Am Hotelbuffet kaum landestypische Speisen vorfinden?

vom 12.06.2018, 22:30 Uhr

Ich war nun auf einer griechischen Insel im Urlaub, wobei wir da auch Vollpension im Hotel genutzt haben. Das Essen war gut, aber es gab eben das Übliche, was man auch sonst so von Hotelbuffets kennt. An wirklich griechischen Speisen gab es nur einige wenige Male Tzatziki und Oliven, wobei es das aber auch schon war.

Schlimm finde ich das nun nicht, dass es nicht mehr griechische Speisen und Hauptspeisen gab. Ich ernähre mich ohnehin vegetarisch, wobei die griechische Küche ja nicht so vegetarierfreundlich ist, zumindest was die Hauptspeisen angeht. Ansonsten gab es in der Umgebung noch unzählige Tavernen, wo wir auch mal wirklich griechisch gegessen haben. Findet ihr es schade, wenn Hotelbuffets kaum landestypische Speisen anbieten?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 32207 » Talkpoints: 103,61 » Auszeichnung für 32000 Beiträge



Ich buche selber nie Vollpension und kenne das nur noch von ein paar Urlauben aus meiner Kindheit. Beispielsweise war ich mal mit meinen Eltern in einem Ferienresort in der Türkei, wo es zu jedem Frühstück und Abendessen ein riesiges Buffet gab. Beim Frühstück waren zwar meistens die Standards wie Brötchen, Aufschnitt, Marmeladen und kleine süße Backwaren vorhanden und somit nichts, was nun direkt türkisch angemutet hätte.

Allerdings hat das Abendbuffet schon recht viele landestypische Speisen von Appetizern bis hin zu Desserts angeboten. Es gab zwar auch einige allgemeine Gerichte wie Salate, gebratenes Fleisch und simple Beilagen, aber der Großteil der Speisen hatte schon irgendeinen regionalen Bezug.

Ich muss sagen, dass ich das eigentlich auch erwarte, wenn ich schon eine weite Reise auf mich nehme und ein gutes Hotel buche. Für mich gehört die kulinarische Seite einer Reise fest zum Pflichtprogramm, und ich möchte nicht Abend für Abend Spaghetti mit Tomatensoße, Bratwurst mit Pommes oder Schnitzel und Bratkartoffeln essen, wenn ich in Griechenland, Russland oder China unterwegs bin.

Aus diesem Grund verzichte ich auch meist auf All-inclusive-Urlaube und organisiere mir Mittag- und Abendessen lieber selbst und flexibel, sodass ich verschiedene Etablissements, Standards und Stilrichtungen der heimischen Küche durchtesten kann. Es kommt zwar durchaus auch bei dieser Art der Reise mal vor, dass man in Frankreich ist und eine Sushi-Bar besucht, aber das sind eben begründete Ausnahmen. Normalerweise versuche ich, doch eher lokale Spezialitäten auszusuchen.

» MaximumEntropy » Beiträge: 6798 » Talkpoints: 898,97 » Auszeichnung für 6000 Beiträge


Wenn ich einen Hotelurlaub mache, dann auch nur ganz selten mit Halb- oder Vollpension. Dann gehe ich auch lieber in ein Restaurant, auf das ich in dem Moment einfach Lust habe. Ich kenne es auch so, dass am Hotelbuffet einfach allen Gästen etwas passendes geboten werden soll, was bei der landestypischen Küche aber nicht unbedingt immer so gegeben ist. Deswegen kann ich es schon verstehen, aber ich verstehe es auch, wenn man das schade findet, weil man in dem Land eben auch typische Gerichte essen möchte.

» Barbara Ann » Beiträge: 28261 » Talkpoints: 38,16 » Auszeichnung für 28000 Beiträge



Die Hotelbuffets mit denen ich bisher konfrontiert worden bin, waren so dermaßen auf den internationalen Geschmack ausgerichtet (Pommes etc.) dass es kaum landestypische Speisen gegeben hat. Daher buche ich auch keine Hotels mehr und finde das nur noch langweilig. Ich finde es viel interessanter, in den Supermarkt im Ausland zu gehen und selbst einzukaufen und dann Unterschiede zu den heimischen Produkten feststellen zu können. Bei einem Hotel weiß man nie, wo die Waren herkommen und was alles extra importiert worden ist, weil das bei den Touristen vielleicht besser ankommt.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: -0,26 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Ich möchte mal den deutschen Touristen sehen, der sich zum Beispiel in Spanien über ein landestypisches Frühstück freuen würde. Auch die, die üblich süß frühstücken, würden wohl eher keine Freude beim Anblick eines frittierten Fettkringels verspüren. Denn viel mehr gibt es zum spanischen Frühstück nicht. Ungesund und wenig ist die Devise. Ich war in einer Ecke von Mallorca, wo sich zahlreiche englische Touristen aufhielten.

Und da gab es halt Massen von Toast, Speck, Würsten und gebratenen Kartoffeln schon zum Frühstück. Da ich Marmelade früh morgens verabscheue, sagte mir das schon zu und ich probierte von allem einen Happen. Mit dem italienischen Frühstück ist es doch genau so. Dort gibt es zum Frühstück lediglich Espresso, manchmal Cappuccino und ein Cornetto. Ein Cornetto ist ein Hörnchen mit süßer Füllung.

Ich aber hatte in Italien neben Kaffee oder Cappuccino, Brötchen, Croissants, Wurst, Käse und Eier. So darf für mich ein Tag im Urlaub starten. Ein Cornetto darf es auch mal sein aber nicht ausschließlich. Allerdings gab es das gar nicht im Hotel. Ich habe das dann auf dem Flughafen mit Espresso probiert. Das griechische Frühstück könnte eher den Gewohnheiten der deutschen Frühstücker entgegenkommen.

Es gibt Brot, Butter, Wurst, Schinken, Käse, Oliven und Früchte. So ein Frühstück hatten wir auf Kreta noch vor mehr als zwanzig Jahren genossen. Heutzutage wohl eher undenkbar, weil zu schlicht. Das türkische Frühstück dagegen ist eine ziemlich üppige Mahlzeit, sofern man dafür die Zeit aufbringen kann.

Es gibt alles was der deutsche Magen begehrt, von mild bis scharf, von süß bis herzhaft und dazu noch ganz tollen Tee. Hotels gehen kein Risiko ein, was die Verpflegung der Gäste betrifft. Das Angebot richtet sich nach dem Geschmack der breiten Masse. Und der ist eher nicht landestypisch. Wer sich kulinarisch weiterbilden möchte, sollte kleine Ausflüge unternehmen, um in gute Lokale einzukehren und somit einmal dem Massengeschmack zu entfliehen.

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» Quasselfee » Beiträge: 2110 » Talkpoints: 20,07 » Auszeichnung für 2000 Beiträge


Ich kenne durchaus Hotels, die ein internationales Frühstücksbuffet anbieten. Da bekommt man auch solche Sachen wie Reis und Nudelsuppen wenn man das möchte und die lokalen Speisen sind selbstverständlich. Aber das sind Hotels in Städten, die von Gästen aus der ganzen Welt besucht werden.

Genau das hat man in den Hotels, die üblicherweise von Pauschaltouristen gebucht werden, ja aber nicht. Ich habe schon Geschichten von Hotels im Ausland gehört, in denen fast nur deutsche Touristen waren. Natürlich bietet man dann hauptsächlich die Sachen an, die der deutsche Tourist gewöhnt ist und nachfragt. Es macht ja wirtschaftlich keinen Sinn das Buffet mit einheimischen Speisen voll zu laden, die dann liegen bleiben.

Vollpension hatte ich einmal in der Karibik. Da gab es auf dem Gelände, wo unser Ferienhaus stand, nur ein kleineres Restaurant mit lokalen Spezialitäten. Die anderen Restaurants waren offiziell "international kitchen", in der Realität aber schon ziemlich an den hauptsächlich amerikanischen Gästen orientiert. Es gab also zum Beispiel keine italienischen Gerichte sondern die amerikanische Version von italienischen Gerichten.

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» Cloudy24 » Beiträge: 24376 » Talkpoints: 40,16 » Auszeichnung für 24000 Beiträge


In den meisten Reiseländern gehört eine mehr oder weniger landestypische Küche definitiv zu der Reise dazu, wobei das natürlich auch vom jeweiligen Land abhängt. In den USA oder in Kanada gehen wir häufiger mal nichtlandestypisch essen als in Italien, Spanien oder Portugal. Deswegen buchen wir im Hotel meistens keine Verpflegung mit dazu, es sei denn, es ist bekannt, dass landestypisches Essen angeboten wird. Für mich gehört das Essen ja zu den Erlebnissen einer Reise mit dazu, und deswegen lege ich meistens schon Wert darauf, einheimische Küche zu genießen.

Auch was das Frühstück betrifft, esse ich schon gern regionaltypisch. In England gern warmes Frühstück mit Eiern und Speck, in Spanien z.B. Churros oder ein caffe con leche mit brioche in einem Café, oder in Asien auch gern ein warmes Frühstück mit Reis oder Suppe.

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» lascar » Beiträge: 2090 » Talkpoints: 433,27 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



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