Wird es wichtig Pflanzenauswahl dem Klimawandel anzupassen?

vom 23.05.2026, 17:47 Uhr

Gartenexperten raten seine gärtnerischen Gewohnheiten anzupassen, da unser Klima immer heißer und trockener wird. Pflanzen bzw. Blumen die man schon immer gepflanzt hat, geht es in unserem Klima immer schlechter und es wird empfohlen seine Pflanzenauswahl für den Sommergarten neu zu überdenken.

Ein Beispiel für so eine Pflanze, der es in unserem Klima nicht mehr so gut geht, sind wohl Bauernhortensien. Im Sommer ist es bei uns inzwischen so heiß und trocken das man daneben stehen könnte und den ganzen Tag gießen und die Pflanze wäre am Ende trotzdem vertrocknet und verschrumpelt, weil sie verbrennen.

Neben Bauernhortensien leiden vor allem Pflanzen mit großen, dünnen Blättern und flachen Wurzeln unter heißen Sommern, da sie enorme Mengen Wasser verdunsten, dieses aber nicht aus tieferen Bodenschichten nachholen können. Der Klimawandel verändert wohl die Wachstumsbedingungen auch in Deutschland entscheidend.

Neben dem Tipp den Boden vor Hitze zu schützen und u.a. mit Mulch abzudecken oder für Schatten durch Sonnensegel oder andere Pflanzen (wie z.B. Hecken) zu sorgen, war ein wichtiger Rat sein Pflanzenauswahl für den Sommer zu überdenken. Es wurde geraten auf mediterrane Pflanzen wie Lavendel, Salbei und Thymian sowie hitzeresistente Stauden wie die Fetthenne, Schafgarbe und Kugeldistel zu setzen.

Die beliebten Rosen halten wohl heiße Sommertage noch mit am besten aus, weil sie tiefe Pfahlwurzeln haben, zeigen aber bei Temperaturen ab 30°C auch Blütensonnenbrand und entwickeln keine neuen Blüten. Wie seht ihr das, habt ihr eure Gartenbepflanzung schon wegen den Hitzesommern überdacht? Welche Pflanzen pflanzt ihr neu in euren Garten? Mit welchen Blühern habt ihr im Sommer gute Erfahrungen gemacht?

» EngelmitHerz » Beiträge: 4096 » Talkpoints: 30,66 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Ich denke schon, dass es immer wichtiger wird, die Pflanzenauswahl an den Klimawandel anzupassen. Ich teste das bei uns sogar auf einem eigenen Feldabschnitt. Laut den Klimaprognosen entwickelt sich unsere Region langfristig immer mehr in Richtung eines Toskana Klimas. Wir haben zwar das Glück, mehrere eigene Brunnen zu besitzen, sodass die Wasserversorgung im Moment kein großes Problem ist.

Trotzdem finde ich, dass es sinnvoll ist, schon jetzt Pflanzen, Sträucher und Bäume zu ergänzen, die mit Hitze und Trockenheit besser zurechtkommen. Ich kann mir gut vorstellen, dass solche robusteren Arten den empfindlicheren Pflanzen später auch etwas Schutz bieten, etwa durch Schatten oder ein ausgeglicheneres Kleinklima.

Mein langfristiges Ziel wäre sogar ein Waldgarten. Da muss ich allerdings meine Verwandtschaft erst noch überzeugen, die mögen ihren auf Millimeterhöhe gemähten Rasen lieber. Dabei gehört für mich zur Klimaanpassung nicht nur die richtige Pflanzenauswahl, sondern auch ein Umdenken bei der Bewirtschaftung.

Ein Rasen muss meiner Meinung nach nicht jede Woche kurz gemäht werden. Wenn man Gänseblümchen, Klee oder andere Wildblumen zwischendurch blühen lässt, profitieren Insekten davon und der Boden trocknet weniger schnell aus. Auch würde ich an sehr heißen Tagen weder düngen noch unnötig schneiden, weil das die Pflanzen zusätzlich stresst.

Ich glaube außerdem, dass eine gesunde Mischkultur immer wichtiger wird. Hohe Gehölze oder kleine Bäume wie Felsenbirne, Kornelkirsche oder ein Feldahorn können empfindlicheren Pflanzen Schatten spenden. Trockenheitsverträgliche Stauden wie Lavendel, Salbei, Katzenminze, Schafgarbe oder Fetthenne pflanze ich an sonnige, trockene Standorte, während Pflanzen mit höherem Wasserbedarf eher an schattigere oder feuchtere Plätze kommen. So nutzt jede Pflanze den Standort, der zu ihr passt, und das gesamte Gartenklima wird ausgeglichener.

Ich glaube, dass wir uns langfristig von der Vorstellung verabschieden müssen, dass jeder Garten dauerhaft wie ein englischer Zierrasen aussehen kann. Mit einer vielfältigen Bepflanzung, mehr Struktur und etwas weniger Perfektion kommt ein Garten mit Hitzeperioden oft deutlich besser zurecht und ist nebenbei auch noch wertvoller für Insekten und andere Tiere.

» TinaPe » Beiträge: 500 » Talkpoints: 35,26 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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