MRT: Wie bekommt man die Angst in den Griff?
Eine Bekannte soll nächste Woche zur MRT-Untersuchung und sie hat unheimlich Angst vor der Röhre. Sie kann sowieso nicht gut in engen Räumen sein und sie fürchtet, dass sie einen Panikanfall bekommt. Sie hat mit dem Hausarzt gesprochen und der meinte, dass sie jederzeit raus aus der Röhre kann, wenn sie ein Zeichen gibt. Sie bekommt ein Kabel mit einem Knopf in die Hand und wenn sie darauf drückt klingelt es bei den Ärzten und sie kann raus aus der Röhre. Eine Sedierung würde man für so eine Untersuchung nicht vorsehen.
Wie bekommt man die angst vor dem MRT in den Griff? Kann man auf eine leichte Sedierung bestehen? Muss man dann diese Sedierung selber bezahlen?
Also es könnte sicherlich helfen, wenn sie die Augen schließt. Dann bekommt sie den engen Raum ja gar nicht mit und ist sicherlich nicht mehr so aufgeregt. Vielleicht kann sie ja auch ein Entspannungsverfahren (beispielsweise progressive Muskelentspannung nach Jacobsen oder autogenes Training oder Atementspannung). Beides kombiniert könnte helfen, allerdings hängt es auch davon ab, ob es bei ihr nur eine leichte Angst ist oder ob sie wirklich panisch ist. Wenn sie nur ein leicht mulmiges Gefühl hat, dann ist das sicherlich in den Griff zu bekommen, aber wenn sie wirklich (so wie sich das anhört) eine Angsterkrankung hat, dann kann sie das kaum mit Entspannungstechniken in den Griff kriegen (wenn es eine schlimme Angsterkrankung ist, dann ist sie ja sicher in Behandlung und sollte ihren Therapeuten befragen).
Eine Sedierung kann man sicherlich machen, aber nur, wenn der Arzt das mitmacht. Wenn der Arzt schon sagt, dass er das nicht macht, kann man schließlich kaum darauf bestehen. Der Arzt hat ja schon gesagt, dass er keine Sedierung machen will. Da sollte sie sich mal an eine andere Praxis wenden, denn es gibt durchaus auch Arztpraxen, die eine Sedierung bei dieser Untersuchung anbieten. Meiner Mutter hätte eine Sedierung bekommen können, als solch eine Untersuchung im Raum stand.
Selber bezahlen muss sie es möglicherweise schon, aber das hängt auch davon ab wie und wo sie krankenversichert ist. Ist sie denn Kassenpatient oder Privatpatien und bei welcher Kasse / Versicherung ist sie? Nicht bezahlen müsste sie es, wenn sie ihre Raumangst offiziell bescheinigen kann, dann könnte man sicherlich mit der Krankenkasse verhandeln und die würde die Gebühr übernehmen.
Eine Sedierung würde man für so eine Untersuchung nicht vorsehen
Das ist mir eigentlich neu. Ich kenne es so, dass man vorher nach einem Beruhigungsmittel fragen kann und dieses auch erhält. Häufig wird dann Tavor gegeben. Und wenn jemand wirklich Angst vor der Röhre hat, dann empfiehlt es sich auch, dieses zu nehmen, um die ganze Untersuchung ohne Panikanfall hinter sich zu bekommen. Es nutzt doch niemandem etwas, wenn der Patient total aufgelöst vor Anspannung ist. Wir reden hier aber nicht von einer Anästhesie, sondern einer kleinen Pille, die als Beta-Blocker fungiert und die Angst nimmt. Das kostet auch nichts extra.
Ich kenne es so, dass sehr wohl niedrig dosierte Seditiva verabreicht können, wenn vor bei einem MRT mit einer Panikattacke gerechnet werden muss. Es wird natürlich sehr stark abgewägt, ob es nötig ist und der Normalfall ist es sicherlich nicht, aber ich habe mitbekommen, dass es durchaus schon so angewendet wurde.
In den meisten Fällen, in denen Patienten Zweifel äußern wird eine Schwester oder Pflegerin an das Gerät gesetzt, die die ganze Zeit durch die Anwesenheit anzeigt, dass die Patientin nicht alleine ist und jederzeit Hilfe an ihrer Seite hat. Bei vielen Patienten reicht diese Sicherheit aus, um die Angst vor dem Gerät zu nehmen und sie diese 15 Minuten durchhalten zu lassen. Sie sitzen dabei, unterhalten sich mit dem Patienten und wirken beruhigend auf sie ein. Falls das nicht klappt oder die Zweifel zu groß sind, wird gegebenenfalls abgebrochen und ein mildes Sedativum verabreicht, so kriegt man das ganz gut in den griff.
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