Verhaltensweisen, um sich von Problemen abzulenken

vom 12.09.2021, 20:12 Uhr

Ich glaube, dass jeder von uns schon mal eine Phase in seinem Leben hatte (oder immer noch hat) in der er oder sie versucht hat sich mit verschiedenen Verhaltensweisen vom eigentlichen Problem abzulenken und sich ein wenig davor gedrückt hat dieses Problem anzugehen und sich damit auseinanderzusetzen. Die Verhaltensweisen sind dabei relativ unterschiedlich - manche fangen an aufzuräumen und zu putzen, die nächsten sitzen den ganzen Tag nur daheim und machen nichts, obwohl es so viel zu tun gibt, während die nächsten Leute sich in Essen oder Sport vertiefen. Die Möglichkeiten, sich vor dem eigentlichen Problem zu drücken, sind vielfältig.

Ich selbst gehöre zu den Menschen, die inzwischen sehr viel putzen und aufräumen oder sich bewegen. Je schlechter es mir psychisch geht, desto ordentlicher ist meine Wohnung und desto mehr laufe ich mit dem Hund und gehe mit ihm spazieren. Sicher bewege ich mich mit dem Hund schon sehr viel, egal, wie schlecht oder gut es mir geht, aber es macht dann am Ende den Unterschied, ob wir 5 bis 6 Kilometer in einem großen Spaziergang unterwegs sind oder gerne auch mal 10 bis 15 Kilometer. :lol: Auch meine Wohnung muss dann leiden und jedes Mal wird dann kräftig aufgeräumt und aussortiert. Danach geht es mir meist besser.

Aber egal, welche Verhaltensweisen man benutzt um das Problem zu kompensieren - man kommt am Ende trotzdem nicht drum herum das eigentliche Problem zu lösen. Wenn man aber noch nicht so weit ist und noch nicht die Kraft hat um sich damit zu beschäftigen, bieten verschiedene Verhaltensweisen doch genug Ablenkung, sodass man am Ende Kraft sammeln kann um es dann komplett zu lösen und mit der Lösung und sich selbst im Reinen zu sein.

Welche Verhaltensweisen legt ihr an den Tag, wenn ihr euch von Problemen ablenken wollt? Sind es immer die gleichen Verhaltensweisen oder variieren sie bei euch, zum Beispiel je nachdem, ob das Problem auf der Arbeit auftritt oder eher familiäre Ursachen hat?

» Hufeisen » Beiträge: 5772 » Talkpoints: 19,22 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich habe dann den absoluten Drang draußen zu sein. Wenn es richtig heftig ist und ich auch nichts machen kann, gehe ich joggen. Ich beruhige mich damit. Abgesehen davon gehe ich dann auch gerne einfach so wandern, aber wenn es richtig heftig ist, bringt es nur joggen. Ich stelle mich aber schon auch meinen Problemen und gehe sie an. Man kann aber nicht alles immer sofort klären und so ist das ein guter Weg damit umzugehen.

Aufräumen und drinnen sein kann ich dann einfach nicht, ich muss raus, weil ich dann gefühlt eingeengt bin, wenn ich zu Hause bin. Das ist natürlich nicht der Fall, wir haben hier viel Platz, aber das ist mir dann auch egal, gedanklich fühlt es sich dann wie ein kleiner Käfig an. Weswegen ich dann raus muss.

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» Ramones » Beiträge: 45657 » Talkpoints: 11,50 » Auszeichnung für 45000 Beiträge


Ramones hat geschrieben:Aufräumen und drinnen sein kann ich dann einfach nicht, ich muss raus, weil ich dann gefühlt eingeengt bin, wenn ich zu Hause bin. Das ist natürlich nicht der Fall, wir haben hier viel Platz, aber das ist mir dann auch egal, gedanklich fühlt es sich dann wie ein kleiner Käfig an. Weswegen ich dann raus muss.

Das geht mir ganz genauso. Wenn es mir (psychisch) schlecht geht, muss ich unbedingt raus ins Freie. Zuhause bleiben ist dann keine freiwillige Option, weil ich dann die Enge meiner Wohnung, die leider nicht besonders groß ist, nicht ertragen kann. Aufräumen und Putzen kann ich in solchen Phasen nur schlecht, weil ich stattdessen lieber lange Spaziergänge oder Wanderungen mache.

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» lascar » Beiträge: 3312 » Talkpoints: 609,75 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



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