Sollten Promis ihre Eheprobleme öffentlich breit treten?

vom 30.10.2019, 23:31 Uhr

Dana Schweiger - die Ex von Til Schweiger - veröffentlichte vor wenigen Tagen ihre Autobiografie "Im Herzen barfuß: Das Leben, die Liebe, meine Familie und ich".

Aus diesem Grund hat sie auch mit der Presse über die Trennung von ihrem Ex-Mann Til Schweiger gesprochen. Hierbei steht der Schauspieler und Regisseur in keinem besonders guten Licht. Sie habe nie damit gerechnet, dass ihr Til tatsächlich fremdgehen würde. Sie habe das zufällig herausgefunden, als sie in seinem Handy auf der Suche nach der Nummer ihres Schwagers war. Später hätten ein paar deutsche Freunde zu ihr gesagt, dass es doch klar sei bei einem deutschen Kinostar, dass der untreu wäre.

Was haltet ihr von solchen späten Veröffentlichungen der Beziehungsgeschichte bzw. Eheprobleme? Haltet ihr das für eine "Abrechnung" mit dem Ex? Oder findet ihr es okay, wenn man die Öffentlichkeit über diese intimen Vorkommnisse "informiert"?

» EngelmitHerz » Beiträge: 2995 » Talkpoints: 64,69 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Es geht doch gar nicht um die Öffentlichkeit oder Information oder Abrechnung. Die Gute hat ein Buch herausgebracht. Dieses Buch soll sich verkaufen und muss deshalb so beworben werden, dass man als potentieller Leser den Eindruck bekommt, dass man etwas verpassen würde wenn man das Buch nicht kauft.

Ist dir das noch nie aufgefallen, dass diese Biographien von Prominenten immer irgendeinen "Skandal" oder eine "Enthüllung" oder irgendwas in der Art versprechen? Oder, dass Prominente generell dann über private Problemchen sprechen wenn sie irgendwas zu verkaufen haben? Das funktioniert ja auch bei Filmen, Serien, Alben und so weiter. So kommt man in die Schlagzeilen, bringt sich wieder ins Gespräch und das zu verkaufende Produkt gleich mit.

Finde ich das in Ordnung? Warum nicht? So funktioniert das Geschäft nun mal und das wissen auch alle Beteiligten. Wahrscheinlich bekommt man als Ex Partner so ein Buch sogar vorgelegt oder die Anwälte prüfen das vor der Veröffentlichung, weil der Verlag keine Lust auf Klagen, Verkaufsstopps und solche Geschichten hat, die den Gewinn mindern.

Benutzeravatar

» Cloudy24 » Beiträge: 26749 » Talkpoints: 132,10 » Auszeichnung für 26000 Beiträge


Ich denke auch, dass es sich bei "Prominenz" um ein Geschäft auf Gegenseitigkeit handelt. Die allerwenigsten "Promis" vom Schlag von Til Schweiger und Co. sind ja wegen ihrer Jahrhundertleistungen für den Fortschritt der Menschheit berühmt, sondern vor allem deswegen, weil sie von Berufs wegen regelmäßig über TV in den Wohnzimmern der Menschen gastieren. Andere Promis haben nicht mal einen entsprechenden Job, sondern fallen vor allem durch ihr abweichendes Verhalten auf und schaffen es so auf die Bildschirme.

Und im Gegenzug, dass manche Leute gut Geld daran verdienen, dass sich andere für ihr Leben und Treiben interessieren, bekommt das Publikum eben Skandale, Enthüllungen, Klatsch und Tratsch serviert. Wenn über dich als Berufs-Promi keiner mehr spricht. kannst du gleich wieder am Landestheater Mainz die Ophelia spielen und gerade genug für eine Mietwohnung und einen Gebrauchtwagen verdienen.

Ich interessiere mich absolut nicht für "Promis" und würde die aktuelle Generation größtenteils gar nicht erkennen, wenn ich sie auf der Straße sehen würde. Dass die Leute ihre Biographie zu Markte tragen, ist in meinen Augen ganz und gar ihr Problem bzw. oft gut funktionierendes Geschäftsmodell. Unfair finde ich es nur, wenn Dritte ungefragt hineingezogen werden, und dann gibt es eben mal wieder eine Klage, und gut ist. Die Prominenz bleibt ja erhalten, solange die Klatschblätter im Guten wie im Schlechten etwas zu verbreiten haben.

» Gerbera » Beiträge: 10366 » Talkpoints: 3,75 » Auszeichnung für 10000 Beiträge



Mich interessieren die privaten Geschichten von Personen, die im öffentlichen Licht stehen auch absolut nicht. Ich kann mich auch für den Klatsch auf dem Büroflur oder beim Frisör so gar nicht erwärmen. Also lässt es mich einfach kalt, wie sich Frau Schweiger fühlte, als der Til Ehebruch beging. Da zucke ich mit den Schultern und habe es dann auch schon wieder vergessen. Wer allerdings nicht genügend echte Probleme hat, kann sich diese Geschichten ja gern anhören oder verrückterweise sogar Geld ausgeben, um sich den überflüssigen Schinken zu kaufen und dann auch noch lesen.

Benutzeravatar

» Quasselfee » Beiträge: 2110 » Talkpoints: 20,07 » Auszeichnung für 2000 Beiträge



Die Promis leben doch davon, dass man Ihre Geschichten druckt und das sie dadurch in aller Munde bleiben. Es geht doch immer nur darum, über wen geredet wird, der ist interessant. Daher denke ich oft sind viele Geschichten oder Bücher auch Berechnung um im Business zu zeigen das man noch da ist.

Mich selbst interessiert es auch nicht. Ich denke auch, dass vieles nicht echt ist. Was will man denn wirklich erkennen wie es läuft, nur weil es niedergeschrieben steht. Auf der anderen Seite denke ich aber auch, dass die Leute die im öffentlichen Leben stehen sich das selbst ausgewählt haben und man das teilweise auch von ihnen erwartet, dass sie etwas von sich preisgeben.

» timbo007 » Beiträge: 950 » Talkpoints: 1,27 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Ich finde es gehört einfach auch dazu, dass man über diese Menschen dann diskutiert und spricht. Immerhin möchten sie das ja auch. Sie verdienen ja auch nur, weil die Leute Interesse am Leben der Prominenten haben, die Person sympathisch finden oder eben nicht. Als Frau macht es aber vielleicht einfach auch Sinn sich so etwas vom Herz zu schreiben, wenn man damit dann auch Geld verdienen kann. Das ist einfach lohnend, aus vielerlei Perspektiven und die Leute wollen das ja auch wissen. Vieles bekommt man ja auch nicht mit und will das dann vielleicht auch lesen.

Benutzeravatar

» Ramones » Beiträge: 46509 » Talkpoints: 2,20 » Auszeichnung für 46000 Beiträge


Ich finde es dem Partner gegenüber nicht fair, wenn man persönliche Probleme mit ihm in der Öffentlichkeit breit tritt. Die meisten machen das wohl, um Geld damit zu verdienen. Vielleicht brauchen sie aber auch den Zuspruch der Öffentlichkeit oder möchten gerne im Rampenlicht stehen.

Ich finde das nicht besonders ehrenwert. Selbst die Biographie der Nichte von Trump fand ich ethisch nicht in Ordnung, obwohl ich nun wahrlich kein Trump Fan bin. Die Leute, über die geschrieben wird, können sich ja gar nicht wehren, ohne selbst ein Buch zu veröffentlichen.

» blümchen » Beiträge: 4114 » Talkpoints: 21,27 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Mich interessiert's nicht groß und manchmal nervt's mich auch. Ich meine: Welchen Einfluss hat das auf mein Leben? Es bringt mich nicht wirklich weiter. Außerdem habe ich auch das Gefühl, dass da entweder geschönt oder überdramatisiert wird, damit sich das Buch verkauft.

» Bärbel24 » Beiträge: 7 » Talkpoints: 0,67 »


Persönlich finde ich das natürlich ein Unding. Eheprobleme oder ähnliches gehören hinter verschlossene Türen und gehen niemanden etwas an. Abgesehen davon, dass es viele auch einfach nicht interessiert. Aber bei vielen Promis glaube ich, dass auch einfach viel PR dahintersteckt. Sich mal wieder im TV zeigen und für Diskussionen sorgen. Inwiefern das wünschenswert ist, muss jeder für sich wissen.

» andreas33 » Beiträge: 16 » Talkpoints: 1,60 »


Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^