Beziehung zwischen Doktorand und Studentin - erlaubt?

vom 23.05.2017, 19:11 Uhr

Ich habe mich in einen Doktoranden verliebt. Er hat mich während meiner Bachelorarbeit an der Uni betreut. Er hat mir auch immer sein Interesse gezeigt und mit mir geflirtet. Es kann sein, dass er mich am Ende meines Studiums noch als Beisitzer prüfen muss. Ich will ihn absolut nicht in Schwierigkeiten bringen. Ihm ist seine Promotion sehr wichtig. So wie ich ihn einschätze, will er auf keinen Fall unprofessionell bei seinem Prof rüber kommen. Man könnte ihm ja schließlich vorwerfen, er könne nicht die nötige Distanz zu seinen Studentinnen aufbringen, die er eventuell noch prüfen muss.

Würdet ihr lieber die Füße still halten und warten bis nach der Prüfung? Ist in dem Fall eine Beziehung zwischen Doktorand und Studentin überhaupt erlaubt?

» Jenny1x1x » Beiträge: 3 » Talkpoints: 1,68 »



Im Prinzip ist es nicht verboten. Aber es besteht logischerweise ein Abhängigkeitsverhältnis, wenn ein Studierender eine Beziehung zu einem Dozenten hat, der auch noch für eine Prüfung zuständig sein könnte. Da hilft nur ein offener Umgang. Wenn man beispielsweise eine Veranstaltung besucht, die der Partner hält, dann sollte jemand anderes die Abschlussprüfung stellen und die Bewertung der einen Arbeit vornehmen. Ansonsten bekommt das schnell einen ziemlichen Beigeschmack.

» cooper75 » Beiträge: 12619 » Talkpoints: 354,48 » Auszeichnung für 12000 Beiträge


Hast du denn mal mit ihm darüber geredet? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das okay ist, wenn man noch von der Person bewertet werden muss. Sollte es da eine Alternative geben, auch zu den Kursen, muss man das offen mitteilen und dann handeln, aber sonst würde ich an deiner Stelle einfach mal bei ihm nachfragen und fragen wie er das sieht. Vielleicht hast du das ja auch alles falsch interpretiert und er will nichts von dir. Manchmal schwärmt man ja und interpretiert dann alles hinein.

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» Ramones » Beiträge: 46686 » Talkpoints: 7,06 » Auszeichnung für 46000 Beiträge



An meinem Institut würden mir da gleich mehrere Beispiele einfallen, wo der Prof. und eine wissenschaftliche Mitarbeiterin verheiratet sind und Kinder haben oder wo zumindest bekannt war, dass da Doktorand und Mitarbeiter eine Beziehung haben etc. Da wurde auch nicht getuschelt oder so, das war völlig normal. Bei und gab es sogar eine Prof., deren Tochter mit am Lehrstuhl arbeitet und bei der Mutter promovierte und dann somit auch von ihr bewertet wurde. Ich würde da kein riesiges Problem sehen.

Man könnte es ja einfach so machen, dass man darauf achtet, die Beziehung nicht bekannt werden zu lassen. So eine Bachelorarbeit dauert doch nur ein paar Monate, die ist doch schnell vorbei, bis dahin kann man sich doch bemühen, dass es an der Uni keiner merkt und was man privat macht, geht keinen etwas an.

» Zitronengras » Beiträge: 9393 » Talkpoints: 0,18 » Auszeichnung für 9000 Beiträge



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