Auslandssemester zum Feiern oder Studieren nutzen?

vom 18.12.2018, 09:08 Uhr

Ich persönlich bin zu Studienzeiten nie im Ausland gewesen und hatte kein wirkliches Interesse an Erasmus oder anderen Angeboten. Ein Auslandssemester ist aber auch nicht obligatorisch, um in meiner Branche erfolgreich zu sein. Ich habe aber von ehemaligen Kommilitonen oder auch Menschen, die aktuell noch studieren, verschiedene Ansichten dazu mitbekommen.

Einige Menschen machen ja ein Auslandssemester, weil sie wirklich neue Sachen lernen wollen und dann fleißig Credits für die Uni sammeln. Andere wiederum nutzen das Semester wiederum als eine Form von Urlaub und feiern dort und lernen Land und Leute kennen. Ward ihr auf einem Auslandssemester? Würdet ihr so ein Auslandssemester eher zum Feiern oder zum Lernen nutzen? Was findet ihr besser und warum?

Benutzeravatar

» Täubchen » Beiträge: 33305 » Talkpoints: -0,78 » Auszeichnung für 33000 Beiträge



Zu meiner Zeit war es leider noch nicht so üblich, ein Auslandssemester zu machen. Zu gern hätte ich das gemacht, aber es hatte sich damals nicht ergeben. Wenn ich zu Studienzeiten im Ausland gewesen wäre, dann hätte ich wohl die Zeit genutzt, um möglichst viel über das Land, die Kultur und die Sprache zu lernen. Da ich sowieso kein Partytyp bin, hätten sich wohl auch meine Feieraktivitäten in Grenzen gehalten. Wahrscheinlich wäre ich stattdessen viel durchs Land gereist oder hätte hätte ausgiebig die jeweilige Stadt erkundet.

Benutzeravatar

» lascar » Beiträge: 3560 » Talkpoints: 655,79 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Mein Bruder hat ein Auslandssemster gemacht. Zum einen wollte er das Land und die Leute kennenlernen zum anderen wollte er sich da auch sprachlich weiterbilden. Er hatte also einen zusätzlichen Kurs in seiner Uni belegt um die Sprache zu lernen und hat das dann gemacht, viel gelernt, aber die Zeit auch genossen. Er macht fast jedes Jahr in diesem Land Urlaub und ehrlich gesagt frage ich mich manchmal, warum er da nicht einfach hinzieht, denn er schwärmt immer sehr davon. Zum Party machen ist er aber nicht der Typ, deswegen war es wirklich hauptsächlich lernen und die Gegend erkunden mit viel Sport.

Benutzeravatar

» Ramones » Beiträge: 46509 » Talkpoints: 2,20 » Auszeichnung für 46000 Beiträge



Zu meiner Zeit waren Auslandssemester noch nicht so üblich. Ich hätte als eher ängstlicher und introvertierter Typ wahrscheinlich nicht daran teilgenommen, abgesehen davon, dass ich das Geld dafür gar nicht gehabt hätte.

Aber es ist toll, dass es mittlerweile das Erasmus-Programm gibt und diverse Stipendien. Mein Neffe war zum Beispiel in Finnland und das hat ihm sehr gut getan. Der auch eher introvertierte Typ ist dort laut Aussagen meiner Schwester richtig aufgeblüht und hat viele Freundschaften geschlossen. Er hat sicherlich nicht nur studiert, sondern auch gefeiert.

Eine Nichte war in Italien und war dort wohl auch eher sozial unterwegs und nicht nur in Wissensangelegenheiten. Dazu ist das Programm ja auch gedacht, dass sich Leute unterschiedlicher Nationalitäten kennenlernen und dass man vielleicht auch ein bisschen die Sprache lernt.

Mein ältester Sohn war ein halbes Jahr in Australien in der Nähe von Sydney. Er hatte für dort ein Stipendium bekommen. Fürs Informatik-Studium hat es ihm nicht viel gebracht, denn die Leute dort waren auf einem sehr viel niedrigerem Niveau als die Studenten hier, aber es war natürlich eine interessante Erfahrung.

Es ist nicht so wichtig, ob man das Semester zum Studieren benutzt. Ich kann mir vorstellen, dass die meisten dadurch nicht ein ganzes Semester hier anerkannt bekommen, aber es ist auf jeden Fall für junge Leute eine enorm wichtige Erfahrung und dient der Völkerverständigung, was nicht hoch genug wertgeschätzt werden kann.

» blümchen » Beiträge: 4100 » Talkpoints: 13,95 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^