Wie habt ihr die Covid-19-Impfung vertragen?

vom 01.05.2021, 17:15 Uhr

Ich habe mich letzte Woche mit AstraZeneca gegen Covid-19 impfen lassen. Die erste Nacht hatte ich sehr hohes Fieber und Schüttelfrost, aber am nächsten Tag nur noch knapp unter 38 Grad. Danach war ich wieder hundertprozentig fit. Ich wusste vorher, dass man nach der Impfung auch hohes Fieber bekommen kann und hatte schon damit gerechnet. Dass der Arm eine Weile lang ein wenig weh tut, ist keiner Erwähnung wert.

Ich habe mal unter Bekannten und Verwandten herumgefragt, die AstraZeneca bekommen hatten. Sie hatte alle kein oder nur wenig Fieber, waren aber vier bis sechs Tage lang schlapp. Manche hatte schon vorbeugend fiebersenkende Mittel genommen. Sowas nehme ich nie, weil mich Fieber nicht stört. Es hat ja seinen Sinn. Einer meiner Söhne hat vorgestern BioNTech bekommen. Er hat bis jetzt gar keine Beschwerden, bis natürlich ein wenig Schmerzen an der Einstichstelle. Aber bei BioNTech ist ja angeblich die zweite Impfung mit stärkeren Reaktionen verbunden.

Wie habt ihr die Impfung vertragen, falls ihr schon geimpft seid? Habt ihr starke Impfreaktionen gehabt? Welchen Stoff habt ihr bekommen? Meldet ihr eure Impfreaktionen für die Statistik über die App SafeVac ans Paul-Ehrlich-Institut? Seid ihr von eurem Impfarzt darauf hingewiesen worden, das es so etwas gibt?

» blümchen » Beiträge: 2771 » Talkpoints: 14,08 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Ich habe meine Impfungen mit BioNTech schon im Januar bekommen. Diejenigen Kollegen, die vor mir dran waren, haben zum Teil wirkliche Schauergeschichten von heftigen Reaktionen, insbesondere auf die zweite Dosis, berichtet, wohingegen mein Partner nahezu symptomfrei geblieben ist. Da ich selber - bis auf einen einzigen Vorfall von hohem Fieber nach einer Tetanus-Diphtherie-Pertussis-Polio-Auffrischung - noch nie großartige Nebenwirkungen von einer Impfung hatte, war ich auch relativ gelassen bei der Covid-Impfung.

Von Dosis Nr. 1 hatte ich 1,5 Tage lang Schmerzen im Arm, die in Ruhe allerdings erträglich waren. Ansonsten habe ich absolut nichts gemerkt und war am Abend des Folgetags auch wieder so weit beweglich, dass ich mein Home-Workout durchführen konnte. Von der zweiten Impfung hatte ich deutlich weniger Schmerzen und den Tag über auch keinerlei Beschwerden. Gegen Abend, als ich zu Bett gegangen bin, bekam ich zunächst leichtes Kopfweh, und in der Nacht fingen dann Schüttelfrost und subfebrile Temperaturen an.

Im Vergleich zu „richtigem“ Fieber war ich aber völlig klar und es ging mir körperlich auch nicht so übel, aber ich habe halt wahnsinnig gefroren und musste in zwei Decken eingemümmelt einschlafen und mir irgendwann um 2 Uhr morgens in einem Anflug von Hitze alles wieder vom Leib strampeln. Als ich am nächsten Morgen zur Arbeit gegangen bin, hatte ich noch 37,8 Grad Temperatur und war etwas groggy, habe mich im Tagesverlauf dann aber recht schnell wieder fit gefühlt.

» MaximumEntropy » Beiträge: 8044 » Talkpoints: 879,04 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Ich habe meine BionTech-Impfungen im Januar und Februar bekommen. Fieber hatte ich gar nicht, aber ich habe mich schlapp und müde gefühlt. Nach der ersten Impfung hatte ich zwei Tage lang das Gefühl auf einem Schiff zu sein, weil ich öfter zwischendurch schlappe Beine bekommen habe, sich im Bauch alles zusammengezogen hat und sich irgendwie alles gedreht hat. Und ich habe relativ viel geschlafen nach den beiden Impfungen, weil einfach körperlich nicht so richtig viel ging.

Aber gut, das war jeweils ein beziehungsweise zwei Tage lang so. Damit kann man doch eigentlich ziemlich gut leben, wenn man dafür mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit kein Covid bekommt. Ich hatte aber auch einige Kollegen, die hohes Fieber hatten und wirklich für ein paar Tage richtig krank waren. Überwiegend war das aber nach der zweiten Impfung bei uns so. Wir haben aber alle mit BionTech geimpft. Da waren schon einige bei, die nach der zweiten Impfung erstmal zwei Tage krankgeschrieben waren.

Aber auch das ist ja eigentlich nicht schlimm. Denn am Ende sind das ja alles keine Nebenwirkung, sondern nur Ausdruck, dass der Körper auf Hochtouren arbeiten und dabei ist Antikörper zu produzieren. Das ist ja im Prinzip Ausdruck des Impferfolges, auch wenn das für die betroffenen Leute erst einmal blöd klingt.

Wir hatten aber auch meines Wissens nach ein oder zwei Personen dabei, die sich trotz zweier Impfungen noch einmal infiziert haben. Aber gerechnet auf mehrere hundert Impfungen, die wir durchgeführt haben, lagen wir damit sogar noch deutlich besser als die offiziell angegebenen 90-95 Prozent Impferfolg.

» Klehmchen » Beiträge: 5074 » Talkpoints: 849,19 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



Ich habe meine Biontech-Impfungen im März und April bekommen und hatte überraschend wenig Nebenwirkungen. Nach der ersten Impfung hatte ich die üblichen Schmerzen an der Einstichstelle, und außerdem hatte ich in der Nacht nach der Impfung plötzlich eine merkwürdige entzündete Stelle im Mund (ich weiß nicht, ob es einen Zusammenhang mit der Impfung gegeben hatte). Nach der zweiten Impfung hatte ich weniger starke Schmerzen im Oberarm, und am Tag danach hatte ich mich etwas müde und angeschlagen gefühlt. Alles in allem war es ziemlich harmlos gewesen.

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» lascar » Beiträge: 3146 » Talkpoints: 583,43 » Auszeichnung für 3000 Beiträge



Man sollte vielleicht nochmal die Nomenklatur besser definieren. Müdigkeit und Abgeschlagenheit sind genauso wie Fieber keine Nebenwirkungen einer Impfung im eigentlichen Sinne. Nebenwirkung sind ja unerwünschte Wirkungen eines Medikamentes, also Sachen, die besser nicht auftreten sollten.

Nun ist es bei einer Impfung aber so, dass diese ja den Zweck hat Antikörper zu produzieren, zumindest bei aktiven Immunisierungen. Und genau das geschieht ja bei der Covid-Impfung. Dem Körper wird ein Teil des Virus präsentiert und er soll dann Antikörper bilden. Und das geschieht nun einmal in dem das Immunsystem hochgefahren wird und der Körper vom Normalzustand ein paar gängige höher schaltet. Und für den menschlichen Körper heißt das zum einen, dass viele Enzymreaktionen im Körper bei höheren Temperatuten schneller laufen (das ist der Sinn des Fiebers) und ein hohes Maß an Antikörperproduktion Energie verbraucht (deswegen wird man müde und schlapp).

Im Grunde genommen sind also sowohl Fieber, Müdigkeit und Schlappheit sogar erwünschte Wirkungen einer aktiven Impfreaktion, da sie ja eben anzeigen, dass das was gewollt ist, auch wirklich passiert. Deswegen ist der Ausdruck einer Impfreaktion dafür wesentlich besser gewählt.

Tatsächliche Nebenwirkungen sind ja eher so etwas wie die Sinusvenenthrombosen bei AstraZeneca. Die will ja wirklich kein Mensch haben. Aber das Vermischen dieser Ausdrucksformen macht eben viel zu schnell ein negatives Bild und erweckt den Eindruck, dass es ja egal wäre ob man nun an Covid erkrankt oder an der Impfung. Das sind aber eben zwei völlig verschiedene paar Schuhe und überhaupt nicht vergleichbar.

» Klehmchen » Beiträge: 5074 » Talkpoints: 849,19 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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