Siemens will ein Kohlekraftwerk in Australien bauen

vom 12.01.2020, 22:46 Uhr

Ich weiß worauf du hinaus willst cooper. Du hast ja auch recht damit, gar keine Frage. Aber auch wenn das vielleicht überspitzt klingen mag und vielleicht auch zu einfach gesehen wird von mir, weiß ich auch, dass so eine Signalanlage kein Hexenwerk ist. Soweit ich mitbekommen habe, gab es wohl noch zwei andere Firmen, die diese Signalanlage hätten bauen können, aber wohl von dem Auftrag zurückgetreten sind. Weiß man auch warum diese Firmen den Auftrag abgelehnt haben? War es wirklich aus Gründen des Umweltschutzes, oder vielleicht aus anderen Gründen?

Natürlich ist es keine Ausrede für eine Firma, wenn sie sagt "wenn wir es nicht machen, macht es eben ein Anderer". Aber das Beispiel von Juri zeigt, und da gibt es noch viele andere Beispiele dafür, dass wenn man eben hier nicht produzieren kann, dann machen wir das eben woanders. Das sollte alles nicht sein. Arbeitnehmer sollten fair bezahlt werden, die Produkte sollten umweltfreundlich und nachhaltig hergestellt werden usw. Fakt ist aber, dass es nicht gemacht wird. Vielleicht gibt es genug Leute in den Firmen, die das auch nicht wollen. Es wird auch genug bei Siemens geben, die das auch nicht befürworten, aber die Leute, die diese Projekte durchboxen sind die Gesellschafter und Aktionäre. Die wollen am Ende des Jahres ihre Zahlen sehen und nicht wie Umweltbewusst sie gehandelt haben. Oder kennst Du irgendeinen Großaktionär der seine Tolle Yacht gegen einen E-Smart eintauscht um umweltbewusst zu sein.

Ohne ein globales Umdenken funktioniert der Umwelt und Klimaschutz einfach nicht, und davon sind wir einfach noch sehr weit entfernt. Auch das soll keine Ausrede dafür sein, dass man jetzt weiterhin die Luft verschmutzt oder Treibhausgase in die Umwelt pustet, aber der Kern der Aussage war ja auch nicht, dass die Umwelt verschmutzt wird, sondern dass Siemens ein Kohlekraftwerk baut und das ist nicht korrekt.

Nehmen wir mal an, dass Siemens lediglich eine Signalanlage wir eine Bahnstrecke gebaut hätte, ohne das Irgendjemand erwähnt hätte wofür diese ist, dann hätte da kein Hahn nach gekräht.

Warum geht denn keiner dafür demonstrieren, dass in Afrika alte Kühlschränke und Elektrogeräte auseinander geprügelt werden. Da entstehen nicht nur giftige Dämpfe, weil die Menschen damit versuchen die Edelmetalle von den Platinen zu brennen, sondern der ganze Giftmüll der dabei entsteht, gelangt dann noch ins mehr oder ins Grundwasser? Warum müssen Menschen ohne Schutzausrüstung Schwefel aus irgendwelchen Schwefelminen schleppen, nur damit wir hier unsere Produkte an den Mann bringen können? Beispiele gibt es genug gegen die man demostrieren kann, aber die geraten alle in Vergessenheit. Es ist jetzt grade akut, weil es in Australien brennt. Es gibt eine nette Karte im Internet, da kann man sehen, wo es zur Zeit auf der Welt überall brennt und da sieht es in Afrika wesentlich dramatischer aus.

Siemens hat einen Fehler damit gemacht diesen Auftrag anzunehmen. Man könnte diesen Fehler sogar wieder rückgängig machen, da es da wohl tatsächlich eine vertragliche Möglichkeit geben soll, die es Siemens erlaubt, von diesem Vertrag wieder Abstand zu nehmen, aber sie tun es nicht. Da stellt sich für mich die Frage nach dem Warum gar nicht erst.

» Kodi » Beiträge: 530 » Talkpoints: 62,63 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Tja, aber das globale Umdenken findet doch statt. Kaum eine Bank finanziert das Vorhaben. Keine Versicherung übernimmt den Auftrag. Rund 60 globale Großkonzerne lehnen jegliche Beteiligung ab. Und würde Siemens es lassen, wäre eine neue Ausschreibung nötig.

» cooper75 » Beiträge: 11925 » Talkpoints: 581,11 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Das sind so die typischen Halbwahrheiten, die es immer zu hören gibt. Der letzte Klimagipfel in Spanien hat doch gezeigt, dass nichts in Butter ist. Von der Leyens Plan ist längst nicht durch. Vor allem soll laut Weber von der EVP die Industrie zahlen. Die wird es auf die Verbraucher abwälzen. An einer echten Sozialverträglichkeit habe ich meine Zweifel.

Irgendeine Stop-Adani-Aktion hat diese Zahlen von den Banken und Versicherungen veröffentlicht. Woher diese Zahlen kommen, kann ich micht erkennen. Ich bin mir allerdings sicher, dass es ein indischer Konzern in Australien so oder so nicht leicht hat.

Siemens hat 85 Milliarden Umsatz und 5 Milliarden Gewinn. Die brauchen die 18 Millionen für diesen Auftrag nicht. Aber sie müssen Zuverlässigkeit zeigen. Sobald der Eindruck entsteht, dass Siemens oder andere deutsche Firmen ihre Aufträge nicht mehr ausführen, wären sie sehr schnell nicht mehr die erste Wahl. Die Chinesen würde es freuen.

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Es mag ja sein, dass inzwischen viele Länder umdenken, aber die Länder auf die es ankommt eben nicht. Man muss sich ja nur mal das Ranking der Länder mit dem größten CO2-Ausstoß ansehen. Da stehen China auf Platz 1 und die USA auf Platz 2, gefolgt von Indien, Russland und Japan. Im Anschluss der ersten fünf Plätze kommt gleich Deutschland mit gerade mal einem Zehntel dessen, was China in die Atmosphäre bläst. China boomt, was die Marktwirtschaft angeht, also werden die wohl in Zukunft eher noch mehr in die Umwelt blasen.

Die USA bzw. Trump hat ja schon vor längerer Zeit verkündet, dass er den ganzen Klimawandel für Humbug hält, also muss man da auch nicht mehr an ein Umdenken glauben. Auch Indien rüstet immer mehr auf, was seine Marktwirtschaft angeht und der Bau des besagten Kohlekraftwerks, lässt nicht gerade darauf hoffen, dass Indien seine Beteiligung von 5,6% des weltweiten CO2-Ausstoßes runterschrauben wird. Auch Russland backt seine eigenen Brötchen und wird sich eher einen Scheiß um irgendeine Umweltpolitik scheren.

Die Einzigen, denen ich noch irgendetwas positives in Sachen Klimaschutz abgewinnen kann, wären dann die Japaner und über die Tatsache, dass man hier Deutschland was ändern will und auch tut, muss man ja nicht diskutieren. China, USA und Indien sorgen für fast 50% des weltweiten CO2-Ausstoßes und bei keinem sehe ich da ein Potenzial für Besserung. Also wo bitteschön ist da das globale Umdenken.

Es nützt nämlich nicht wirklich viel, wenn alle anderen anfangen daran zu arbeiten, wenn die drei Erstplatzierten munter weiter ihre Industrie ausbauen. Ich will es damit nicht schlecht reden, dass ein weltweites Umdenken stattfindet, aber es müssen auch die mitziehen, die weltweit am meisten raushauen und das sehe ich zur Zeit einfach noch nicht.

» Kodi » Beiträge: 530 » Talkpoints: 62,63 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Letztlich müssten die Länder dies von alleine beschließen. Ich möchte nicht, dass Unternehmen bestimmen, was gut für uns ist und was nicht. Es wäre Sache von Australien und nicht von Siemens, dass inzwischen nur noch seinen Stammsitz in Deutschland hat. In China oder den USA käme niemand auf so einen Unsinn.

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Kodi hat geschrieben:Es mag ja sein, dass inzwischen viele Länder umdenken, aber die Länder auf die es ankommt eben nicht. Man muss sich ja nur mal das Ranking der Länder mit dem größten CO2-Ausstoß ansehen. Da stehen China auf Platz 1 und die USA auf Platz 2, gefolgt von Indien, Russland und Japan. Im Anschluss der ersten fünf Plätze kommt gleich Deutschland mit grade mal einem Zehntel dessen, was China in die Atmosphäre bläst. China boomt, was die Marktwirtschaft angeht, also werden die wohl in Zukunft eher noch mehr in die Umwelt blasen.

Was für Stammtischparolen. :wall: Du weißt aber schon, dass China ein Land mit rund 1,5 Milliarden Einwohnern ist und Deutschland nur rund 100 Millionen hat? Die Zahlen sind der besseren und schnelleren Rechnung auf volle hunderte gerundet, bevor jetzt jemand meckern will. Bei der 15-fachen Größe ist es doch nur normal, dass auch die Emissionen deutlich höher liegen und pro Kopf gerechnet haben die Chinesen nur zwei Drittel unserer Emissionen. Wir sind also keineswegs besser, sondern eher schlechter als die Chinesen. Die haben eben bloß das Problem ihrer Masse. Würde man beispielsweise die EU zusammenrechnen als politisches Konstrukt, wären wir auch nicht mehr nur bei einem Zehntel der Chinesen.

Ansonsten hätte ich mir persönlich gewünscht, dass sich Siemens bei dem Kraftwerksbau herausgehalten hätte. Aber auf der anderen Seite ist das eben rein eine moralisch-ethische Sichtweise, wo natürlich jeder einen anderen Standpunkt haben kann. Es wurde ja gegen kein Gesetz verstoßen. Und man muss sich in einer Marktwirtschaft und im Kapitalismus ja auch nicht wirklich wundern, wenn sich Unternehmen mehr ihren Aktionären verpflichtet fühlen als irgendwelchen Umweltansprüchen von Bürgern. Das muss man nicht gut finden, mache ich auch nicht. Aber ich kann es ihnen nicht verdenken.

» Klehmchen » Beiträge: 5021 » Talkpoints: 826,86 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Also nachmal! Siemens baut kein Kraftwerk, sondern installiert lediglich die Signalanlage für die Zugverbindung, die dann die Kohle quer durch Australien befördern soll. Ob sie dann am Ende tatsächlich Anteile, in irgendeiner Form an dem Kraftwerk haben, ist nicht sicher. Fakt ist aber, dass Siemens nicht das Kraftwerk baut.

Was den Ausstoß der Treibhausgase angeht. Natürlich sind wir, bloß weil wir nur ein Zehntel der Emissionen erzeugen wie China, nicht besser, aber Wirtschaft in China boomt im Moment und damit auch die Wahrscheinlichkeit, dass auch die Emissionen stark steigen werden in diesem Land. Die angegebenen Angaben betrifft auch allein nur die Treibhausgase, und nicht von den dem ganzen anderen Dreck, den man da noch in die Luft bläst.

Smog ist in manchen Industriestädten dort völlig normal. Ein ehemaliger Nachbar von mir, war mal für einige Wochen beruflich dort und was er mir da über die Luft erzählt hat, die man da tag täglich einatmet, war schon sehr extrem. Die konntest meistens erst wieder auf ihrem Hotelzimmer, mit klimatisierter und gefilterter Luft durchatmen. Es ist gut möglich, dass sich das etwas gebessert hat in China, aber das wage ich mal zu bezweifeln. Dort werden Menschen und die Umwelt eben noch anders behandelt und da ist auch noch lange kein Umdenken in Sicht.

Natürlich produzieren wir in Deutschland in Bezug auf Landesgröße und Größe der Bevölkerung, recht viel der Treibhausgase, aber wir sind auch eine Industrienation und es gibt kaum einen Ort, wo nicht irgendein Industrielles Gebäude steht, in der dann auch Treibhausgase produziert werden. China ist auf Grund der Größe des Landes, wohl eher noch als Bauernstaat einzuordnen, da ich denke, dass dort noch eher Landwirtschaft betrieben wird. Zumindest prozentual wesentlich mehr als in Deutschland. In China sind es knapp 30% der Arbeitnehmer, die in der Landwirtschaft tätig sind, gegenüber den grade gut 2% in Deutschland.

Ich will nicht sagen, dass meine Aussagen auch 100%ig so sein müssen, aber was China und seine Wirtschaft angeht, bin ich mir ziemlich sicher, dass der Boom dafür sorgen wird, dass sie in den nächsten Jahren ihren Spitzenplatz in Sachen Klimagas-Erzeugung, halten und sogar weiter ausbauen werden. Und ich denke, dass auch Indien langsam aber sicher ihre Position in diesem Ranking klar verbessern werden. In meinen Augen, geht grade in diesen Ländern, die Tendenz für mehr Erzeugung von Treibhausgasen, ganz klar nach oben und das wird sich auch so schnell nicht ändern.

» Kodi » Beiträge: 530 » Talkpoints: 62,63 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Kodi hat geschrieben:Ich will nicht sagen, dass meine Aussagen auch 100%ig so sein müssen, aber was China und seine Wirtschaft angeht, bin ich mir ziemlich sicher, dass der Boom dafür sorgen wird, dass sie in den nächsten Jahren ihren Spitzenplatz in Sachen Klimagas-Erzeugung, halten und sogar weiter ausbauen werden. Und ich denke, dass auch Indien langsam aber sicher ihre Position in diesem Ranking klar verbessern werden. In meinen Augen, geht grade in diesen Ländern, die Tendenz für mehr Erzeugung von Treibhausgasen, ganz klar nach oben und das wird sich auch so schnell nicht ändern.

Ja natürlich wird das so kommen. Wie schon oben gesagt ist das eben ein Problem der Masse. Man kann daraus aber eben nicht wie es viele machen, ableiten, dass wir nichts tun müssen, weil die Chinesen oder zukünftig Inder ja viel mehr Treibhausgase produzieren. Das ist einfach normal. Nichts desto trotz könnten wir als hochentwickeltes Industrieland aber eben zeigen, wie man einen hohen Entwicklungsstand auch mit Klimaschutz verbinden kann und diesen Weg dann für Staaten wie Indien oder China abkürzen.

Mal ganz davon abgesehen, dass uns die Chinesen wirtschaftlich locker abhängen, wenn wir nur eingefahrene Wege weitergehen. Wie war das mal mit Vorsprung durch Technik? Wir sollten den Klimawandel eher als Chance sehen uns dahingehend besser aufzustellen und das gilt dann eben auch für Unternehmen wie Siemens. Gerade eben auch was die Außendarstellung angeht, hat man sich da keinen Gefallen getan.

Schon allein, weil man Siemens, auch wenn es nur marginal stimmt, überwiegend direkt mit dem Kraftwerksbau in Verbindung bringt. Natürlich stimmt das eigentlich nicht wirklich, weil sie bloß ein paar Signale für Züge bauen. Aber so wird das eben von vielen Menschen nicht wahrgenommen. Und auch das sollte man vor solchen Entscheidungen bedenken. Vor allem dann, wenn es für einen Konzern wie Siemens nur um einen Umsatz von wenigen Millionen Euro bei dem Projekt geht. Das wäre in keiner Bilanz aufgefallen, wenn sie den Auftrag gar nicht erst angenommen hätten.

» Klehmchen » Beiträge: 5021 » Talkpoints: 826,86 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


Da gebe ich dir natürlich Recht Klemchen. Der Slogan Vorsprung durch Technik stammt von Audi und spricht schon lange nicht mehr für die Deutsche Industrie. Was das Umdenken für erneuerbare Energien oder zumindest umweltschonende Energien angeht, hat nicht nur die ganze Welt geschlafen, sondern insbesondere Deutschland. Das habe ich sogar hautnah miterleben dürfen. Konzepte für saubere Energie gibt es mehr als genug. Aber leider verschleißt man die Augen vor den guten Innovationen und schenkt eher den Projekten Beachtung, die eh schon viel zu lange verschleppt wurden, weil man eben alles nicht so ernst genommen hat und die fossilen Brennstoffe eben noch lukrativer waren. Und das es geht, zeigt das Kernfusionsprojekt in Frankreich. Dort wird mit Hilfe sämtlicher Länder, der Größte Kernfusionsreaktor der Welt gebaut, zwar erstmal als Forschungsreaktor, aber wenn man sieht wie viele und welche Länder sich daran beteiligen und miteinander arbeiten, sieht man dann, dass es doch wohl funktionieren kann.

Ich selber habe gut 6 Jahre in der Entwicklung und Produktion von Mikroblockheizkraftwerken auf Brennstoffzellen-Basis mitgearbeitet. Ich habe zu der Zeit auch mit vielen Leuten zusammengearbeitet, die aus der Solarbranche kamen, von daher kann ich von beiden Seiten her sagen, dass man da in Deutschland viel zu wenig tut, um Made in Germany Produkte zu fördern. Wie das bei den Solaranlagen war, kann ich nicht genau sagen, da weiß ich nicht, ob diese vom Staat subventioniert wurden, aber Fakt ist, dass man eben lieber die Ware aus China gekauft hat, als die qualitativ besseren Zellen aus Deutschland, was dann das Ende für viele Solarzellen-Hersteller aus Deutschland bedeutet hat.

In der Brennstoffzellen-Industrie ist das ähnlich. Sie wurden Subventioniert, aber das lief alles viel zu schleppend. Das Produkt an dem ich in den 6 Jahren mitarbeiten konnte, war wirklich top. Mit einem Wirkungsgrad von 85% wurde 24/7 Strom produziert und eine wenig abwärme. Vom Wirkungsgrad her gab es kein vergleichbares Produkt auf dem Markt, nicht mal von den großen Firmen. Aber es war halt noch viel zu unbekannt, und bedingt durch die geringen Stückzahlen für den einzelnen dann auch noch recht teuer. Die Subventionen gab es zwar, aber nicht Deutschland weit und recht beschränkt und mit viel Aufwand. Daher ging diese Firma nach einer Insolvenz, an ein italienisches Unternehmen, die zwar Dinge schön aussehen lassen können, aber mit Ihrer Arroganz und dem technischen Unverständnis alles herunter wirtschaften.

Würden solche Projekte mehr gefördert werden, könnte ich mir vorstellen, dass solche Projekte auch für Siemens und Konsorten interessant wären, dann würden solche Problematiken wie jetzt gar nicht erst entstehen. Dann würden solche Konzerne wie Siemens vielleicht doch ihr Geld eher in solche Projekte stecken, die Zukunftsorientierter arbeiten. Aber da hat Deutschland eben viel zu lange geschlafen.

» Kodi » Beiträge: 530 » Talkpoints: 62,63 » Auszeichnung für 500 Beiträge


Kodi hat geschrieben:Und das es geht, zeigt das Kernfusionsprojekt in Frankreich. Dort wird mit Hilfe sämtlicher Länder, der Größte Kernfusionsreaktor der Welt gebaut, zwar erstmal als Forschungsreaktor, aber wenn man sieht wie viele und welche Länder sich daran beteiligen und miteinander arbeiten, sieht man dann, dass es doch wohl funktionieren kann.

Perfektes Beispiel. Wir haben doch selber ein Kernfusionsprojekt in Deutschland, dass seit Jahren betrieben wird. Die Anfänge und Vorgängeranlagen sind Jahrzehnte alt und auch der Wendelstein 7X in Greifswald ist seit einigen Jahren in Betrieb und funktioniert, verbraucht nur bisher noch mehr Energie als er erzeugt.

Solche Forschung muss man massiv fördern und schon bist du Vorreiter auf der Welt und 1,5 Milliarden Chinesen kommen und wollen dir das Ding abkaufen, wenn man es zum Funktionieren bringt. Man kann aber natürlich auch alternativ Steinkohlekraftwerke bauen und warten bis die Chinesen genug abgekupfert haben in Greifswald und Frankreich um das Ding dann selber zu bauen.

» Klehmchen » Beiträge: 5021 » Talkpoints: 826,86 » Auszeichnung für 5000 Beiträge


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