Wert auf Erinnerungsstücke von Verstorbenen legen?
Viele Menschen legen ja großen Wert darauf, von Verstorbenen auch ein gewisses Erinnerungsstück zu behalten oder zu bekommen. Meine Erinnerungsstücke von Verstorbenen sind eigentlich nur Fotos, aber ansonsten könnte ich da nichts aufweisen. Welchen Wert auf Erinnerungsstücke von verstorbenen Menschen legt ihr denn? Habt ihr welche und um was handelt es sich denn dabei?
Ich habe keine Erinnerungsstücke und finde das nun auch nicht so wichtig. Hätte ich aber das Geld gehabt zu dem Zeitpunkt, in dem 2 meiner Verwandten gestorben sind, hätte ich wohl ein Haus und ein Wochenendhaus gekauft, einfach weil ich da viel Zeit in meiner Kindheit verbracht habe und das sehr schöne Erinnerungen für mich sind. Dem trauere ich auch noch ein bisschen nach, wobei das eine Haus auch noch in Familienbesitz ist, was es schon etwas besser macht.
Ich denke, dass es vor allem Erinnerungen, schöne Momente sind, an die man denkt, wenn man an die Toten denkt und nicht an irgendeinen Gegenstand, wobei diese natürlich auch mit der Person verbunden sein können.
Mir persönlich reichen Fotos vollkommen aus. Ich brauche keine besonderen Gegenstände, um mich an besondere Menschen erinnern zu können. Man sagt ja auch nicht umsonst, dass ein Bild mehr sagt als 1000 Worte. Ich habe so einige Bilder von meinem Großvater und mehr brauche ich auch gar nicht, wenn er irgendwann nicht mehr da sein sollte.
Ja, tue ich bzw. mache ich mehr oder weniger bewusst, wenn es möglich ist. Es war nie so, dass ich nach einem Erinnerungsstück gefragt hatte, vielmehr hat sich die Existenz eines solchen einfach organisch ergeben. So habe ich von meinem Vater und seinen Eltern eine ganze Reihe von Dingen, weil ich dieses Güter quasi geerbt hatte. Manches davon ist einfach ganz typisch für die Person und ich werde diese Sachen für immer mit dem Menschen in Verbindung bringen
Bei meinem Vater wären das zum Beispiel Kassetten und Uhren, aber besonders mag ich das kleine Aralinchen, eine winzige Plastikfigur, die es in den Siebzigern mal an Tankstellen gab und die für Jahrzehnte am Rückspiegel diverser Autos hing und alle Wege und Reise begleitete. Man muss und sollte das natürlich begrenzen, so warten im Keller immer noch diverse Sachen meiner Großeltern auf den Onlineverkauf, weil ich auf diese Stücke eben keinen großen Wert lege. Bzw. weil man ja auch aus Platz- und anderen Gründen nicht alles behalten kann und möchte, keiner will aus dem eigenen Leben ein Mausoleum oder Gedenkort für die Verstorbenen machen.
Von manchen Verwandten, die gestorben sind, habe ich fast gar keine persönlichen Erinnerungsstücke, die ihnen selbst gehört hatten oder die ich gedanklich immer mit ihnen in Verbindung gebracht habe oder noch bringe. Dort sind es eher immaterielle Sachen, so werde ich bei gewissen Gerichten für immer an meine Großmutter denken.
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