Mittagsschlaf steigert die Leistungsfähigkeit

vom 22.10.2010, 08:12 Uhr

Ich lese solche und ähnliche Geschichten immer wieder, aber ich frage mich, inwieweit das überhaupt der Realität entspricht. Ich kenne nämlich kein Kind, dass sich nicht irgendwann dem Mittagsschlaf verweigert hat. Das war die freie Entscheidung der Kinder, ohne äußere Einflüsse, den Eltern wäre es in vielen Fällen wahrscheinlich sogar sehr recht gewesen, wenn die Kinder noch ein bisschen länger einen Mittagsschlag gemacht hätten. Diese Tatsache spricht für mich eindeutig gegen die Theorie vom Gehirn, dass Mittags eine Pause verlangt.

Ein weiterer Grund, der mich an dieser Studie zweifeln lässt, ist der individuelle Chronotyp. Eine Aussage wie "zwischen 14:00 und 16:00 Uhr" kann sich doch höchstens auf einen Durchschnittswert beziehen und niemals allgemeingültig sein, weil jeder Mensch nach seiner inneren Uhr funktioniert, selbst dann, wenn er durch äußere Umstände in einen anderen Rhythmus gezwungen wird.

Ganz davon abgesehen - wenn mein Gehirn eine Pause braucht muss ich mich doch nicht gleich ins Bett legen. Ein Spaziergang an der frischen Luft in der Mittagspause sorgt doch auch dafür, dass man abschalten kann. Und da viele Menschen inzwischen eine hauptsächlich sitzende Tätigkeit ausüben dürfte das zum Vorbeugen von Herzerkrankungen wahrscheinlich sogar besser sein, als wenn man körperlich noch inaktiver wird und ein Nickerchen hält.

Benutzeravatar

» Cloudy24 » Beiträge: 27476 » Talkpoints: 0,60 » Auszeichnung für 27000 Beiträge



Ich habe eine Zeit lang auch immer wieder einen Mittagsschlaf gemacht, der sich auch in etwa zwischen 14 und 16 Uhr abgespielt hat. Damals war das notwendig, weil ich in dieser Zeit so dermaßen erschöpft war, dass ich gar nicht anders konnte, als mich eine Runde aufs Ohr zu legen. Allerdings kann ich nicht sagen, dass mir das irgendwie gut getan hätte oder meine Leistungsfähigkeit dadurch gar gesteigert worden wäre, ganz im Gegenteil. Mir ist aufgefallen, dass ein Schlaf, der tagsüber stattfindet, wobei die genaue Uhrzeit egal zu sein scheint, mir alles andere als gut tut. Ich brauche nach dem Aufstehen eine halbe Ewigkeit, und übrigens deutlich länger als morgens, bis ich wach werde und auch wieder einigermaßen klar denken kann. Nach dem Aufstehen am Nachmittag bin ich richtig durch den Wind und regelrecht verpeilt, geistig überhaupt nicht auf der Höhe und auch körperlich ziemlich schlecht beieinander. Jedenfalls habe ich noch jeden Mittagsschlaf bereut, aber manchmal kann man eben nicht anders, als dem Schlafdrang nachzugeben, weil der eigene Körper ihn ohnehin einfordern wird.

Wenn es irgendwie möglich ist, möchte ich also generell einen Mittagsschlaf eher vermeiden, wenngleich ich auch über dieses eigentlich überzeugende Ergebnis dieser Studie recht überrascht bin. Wenn dieses Ergebnis wirklich stimmt und nicht irgendwann widerrufen oder durch Gegenthesen in Frage gestellt wird, würde mich das wirklich überraschen, zumal ich dann durch den Verzicht auf einen Mittagsschlaf ja nicht gerade an meiner Gesundheit arbeiten würde. Mittlerweile verbieten es mir allerdings schon allein meine Arbeitszeiten, zur entsprechenden Zeit zu schlafen, denn mein Chef würde sich vermutlich bedanken, wenn ich innerhalb meiner Arbeitszeit zwei Stunden lang schlafen würde. Nur am Wochenende wird es vermutlich keinen entsprechenden Sinn machen, diesen Schlaf einzuführen und ich habe zur Zeit auch überhaupt nicht das Bedürfnis, tagsüber noch mal zu schlafen. Schon aus diesem Grund kann ich mir das für mich nun nicht wirklich vorstellen, und ich bin außerdem gespannt, ob diese Studie bzw. deren Ergebnisse irgendwann nicht doch widerlegt oder wenigstens zurückgenommen werden.

Benutzeravatar

» moin! » Beiträge: 7218 » Talkpoints: 22,73 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


Leider haben die wenigsten die Möglichkeit um diese Uhrzeit ein Nickerchen einzulegen. Wobei man sagen muss, dass es bereits einige Unternehmen gibt, die ihren Mitarbeitern diese kleine Auszeit ermöglichen. Für diesen Zweck gibt es Ruheräume, die genutzt werden können. Wer also die Möglichkeit hat ein kurzes Nickerchen einzulegen, der sollte diese ruhig nutzen. Allerdings darf der Schlaf nicht länger als die 20 Minuten dauern, da sich die Wirkung sonst schnell umdrehen kann.

» viopa » Beiträge: 61 » Talkpoints: 30,76 »



Ich denke eine Schafpause von 20 Minuten ist immer dann sinnvoll, wenn man sie eben braucht und abgespannt ist. Ich nutze die Möglichkeit immer wieder gern mich nachmittags noch ein Mal hinzulegen, wenn ich in der Nacht zum Beispiel nicht schlafen konnte. Meistens reichen mir 20 Minuten, manchmal muss es aber auch 30 Minuten oder, wenn ich es mir erlauben kann, auch 1 Stunde sein. Das ist abhängig davon, wie müde ich bin.

Meiner Meinung nach bringt eine Ruhepause immer etwas und daher kann man hier nicht davon sprechen, dass ein 20-Minuten-Schlaf sinnlos ist. Wegen der Uhrzeit ist es sicherlich egal. Statistiken sagen 14- 16 Uhr, das sagt ja aber nichts über den Einzelnen aus und ich lasse mich davon auch nicht beeindrucken. Ich schlafe, wenn ich kann und wenn ich müde bin, und nutze dies als Ruhepause. Danach bin ich meistens tief entspannt und kann wieder mit voller Energie loslegen.

Benutzeravatar

» Ramones » Beiträge: 47758 » Talkpoints: 8,52 » Auszeichnung für 47000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^