Andenken von bekannten Kriminellen kaufen?

vom 15.03.2019, 15:23 Uhr

Ich sehe mir gerade einen amerikanischen Krimi an. Dort geht es um den Mord an einem Verkäufer von Gegenständen, die bekannten Verbrechern gehört haben. Diese Geschichte ist fiktiv. Aber würdet ihr solche Andenken kaufen? Von welchem Verbrecher würdet ihr etwas kaufen? Habt ihr schon mal von solchen Geschäften gehört?

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» Juri1877 » Beiträge: 6695 » Talkpoints: 40,47 » Auszeichnung für 6000 Beiträge


Irgendwie ist das schon interessant, aber letztendlich würde ich so etwas nicht machen. Immerhin würde man dann die Person noch unterstützen und das will ich ja nicht. An sich wäre es aber sicherlich spannend einen persönlichen Gegenstand einer solchen Person zu haben, beispielsweise ein Tagebuch. Das würde ich aus psychologischen Gründen spannend finden. Wobei ich nun aber auch keinen bestimmten Verbrecher im Kopf habe, da gibt es viel zu viele und ich bin nun kein Fan solcher Menschen.

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» Ramones » Beiträge: 40816 » Talkpoints: 28,85 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Ich kann mir schon vorstellen, dass von bekannten Kriminellen auch noch Dinge im Umlauf sind, die man eventuell kaufen könnte. Allerdings muss ich sagen, dass ich das nicht kaufen würde. Es mag sein, dass es einige Menschen gibt, die das toll finden und so etwas dann auch gerne kaufen, aber ich fände den Gedanken nicht so toll, dass das Teil vorher einem Kriminellen gehört hat.

» Barbara Ann » Beiträge: 28238 » Talkpoints: 35,22 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Gehört habe ich davon explizit noch nicht, aber ich könnte mir auch in der Realität vorstellen, dass es einen solchen Personenkult bezüglich sehr bekannter Täter gibt. Es gibt Menschen, die sicher Freude an so einer abseitigen, morbiden Sammlung haben. Ich persönlich hätte das nicht und finde das auch irgendwie pervers und krank und würde auch nicht aus irgendwelchen angeblich psychologisch motivierten Gründen die Aufzeichnungen eines Ted Bundys oder Jeffrey Dahmers besitzen wollen.

Überhaupt ist das ja im True Crime Bereich so eine Sache, die mich irritiert. Die Täter erlangen eine Popularität, die zweifelhaft ist, während die Opfer vergessen werden. Das ist auch der Grund, warum ich gerade keine Lust habe, die Ted Bundy Tapes auf Netflix zu sehen, weil ich diesem schwafelnden Spinner gar nichts von meiner Lebenszeit widmen möchte.

Abgesehen davon glaube ich, dass es gar nicht so einfach sein dürfte, an echte Gegenstände aus dem Besitz eines bekannten Kriminellen zu kommen. So etwas wie ein Echtheitszertifikat dürfte es wohl kaum geben und Dinge, die für die Verbrechen wirklich relevant waren, liegen in diversen Asservatenkammern oder sind Exponate in einem Kriminalmuseum.

» Verbena » Beiträge: 4040 » Talkpoints: 0,82 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


In den USA gibt es tatsächlich solche Auktionen. Sachen von Al Capone haben Werte von über 100.000 Euro erreicht. Hier in Deutschland geht es eher um Andenken an Kriegsverbrecher, weshalb das Geschäft noch umstrittener ist. Ich hätte nichts dagegen, wenn beides verboten würde.

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» Juri1877 » Beiträge: 6695 » Talkpoints: 40,47 » Auszeichnung für 6000 Beiträge


Wundert mich nicht wirklich, dass es so etwas gibt. In den sozialen Medien findet man genug Leute, die sich nicht für "true crime" interessieren weil sie eben Krimi Fans sind und reale Fälle auch spannend finden sondern weil sie für die Täter schwärmen. Da könnte man meinen es handelt sich um Mitglieder von Boybands und nicht um Typen, die dutzende Mitschüler erschossen haben. Muss man nicht verstehen.

Davon abgesehen verstehe ich den Sinn und Zweck von Andenken aber generell nicht. Vom Wiederverkaufswert mal abgesehen würde ich auch keine Gitarre von John Lennon und auch keinen Brief von William Shakespeare haben wollen.

Ramones hat geschrieben:An sich wäre es aber sicherlich spannend einen persönlichen Gegenstand einer solchen Person zu haben, beispielsweise ein Tagebuch. Das würde ich aus psychologischen Gründen spannend finden.

Was für psychologische Gründe? Redest du da von deiner eigenen Psyche? Du bist ja nun keine Psychologin, von daher könntest du mit Tagebuchaufzeichnungen doch gar nicht professionell umgehen und höchsten irgendwas küchenpsychologisch hinein interpretieren. Meinst du nicht es macht Sinn so etwas den Leuten zu überlassen, die die entsprechende Ausbildung genossen haben?

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» Cloudy24 » Beiträge: 24155 » Talkpoints: 141,95 » Auszeichnung für 24000 Beiträge


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