Unbedenklichkeitsattest für das Berufsleben
Frau A benötigt für die Unterlagen, die sie für eine Arbeitsstelle einreichen muss, ein sogenanntes Unbedenklichkeitsattest vom Arzt. Darin muss im Grunde nur vermerkt werden, dass Frau A gesundheitlich diese Arbeitsstelle ausüben kann. Ohne dieses Attest kann Frau A sich den restlichen Stress ersparen, aber Frau A geht davon aus, dass das Attest seitens des Hausarztes problemlos ausgestellt wird. Es wäre ja nicht das erste Attest dieser Art, wenngleich auch das erste Mal bei diesem Arzt.
Sollte Frau A vom Hausarzt wider Erwarten das Attest nicht erhalten, könnte sie sich an einen anderen Arzt wenden, der Frau A sogar besser kennt als eben der Hausarzt? Oder sollte Frau A sich von dieser Arbeitsstelle verabschieden? Ist Euch vielleicht ein Fall bekannt, bei dem dieses Unbedenklichkeitsattest verweigert wurde?
Es handelt sich nun nicht um eine besonders gefährliche Arbeitsstelle, sondern mehr um eine mit einer gewissen Verantwortung. Letztendlich ist es nur ein Verwaltungsakt, der jedoch nicht ganz sinnlos ist, wie es sich liest.
Ich habe neulich auch so eine Bescheinigung benötigt und mir Gedanken darum gemacht, was passiert, wenn ich diese nicht erhalte. Denn ich habe eine Weißkittel-Hypertonie, d.h. wenn ich beim Arzt sitze und der meinen Blutdruck misst, ist der immer deutlich zu hoch. Manchmal glauben die Ärzte einem aber nicht, dass ich daheim ganz normale Werte habe und es hätte ja sein können, dass man mir dann die Bescheinigung verweigert.
Das Attest hat mich fünf Euro gekostet, zusätzlich musste ich auch noch Praxisgebühr bezahlen, was ich schon komisch fand. Entweder ist es Kassenleistung und ich hätte die fünf Euro nicht extra zahlen müssen oder es ist keine Kassenleistung und da hätte man mir die Praxisgebühr ersparen können. Aber ich denke, dass ich ansonsten einfach zum nächsten Arzt hätte gehen können, wenn ich dort keine Unterschrift erhalten hätte. Denn die Stelle, welche das Schreiben dann bekommt, weiß ja nichts von einer eventuellen Verweigerung beim ersten Arzt.
Ich denke auch, dass man auch einen zweiten Arzt aufsuchen kann. Denn wie schon gesagt, hat der Arbeitgeber ja keine Einsicht in die Krankenakte. Wenn allerdings mehrere Ärzte die Unterschrift verweigern, sollte man sich Gedanken machen, ob sie vielleicht recht haben.
Bei einer Weißkittel-Hypertonie bleibt ja immer noch die Möglichkeit den Blutdruck zuhause auch zu kontrollieren und die Werte zu notieren. So war es bei meiner Oma, die damals mal über ein oder zwei Tage stündlich ihren Blutdruck messen sollte.
Ich brauchte ein solches Attest auch für meinen Start ins Berufsleben, bzw. auch für meine Ausbildung. Ich hatte damals keine Probleme, dieses Attest bei meinem Hausarzt zu bekommen. Aber es sollte kein Problem sein, einen anderen Arzt aufzusuchen, wenn ein Arzt das Attest verweigern sollte. Ich habe aber noch nicht gehört, dass dieses Attest jemandem verweigert worden wäre. Bei den anderen Schülern, die mit mir in die schulische Ausbildung gestartet sind, war das jedenfalls nicht der Fall.
Jetzt muss ich doch noch einmal genauer nachfragen - Frau A war nämlich heute beim Arzt und sollte dort das Attest ausgestellt bekommen. Wie genau so ein Unbedenklichkeitsattest aussieht, weiß Frau A nicht, es steht auch nicht in den Unterlagen genauer benannt. Laut Arbeitgeber soll man eben körperlich so weit fit sein, um die Stelle auszuüben. Da Frau A aber chronisch erkrankt ist, wollte der Arzt ein ausführliches Attest mit den Krankheiten beschreiben. Nun hat sich Frau A erst einmal schwer damit getan, dieses Attest dann dem künftigen Arbeitgeber vorzulegen, sodass das Attest nun nur daraus besteht, dass es keinerlei gesundheitliche Bedenken gegen die Ausübung der Stelle besteht.
Da Zitronengras schon die Hypertonie benannt hat, würde mich halt mal interessieren, ob ein ausführliches Attest mit Auflistung sämtlicher Krankheiten wirklich sein muss oder ob es nicht ausreicht, wenn man eben an sich fit ist und die Krankheit(en) unter Kontrolle hat, zumal, wenn Frau A auch regelmäßig zu den Checks geht und da sehr gewissenhaft ist. Laut Arzt besteht da auch keine Bedenken, dass etwas schief gehen kann. Selbst, wenn Frau A nun rundherum gesund wäre, könnte es ja passieren, dass Frau A bei der Ausübung der Stelle einfach umkippt und ohnmächtig wäre.
Nun hat sich Frau A erst einmal schwer damit getan, dieses Attest dann dem künftigen Arbeitgeber vorzulegen, sodass das Attest nun nur daraus besteht, dass es keinerlei gesundheitliche Bedenken gegen die Ausübung der Stelle besteht.
Genau so sollte es auch sein! Da sollte sinngemäß drauf stehen, dass keine gesundheitlichen Einschränkungen oder Bedenken gegen die Berufsausübung bestehen. Mehr sollte da gar nicht drauf. Bei mir ist ansonsten auf diesem Attest nichts vermerkt, keine Auflistung von Krankheiten etc. Und ich denke auch, dass es den Arbeitgeber nichts angeht, welche Krankheiten man hat, sondern nur die Beantwortung der Frage „geeignet oder nicht geeignet“ ist entscheidend.
Diese Unbedenklichkeitsattests werden in der Regel ohne Probleme ausgestellt. Ein Arzt, der es nicht tut oder sich schwer tut damit und sich ein wenig sträubt, hat sicherlich auch Gründe, die er nennen kann, aus welchem Grund er sich dagegen entscheiden möchte, die Patientin für unbedenklich zu erklären. Diese sollten von der Patientin einfach erfragt werden, im besten Fall kann man das sofort aufklären und den Arzt überzeugen, im schlechteren Fall wird der Arzt bestätigt in seiner Meinung und weigert sich, dieses Attest auszustellen.
In letzterem Fall würde ich vermutlich wirklich, wie du schon ansprichst, zu einem anderen Arzt geben und würde die selbe Prozedur noch einmal durchmachen. Auf die sehr wahrscheinlich Frage, ob oder warum die Patientin nicht zu ihrem Hausarzt gegangen ist, gibt es viele Ausreden, wie zum Beispiel "der hatte gerade keinen Termin frei" oder "ich wollte damit zu einem unabhängigen Arzt gehen". Wenn man will, findet man bestimmt einen Arzt, von dem man das Attest bekommt. Wenn allerdings der erste Arzt einen guten Grund dagegen hat und der zweite ihn bestätigt, sollte man vielleicht auch nachdenken, ob da eventuell etwas dran ist.
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