Wie ernst kann man Biowetter-Prognosen nehmen?
Etwa 46 Prozent der Deutschen halten sich für für wetterfühlig, weshalb es neben den klassischen Wettervorhersagen inzwischen auf verschiedenen Homepages auch sogenannte Biowetter-Prognosen angeboten werden.
Gibt man auf der Homepage von donnerwetter.de/biowetter seinen Ort ein, dann findet man Auswirkungen des Wetters für zahlreiche Krankheiten bzw. Symptome: Seelische Probleme, Erkältungskrankheiten, Migräne, Reizbarkeit, Kopfschmerzen, Schizophrenie, Blutungen, reduz. Schlaftiefe, Bronchitis, Spasmen, Psychische Depressionen, Rheumatische Beschwerden, Epilepsie, Koliken u.v.m.. Kategorisiert wird das in keine, schwach, stark und sehr stark.
Vergleicht man jedoch die verschiedenen Homepages mit Biowetterprognosen, dann kommt es alleine da schon zu verschiedenen Abweichungen.
Zunächst kann man auch zwischen Wetterfühligkeit und Wetterempfindlichkeit unterscheiden. Während Wetterempfindlichkeit einen medizinischen Hintergrund hat - wie z.B. Vorerkrankungen wie Rheuma, Narbenschmerzen oder Asthma - und das Wetter die bestehenden Symptome verstärkt ist Wetterfühligkeit eher als Anpassungsschwierigkeit des Körpers zu verstehen - wie z.B. bei Migräne, Schwindel, Depressionen, Schlafstörungen.
Nach Angaben einer Sprecherin von wetter.com beruhen deren Vorhersagen zum Biowetter auf Daten wie z.B. Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, UV-Strahlung und Pollenbelastung in Kombination mit medizinisch-physiologischen Zusammenhängen.
Bio-Meteorologin Kathrin Graw sagt, dass man nicht blind auf die Biowetter-Prognosen hören sollte, da immer noch jeder Mensch bzw. dessen Körper individuell auf Wetterveränderungen reagiert. Sie würde nicht jedem empfehlen täglich die Prognosen anzuschauen, da negativ Erwartungen auch zu Beschwerden führen können, die man eigentlich gar nicht gehabt hätte. Für wetterempfindliche Menschen könnten die Biowetter-Prognosen dagegen schon hilfreich sein ihren Alltag zu planen.
Nutzt ihr Biowetter-Prognosen für Folgetage oder schaut ihr lieber im Nachhinein nach ob euer Wohlbefinden mit den Angaben übereinstimmt? Wie oft stimmen diese Biowetter-Warnungen tatsächlich dann mit eurem Befinden überein? Welchen Quellen vertraut ihr in diesem Bereich am meisten und weshalb? Ist Wetterfühligkeit eurer Meinung nach eine echte physische Reaktion oder eher eine Form von psychosomatischem Stress bei Wetterumschwüngen? Bei welchen Krankheiten sind die Prognosen eurer Meinung nach am sichersten?
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