

Und was die Krankenhausbelegung angeht, da widerspreche ich dir. Diese ist weitaus geringer, als vor Omikron, weil vergleichsweise wenige Menschen überhaupt im Krankenhaus deswegen behandelt werden müssen. Wobei ja mittlerweile auch bekannt ist, dass einmal Omikron haben nicht ausreichend schützt. Man kann sich immer wieder damit anstecken.

» Punktedieb » Beiträge: 17176 » Talkpoints: 64,33 » Auszeichnung für 17000 Beiträge


Punktedieb hat geschrieben:Und was die Krankenhausbelegung angeht, da widerspreche ich dir. Diese ist weitaus geringer, als vor Omikron, weil vergleichsweise wenige Menschen überhaupt im Krankenhaus deswegen behandelt werden müssen.

Keine Ahnung ob ich da in einem gallischen Dorf arbeite. Aber hier in der Gegend hatte und hat kein Krankenhaus wirklich weniger Covid-Patienten. Was wir wirklich weniger haben, sind Intensivpatienten mit Covid und Patienten mit schweren Verläufen. Das stimmt uneingeschränkt. Und das kenne ich so von allen Krankenhäuser hier in der Gegend.

Aber am Ende spielt das ja keine Rolle ob ein Patient jetzt einen milden oder nicht ganz so milden Verlauf hat und ob er nun wegen Covid kommt oder nur zufällig nebenbei Covid hat. Isoliert werden muss der trotzdem, in Vollschutz gearbeitet werden muss trotzdem. Und dann machen am Ende eben 20 milde Verläufe auch nicht weniger Arbeit als 20 schwere Verläufe auf einer Normalstation.

Und was man eben nie vergessen darf, es geht ja nicht nur um Covid. Auf den Isolierstationen liegen ja auch Verdachtsfälle, die am Ende kein Covid haben oder auch Patienten die in der Zwischenzeit genesen sind und noch da liegen, weil sie nicht jeden Tag getestet werden sondern je nach Krankenhaus nur alle 2,3 oder 4 Tage. Und mehr Personal hat man deswegen trotzdem nicht. Und da kommt eben die Krux. Jedes mal wenn sich eine Pflegekraft oder ein Arzt seinen Vollschutz anzieht, geht Zeit flöten, die man am Patienten verbringen könnte.

Mach das mal zehn oder zwanzig mal in einer Schicht, dann biste eine halbe Stunde bis Stunde nur mit an- und ausziehen beschäftigt. Genauso kommt dazu, dass es ja Studien gibt, dass nach Patienten auf Isolierstationen seltener geschaut wird als auf Nicht-Isolierstationen. Ganz einfach, man überlegt es sich halt zweimal ob man sich jetzt wieder komplett umzieht, nur um mal kurz reinzuschauen ob alles in Ordnung ist.

Also in den offiziellen Statistiken mag es vielleicht wirklich so sein, dass weniger Patienten in den Krankenhäusern liegen. Ich guck da schon eine Weile nicht mehr regelmäßig rein, weil sich für mich persönlich wenig geändert hat. Außer dass es durch Omikron und seine Subtypen nur noch schwerer geworden ist, Patienten herauszufischen, welche das Virus in sich tragen. Wir schieben da nach 1-2 Tagen wenn das PCR-Ergebnis nach stationären Aufnahme kommt regelmäßig Patienten um, die negative Schnellteste hatten oder keinerlei Symptome gezeigt haben und deswegen im nicht infektiösen Bereich gelegen haben.

» Klehmchen » Beiträge: 5323 » Talkpoints: 943,46 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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