Pflanzen Krankheiten - Tipps zur Behandlung
Ich wollte einmal fragen, niemanden Pflanzen Krankheiten am besten behandelt und was man bei welcher Krankheit am besten machen sollte. Bisher hatte ich immer das Problem, dass meine Pflanzen mir immer regelmäßig eingegangen sind, oft wegen Fäule oder Milben und deren Freunde.
Meine Mutter ist der Meinung, das wenn eine Pflanze krank ist man sie am besten komplett wegwerfen sollte - was ich natürlich nicht als die Lösung des Problems sehe. Welche Behandlung ist also am besten bei Pflanzen, sollte man zum Beispiel bei Fäule die Pflanze lieber wegwerfen oder eher alle schadhaften Teile abschneiden oder wenn sich viele kleine Tierchen tummeln hier gleich mit der Chemiekeule zuschlagen?
Das ist ungefähr so, als wollte man wissen, was es alles bei Menschen so für Hautkrankheiten gibt und wie man diese behandelt.
Ein bisschen zu viel und zu unspezifisch. Generell fällt mir bei dem Beitrag aber die Betonung auf Fäulnis und wiederholten Schädlingsbefall auf, sodass ich denke, man kann den generellen Rat geben, nicht so viel zu gießen.
Wie viel Aufwand jemand betreibt, um eine kranke Pflanze zu retten, kommt auch auf zu viele Faktoren an. Ich habe letztes oder vorletztes Jahr eine relativ hohe Summe für einen Befall mit dem Endgegner Thripse ausgegeben, von der ich wohl einige Pflanzen einfach hätte nachkaufen können. Allerdings nicht in dem Alter und der Größe, von daher war es mir das doch Wert. Andererseits habe ich den Verursacher (Monstera Adansonii) nach einem Jahr Kampf in den Müll geworfen. Irgendwann ist auch mal gut. Und ja, ich bin Team Chemie.
Das ist tatsächlich eine sehr allgemein gehaltene Frage und an sich ein sehr komplexes Thema, weshalb man dir hier wohl auch nur allgemein drauf antworten kann.
Ich kenne auch einige Menschen in meinem Bekanntenkreis, die Pflanzen grundsätzlich bei Befall sofort wegwerfen und halte davon nicht wirklich was. Mit der richtigen Diagnose, entsprechender Beseitigung des Problems durch Verwendung biologischer Hausmittel und Reinigung lässt sich nämlich in den meisten Fällen das Problem beseitigen und die Pflanze retten. Wichtig ist vor allem, dass man nicht lange zuschaut, sondern recht schnell handelt, dann kann man da das Pflanzensterben gut verhindern. Chemiekeulen sind aus meiner Sicht nur eine Option, wenn alles andere nichts hilft.
Da du Fäule angesprochen hast, hier ist die Ursache meist Staunässe durch zu viel Wasser und mangelnde Luftigkeit der Erde. Wenn nur ein Teil verfault ist kann man versuchen die Pflanze zu retten, indem man die betroffenen fauligen Stellen großzügig abschneidet und die Pflanze dann neu in frisches, durchlässigeres Substrat einpflanzt und nur sehr wenig gießt anfangs. Tatsächlich musste ich da aber leider auch schon einige Pflanzen wegwerfen, wenn die ganzen Wurzeln bereits matschig, braun und verfault sind.
Auch bei Milbenbefall sollte die Chemiekeule eine absolute Ausnahme bleiben, da die auch die Raumluft in den eigenen vier Wänden belastet. Es gibt hier tatsächlich Gott sei Dank effektive sanftere Alternativen. Du solltest die betroffene Pflanze sofort isolieren, um eine Ausbreitung auf andere Gewächse zu verhindern, und die befallene Pflanze gründlich mit lauwarmen Wasser abduschen. Anschließend kannst du mit einem selbstgemischten Öl-Wasser-Gemisch - Wasser mit etwas Kernseife und Rapsöl - den Viechern an den Kragen gehen, indem du die Pflanze tropfnass damit besprühst - auch die Blattunterseiten.
Das Öl verklebt die Atemwege der Milben. zu Leibe. Spinnmilben vertragen keine hohe Luftfeuchtigkeit, deswegen kannst du nach der Pflanzendusche auch einfach für einige Tage eine durchsichtige Plastiktüte über die Pflanze stülpen. Das tötet die Tierchen ab, aber die Pflanze überlebt das unbeschadet. Neben Fäule und Milben gibt es bei Zimmerpflanzen ja auch noch andere typische Krankheiten, wie Pilzerkrankungen, anderer Schädlingsbefall und Pflegefehler.
Bei Mehltau, Blattfleckenkrankheit und Grauschimmel reicht es zum Beispiel oft einfach aus die befallenen Pflanzenteile zu entsorgen. Neben Milben sind Trauermücken auch häufig bei Pflanzen. Das sind die kleinen schwarzen Fliegen, die beim Gießen aus der Erde aufschrecken. Hier helfen tatsächlich solche Gelbsticker oder Fadenwürmer, die man in die Erde steckt.
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