Kleinkinder lärmen im Wartezimmer - Wo ist Schluss?
Ich hätte vielleicht die Eltern angesprochen, und sie nett gebeten die Kinder doch bitte mal zu beschäftigen, damit auch mal wieder Ruhe einkehrt. Schluss wäre bei mir dann, wenn ich nicht mehr hören könnte, ob ich aufgerufen worden bin oder Kinder mich dann mit den Bauklötzen dauerhaft bewerfen. Kinder werden mal lauter und wenn sie Langeweile haben quengeln sie auch mal, aber wenn das permanent der Fall ist, dann sind meiner Meinung nach die Eltern gefragt, dieses Verhalten auch mal zu unterbinden.
Ich finde, dass wenn Kinder anfangen sehr laut rum zu schreien und mit Gegenständen anfangen zu werfen, dann gehen sie etwas zu weit! Ich verstehe es, dass den Kindern langweilig wird und das sie beschäftigt werden wollen. Aber wenn man sich gerade verletzt hat oder dringend einen Arzt sprechen muss, dann kann so ein kleineres Kind doch schon anfangen zu nerven und dann sollte man, vor allem als Eltern, gucken, dass das Kind ein bisschen ruhiger ist!v
Ich denke mal, so eine oder zumindest eine sehr ähnliche Erfahrung wird einfach jeder schon mal in einem Wartezimmer beim Arzt gemacht haben und mir selbst geht es da gar nicht anders. In einem Fall beim Besuch meines früheren Kinderarztes an den ich mich noch sehr gut erinnern kann ging es sogar so weit, dass die Kinder so viel Krach machten, dass der Arzt persönlich kurz ins Wartezimmer schaute und meckerte, dass es zu laut sei und er so nicht richtig arbeiten könne, was den Eltern der beiden Kinder damals mehr als nur peinlich gewesen ist.
Meiner Meinung nach können die Kinder wirklich nichts dafür, wenn diese mal im Wartezimmer etwas mehr Lärm produzieren, als es vielleicht für die Ohren normaler Mensch erträglich ist. Kinder sind eben einfach ein bisschen lauter und bis zu einem gewissen Alter sind Kinder in dieser Phase für mich auch vollkommen vertretbar. Wenn aber manch eine Situation wirklich "eskaliert" (Und ich habe schon gesehen, wie sich Kinder im Wartezimmer mit Bauklötzen beworfen haben), dann müssen die Eltern meiner Meinung nach einfach eingreifen. Die ganze Situation zu ignorieren kann doch irgendwie nicht Sinn der Sache sein, oder? Was ist denn das bitte für eine Pädagogik und wie werden die Kinder denn dann erst daheim erzogen, wo man als Elternteil einfach den Raum "verlassen" und die Kinder allein lassen kann? Was geht dann in den Kinderzimmern dieser Kinder vor? Dürfen diese sich dort gegenseitig Bauklötze an den Kopf werfen, so viel Krach machen, wie sie mögen, etc. ohne das hier etwas gesagt wird? Grade wenn andere Leute mit im Wartezimmer sitzen, würde ich doch darauf achten, dass meine Kinder keinem auf den Geist gehen.
So schlimm habe ich es zum Glück noch nicht erlebt, auch wenn bei meinem ehemaligen Hausarzt auch immer viele Eltern mit Kindern im Wartezimmer saßen. Sicher wurde es dann schon mal etwas lauter, wenn die Kinder miteinander spielten, aber das verstehe ich ja auch. Den Kindern ist natürlich langweilig und gerade, wenn sie krank sind, werden sie auch schnell quengelig.
Aber wenn schon Bauklötze geworfen und Stühle umgestoßen werden, geht es wirklich zu weit. Dann würde ich mich auch gestört fühlen und hätte keine Scheu, die Eltern dann mal darauf anzusprechen, ob sie nicht mal bald für Ruhe sorgen könnten. Es ist schon echt schade, dass die Eltern nicht reagiert haben, das kann es eigentlich auch nicht sein. Ich kann aber auch nicht wirklich verstehen, dass sich in dem Wartezimmer scheinbar viele Menschen darüber geärgert haben und keiner etwas gesagt hat. Dann fühlen sich die Eltern doch in ihrer Erziehung erst recht bestätigt und machen so weiter.
Normalerweise, geht man ja zum Arzt, weil man bereits Schmerzen hat. Das Wartezimmer ist eigentlich dafür bekannt, dass es dort stets ruhig ist und wenn dann die Kinder kommen, kann es natürlich etwas lauter werden. Bei einer angemessenen Lautstärke, sollte man darüber hinweg schauen. Es ist wirklich schwer, Kinder einfach hinzusetzen und darauf zu hoffen, dass diese dort bis zu eine Stunde sitzen und gar keinen Ton von sich geben. Kinder sind gerade in so jungen Jahren sehr zappelig und brauchen Bewegung und müssen reden, anders geht es gar nicht. Aus diesem Grund, haben die Ärzte, wo ich bin, stets eine "Kinderecke", wo Spielzeuge liegen. Natürlich wird es dort auch schon mal lauter, aber es ist eigentlich immer angemessen gewesen.
Einmal habe ich es aber auch schon erlebt, dass die Kinder übertrieben haben. Es wurde wirklich so laut geschrien, dass ich mir live wie im Kindergarten vorkam. Ich hatte bereits an diesem Tag schon extreme Kopfschmerzen und diese wurden durch das Geschrei immer schlimmer. Wenn sich wenigstens die Mutter dafür interessieren würde und versuchen würde, ihr Kind ruhig zu kriegen, würde ich es wenigstens halbwegs akzeptieren. Aber die Mutter saß dort und hat ihre Zeitschrift gelesen und so getan, als ob ihre Kinder dort gar nicht schreien würden und mit den ganzen teilen herum werfen. Ich konnte in diesem Moment platzen, bin aber nicht aufgestanden und habe die Kinder angeschrien, sondern bin zu dieser rücksichtslosen Mutter gegangen und habe sie darum gebeten, dass sie doch einmal dafür sorgen sollte, dass ihre Kinder leise werden. Sie hat sich aber lediglich umgedreht und ein "Psst." zu ihren Kindern gesagt. Die Stille hielt dementsprechend nur 5 Minuten an, bis es dann von neu los ging.
Aus diesem Grund, ging ich zur Sekretärin nach vorne, die sich sofort darum kümmert. Sie hat die Mutter aufgefordert, ihre Kinder ruhig zu stillen oder ansonsten vor der Praxis zu warten, bis sie aufgerufen wird. Erst dann hat es die Mutter als nötig gesehen, etwas gegen den Lärm zu mache. Sie fing dabei zwar an ihre Kinder richtig anzuschreien, was nicht immer die beste Lösung ist, aber letztendlich waren sie endlich still. Sie hatten sogar Angst, überhaupt noch etwas zu sagen. Die Mutter selbst war natürlich total genervt und gestresst.
Ich selbst finde auch, dass es gar nichts bringt, wenn man kleine Kinder versucht ruhig zu kriegen. Dafür sollten noch immer die Eltern schauen, die mit den Kindern dort sind. Es ist schließlich auch ein Part der Erziehung und die Kinder sollen auch lernen, dass man zwar sprechen darf, aber nicht schreien darf und mit Sachen herum schmeißen darf. Man sollte immer die Eltern ansprechen, da diese die Pflicht haben, dafür zu sorgen, dass die Kinder ruhig sind. Sind die Kinder in einem hohen Alter (12-?? Jahre), dann kann man diese natürlich auch auffordern ruhig zu sein, wobei diese meistens so viel Anstand haben und es selbst wissen.
Ich habe einen dreijährigen Sohn und ich musste auch schon einige Stunden in diversen Wartezimmern verbringen. Das erste Mal warteten wir über eine Stunde im Krankenhaus, weil ein Herzultraschall gemacht wurde. Damals war er aber erst ein Jahr alt und da war das auch überhaupt kein Problem. Wir waren erst vor wenigen Wochen bei einem Hals-Nasen-Ohren-Arzt, bei dem wir geschlagene 2 Stunden im Wartezimmer warten mussten, obwohl wir einen Termin hatten. Mein Sohn kann sich eigentlich ganz gut beschäftigen, aber das war dann wirklich eine sehr lange Zeit und da kam ich auch an meine Grenzen, weil es einfach nicht voran ging und mein Sohn auch zunehmend ungeduldiger wurde. Anfangs hat er auch noch schön mit den Bauklötzen gespielt und sich Bücher angeschaut, aber dann wurde ihm die Warterei einfach zu langweilig.
Ich bin dann aber jemand, der sein Kind auch stört und ermahnt, wenn es sich daneben benimmt. So fand es mein Sohn plötzlich lustig, die Tür des WCs, welches sich direkt im Wartezimmer befand, aufzumachen und wieder zu schließen. Das war total nervig und wenn es mich schon nervt, wie soll es dann den anderen, wartenden Patienten gehen, die keine Kinder haben?! Ich habe ihm dann eben mehrfach gesagt, dass es nicht geht und dann war auch irgendwann Ruhe. Ich finde schon, dass es einfach auch die Pflicht der Eltern ist, die Kinder zu ermahnen. Kinder sollten auch spielen können, aber übertreiben sollte man es dann auch nicht und herumschreien hat bei mir echt nichts mehr mit Spielen zu tun. Das ist einfach nur störend und ich kann es auch nie so ganz nachvollziehen, dass manche Eltern ihre Kinder einfach machen lassen, was sie wollen. Sie interessieren sich gar nicht dafür. Da kann ich oft nur mit dem Kopf schütteln.
Als ich noch kein Kind hatte, war ich vom Kindergeschrei auch deutlich genervter als jetzt, wenn ich ehrlich bin. Irgendwie gewöhnt man sich schon daran. Es bringt allerdings auch nichts, die Kinder zu ermahnen, denn die meisten interessieren sich gar nicht dafür. Das sollte dann doch die Aufgabe der Eltern sein, die Kinder ein wenig ruhig zu halten. Das ist zwar nicht immer so einfach, wie man sich das vorstellt, aber man kann auch nicht verlangen, dass die anderen Patienten dieses Geschrei anhören müssen. Oft ist es auch so, dass die Arzthelferinnen dann ins Wartezimmer kommen und die Kinder ermahnen. Das finde ich immer total peinlich, aber wie schon erwähnt, sind sich die Eltern keiner Schuld bewusst und ignorieren den Lärm einfach. Das darf echt nicht sein und das würde ich mir persönlich auch nicht gefallen lassen. Ich würde dann die Mutter oder den Vater auch direkt ansprechen und darum bitten, dass sie dem Lärm doch mal ein Ende bereiten sollen.
Ich hätte da keinerlei Probleme die Kinder etwas zu bremsen, wenn ich als wartender Patient dort gesessen hätte. Eine ähnliche Situation hatten wir vor kurzem im Schwimmbad. Dass es dort laut ist und Kinder spielen ist ja vollkommen okay und auch schön. Wir waren mit unserer Tochter im Planschbecken und da kamen zwei Kinder, ich denke sie waren so etwa 6-7 Jahre alt. Sie haben wirklich richtig randaliert und sich ständig Sachen gegen den Kopf geworfen und die Atmosphäre wurde immer schlechter. Wir mussten immer aufpassen, dass unsere Tochter nichts abbekommt und ich habe dann auch lautstark klar gemacht, dass die Jungs sich nun geben sollen. Die Eltern bzw. Oma und Opa standen teilnahmslos daneben und haben das gar nicht so recht wahr genommen. Somit kann ich die Situation im Wartezimmer, wo man ja eigentlich deutlich mehr Ruhe haben sollte, als in meinem Beispiel, verstehen. Ich hätte die Kinder ermahnt und auch den Eltern gesagt, dass sie ihre Kinder mal bändigen sollen.
Ich habe absolutes Verständnis wenn es sich um Säuglinge handelt, die schreien. Diese kann man nicht einfach ruhigstellen. Aber ab einem gewissen Alter sollten die Kinder schon lernen wie es richtig geht. Und dazu gehört auch, die Ruhe im Krankenhaus. Ich hätte wohlmöglich an der Anmeldung gefragt wie lange es denn etwa dauert und wäre dann mit meinen Kindern noch eine Runde spazieren gegangen um die Wartezeit zu verkürzen.
Das Problem bei Kleinkindern ist auch durchaus, dass sie nach einer gewissen Zeit eben anfangen, unruhig zu werden und die angebotenen Beschäftigungsmöglichkeiten einfach nicht mehr interessant genug sind. Je jünger die Kinder waren, desto schwieriger wird es auch sein, die Kinder eben abzulenken und neu zu motivieren, um mit anderen Dingen zu spielen oder sich anders zu beschäftigen. Als Außenstehender ist es immer recht leicht zu sagen, wie nervig es ist, aber ich denke, man sollte als Eltern auch durchaus Rücksicht auf die mitwartenden Patienten nehmen, vor allem, wenn das Wartezimmer eben voll ist und man nicht allein ist.
Ich denke, es wäre durchaus angebracht gewesen, doch die Eltern zu bitten, sich mal um ihre Kinder zu kümmern, und auch die Situation zu deeskalieren. Dass es nicht einfach ist, kann ich absolut nachvollziehen, aber so zu tun, als sei nichts, finde ich auch nicht in Ordnung. Ich tue mich da auch recht schwer, dann die Eltern mal anzusprechen und sie zu bitten, ihre Kinder mal abzulenken oder die Lärmquelle zu beseitigen.
Als Mutter würde ich es schon so handhaben, dass ich mir in so einer Situation das Kind schnappe, an der Anmeldung frage, wie lange es in etwa dauern würde und dann einfach mal an die Luft mit dem Kind gehe. Als Begleitung eines Kindes habe ich es schon ganz genau so gehandhabt und nicht anders, wenn sich das Kind nicht hat ablenken lassen und auch, wenn es sonst nicht zu beruhigen war. Immerhin benötigt ein Kind nun mal auch Bewegung und in beengten Räumen, die nun mal Wartezimmer sind, geht Bewegung absolut nicht.
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