Durch Lockdown neue oder alte Hobbys wiederentdeckt?

vom 25.04.2021, 22:35 Uhr

Ein Thema, was jeden von uns in der ein- oder anderen Art und Weise trifft, den einen mehr, den anderen weniger: Wie beschäftigt man sich mit der teilweise mehrgewonnen Freizeit bzw. wenn alles mögliche an Aktivtäten geschlossen ist?

Viele Leute entdeckten Hobbies oder Interessen, denen sie sich früher vielleicht nie hingegeben hätten, Puzzles zum Beispiel sollen wieder sehr in Mode sein. Aber auch für "Malen nach Zahlen" habe ich schon in den sozialen Medien Werbung gesehen und mich prompt davon inspirieren lassen. Andere erzählten mir, sie würden jetzt wieder mehr lesen als früher.

Welche alten oder neuen Hobbies habt ihr durch die freie Zeit im Lockdown wiederentdeckt? Habt ihr überhaupt mehr Zeit und wenn ja, nutzt ihr sie für Zerstreuung oder versucht sie in sinnvollere Aktivitäten wie Weiterbildung oder Sport zu investieren?

» Verbena » Beiträge: 4314 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Eigentlich habe ich ja viele Interessen und Hobbys, aber die meisten davon kann bzw. will ich nicht allein zuhause ausüben. Eine meiner Hauptaktivitäten während der Lockdown-Zeit sind ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen, wobei ich das auch früher schon gern gemacht habe. Aber seitdem viele andere Aktivitäten nicht mehr möglich sind, habe ich meine Spaziergänge noch stärker ausgeweitet und ausgedehnt. Außerdem fotografiere ich gern, was mir auf meinen Spaziergängen Interessantes begegnet (Blumen, Gebäude, sonstige Besonderheiten).

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» lascar » Beiträge: 3146 » Talkpoints: 583,43 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


Dadurch, dass ich in einem systemrelevanten Beruf tätig bin und „normal“ Vollzeit arbeite, habe ich im Lockdown tatsächlich nicht wirklich mehr Zeit für Hobbies als vor Corona - mit der Ausnahme, dass zwei Freizeittermine, nämlich mein wöchentliches Chorsingen und mein Kurs im Fitnessstudio, weggefallen sind. Allerdings habe ich früher natürlich deutlich mehr Zeit bei irgendwelchen Veranstaltungen, beim Bummeln durch Geschäfte und Städte und mit Essen in Restaurants verbracht, was nun alles seit langem nur auf Sparflamme funktioniert.

Trotzdem muss ich gestehen, dass ich es nicht geschafft habe, mir wirklich ein neues aufregendes Hobby zu suchen oder auf einem Gebiet relevant aktiver zu sein. Ich lese, puzzele und zeichne zwar ab und an, aber betreibe das in etwa dem gleichen Ausmaß wie vor dem Lockdown. Gut, ich mache mittlerweile nahezu jeden Tag 30 Minuten Sport in einem Home-Workout, was zusammengenommen immer noch mehr ergibt, als meine früheren 2,5 Stunden Fitnessstudio pro Woche, aber eben nur marginal.

Ich koche nicht wirklich mehr als sonst, was jedoch nicht am Motivationsmangel, sondern an der Arbeit und der ausreichenden Verpflegung mit warmem Essen dort liegt. Gestiegen ist mein Konsum an Serien auf Streamingportalen, aber ich würde nicht sagen, dass ich übermäßig viel fernsehe. Vielleicht bin ich etwas häufiger spazieren und spiele mehr Gesellschaftsspiele, aber auch hier muss man immer das Risiko „unnötiger“ Kontakte gegen den Spaßfaktor abwägen.

Irgendwie wäre es zwar schon cool gewesen, behaupten zu können, dass man während der Coronazeit eine neue Sprache, eine Handarbeitstechnik oder eine Sportart erlernt hat, aber ehrlich gesagt wüsste ich nicht, wo ich die Zeit hätte hernehmen sollen, ohne bei anderen geliebten Beschäftigungen radikale Abstriche zu machen - und das wäre es mir dann doch nicht wirklich wert gewesen.

» MaximumEntropy » Beiträge: 8044 » Talkpoints: 879,04 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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