Wie findet ihr eure innere Ruhe, schafft ihr es immer?

vom 28.03.2021, 14:52 Uhr

Mich würde interessieren welche Mittel und Wege ihr habt eure innere Ruhe zu finden, einfach mal ganz herunterzukommen und sich zu erden. Ich fühle mich gerade während dieser aktuellen Zeit nicht immer vollkommen ausgeglichen und meine sonstigen Mittel und Wege scheinen mich nicht mehr ausgeglichen zu machen. Sicherlich kann das daran liegen, dass ich einfach weniger Ruhepausen bekomme, aber man auch mehr nachdenkt, sich dann vielleicht aufregt und so weiter. Meint ihr Yoga kann einen ausgeglichener machen oder was macht ihr so?

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» Ramones » Beiträge: 45029 » Talkpoints: 10,11 » Auszeichnung für 45000 Beiträge



Jeder muss für sich einen guten Weg finden, um zur Ruhe zu finden. Ich hatte absolut keinen Spaß an Yoga und wurde dadurch sogar eher unruhig. Mit den Kindern auf der Arbeit hat mir Yoga Spaß gemacht, aber keinen Ruhezustand ausgelöst. Ich habe schon viel ausprobiert, dazu zählten Steine, die ich mit Acrylfarben angemalt habe, das Häkeln, das Lesen von Büchern, Sport machen, das Nähen von Babyklamotten und einige andere Sachen. Bei manchen wurde ich sogar wieder unruhig, da nicht alles gleich geklappt hat.

Ich habe also schon viel ausprobiert und mache einiges trotzdem gern. Meine innere Ruhe finde ich aber definitiv nur auf eine Art. Ich leine den Hund an und gehe mit ihm eine große Runde spazieren. Gleich hinter unserem Haus fangen die Feldwege an und wir haben etliche Kilometer ohne Autos oder andere störende Geräusche. Man hört die Vögel, sieht viele Tiere, riecht viele Dinge und jeder Spaziergang ist einzigartig. Beim beobachten der Natur werde ich innerlich absolut ruhig. Auch ohne Hund lohnt es sich spazieren zu gehen.

» Ela123 » Beiträge: 825 » Talkpoints: 1,61 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich kann es mir auch nicht so ganz erklären, aber bei mir kam die "innere Ruhe" irgendwie mit dem zunehmenden Alter. Seit ein paar Jahren stelle ich fest, dass mich so schnell nichts mehr aufregt. Auch das nagende Gefühl meiner Jugendjahre, irgendwie "falsch" zu sein, etwas zu verpassen oder generell fehl am Platz zu sein, hat sich im Laufe der Zeit fast vollständig aufgelöst.

Durch die Pandemie sind auch noch etliche äußere Stressfaktoren wie z.B. das Pendeln zum Großteil weggefallen. Das heißt zwar nicht, dass ich mit sämtlichen äußeren und internen Aspekten meines Lebens top zufrieden bin, und natürlich ärgere ich mich immer wieder mal. Aber meistens handelt es sich nur um kleinere Gefühlspitzen, die sich auch schnell wieder glätten. Ich meine, wie oft war ich im Leben schon gestresst, und was hat es mir gebracht?

Egal, ob der Zug Verspätung hatte, der Schlüssel unauffindbar war, ein passendes Kleid für eine Familienfeier her musste, eine Zahnbehandlung fällig war, jemand im Krankenhaus besucht werden musste, der Chef zum Gespräch gebeten hat, ein Elektrogerät den Geist aufgegeben hat, das Auto einen Marderschaden hatte ... alles hat sich immer irgendwie geregelt und ich bin manchmal etwas gebeutelt, oft ärmer, aber generell unbeschadet daraus hervorgegangen. Wieso sollte ich mich beim dritten oder vierten identischen Problem dann noch groß hineinsteigern?

» Gerbera » Beiträge: 9613 » Talkpoints: 3,05 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



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