Welche Situationen sollte eine Freundschaft überstehen?

vom 31.03.2018, 09:32 Uhr

Ich habe schon öfter gehört, dass viele Freundschaften daran zerbrechen, wenn beide an der gleichen Person des anderen Geschlechts Interesse haben. Eigentlich ist es ja am schlausten, wenn sich beide zurückhalten und beide darauf verzichten. Oder man könnte dann die Person des Interesses entscheiden lassen - immerhin muss sie ja auch wissen, mit wem sie sich mehr vorstellen könnte oder nicht.

Oft eskaliert es dann ja aber in der Freundschaft und teilweise soll dann richtig um die Person des anderen Geschlechtes gekämpft werden. Im Endeffekt kommt es nicht selten vor, dass man den Freund und auch den potenziellen Partner verliert. Welche (schwierigen) Situationen sollte eine gute und enge Freundschaft aber trotzdem gut überstehen können? Welche Erfahrungen habt ihr in dieser Hinsicht gemacht?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 31919 » Talkpoints: 77,37 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Ich habe nie verstanden, warum man wegen so einer Bagatelle die Freundschaft kaputt gehen lässt. Das ist für mich ehrlich gesagt kein Grund, die Freundschaft zu lösen, nur weil beide Parteien zufällig dieselbe Person toll und sympathisch finden. Aber wahrscheinlich bin ich in dieser Hinsicht viel zu analytisch. Ich bin sehr wählerisch bei der Wahl des Partners und analysiere schon vorher alle möglichen Reibungspunkte und Sollbruchstellen und erst, wenn die Analyse positiv ausfällt, könnte ich mir eine Beziehung vorstellen. Für mich reicht es nicht aus, eine Person nur anziehend zu finden oder nett zu finden, da gehört deutlich mehr dazu.

Dementsprechend wäre ich auch nicht sauer oder gekränkt, wenn eine Freundin was mit einem Mann anfängt, den ich interessant gefunden habe, da ich ohnehin sehr wählerisch bin und ziemlich hohe Ansprüche habe was Wertvorstellungen, bestimmte Charaktereigenschaften, Ziele und Zukunftspläne angeht. Da fallen sehr viele Männer aus dem Raster, weil ich auch auf Sachen achte, die anderen weniger wichtig sind.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Ich finde, dass man Freundschaften ebenso wenig wie Beziehungen erzwingen kann und dass jeder andere Standards für soziale Beziehungen hat. Was für den einen eine Bagatelle ist, betrachtet jemand anders als absoluten Verrat. Auch das Alter und die Lebenserfahrung spielen hier eine Rolle. Wenn dir jemand den "Schwarm" wegschnappt, kann das die schlimmste Erfahrung deines bisherigen Lebens sein, oder nur ein Ärgernis unter vielen.

Das Ideal ist natürlich, dass eine Freundschaft Höhen und Tiefen übersteht und Freud und Leid geteilt werden können. Aber inwiefern dieses Ideal realistisch ist, kann ich auch nicht sagen. Ich habe bisher eher die Erfahrung gemacht, dass sich die Spreu vom Weizen recht schnell trennt, wenn es hart auf hart kommt. Und viele Freundschaften zerbrechen auch an ganz banalen Dingen wie der Aufgabe eines Hobbys. Oder jemand kehrt dem Alkohol den Rücken, oder der Klassiker: Kinder kriegen. Früher oder später läuft es immer darauf hinaus, dass sich die Freundeskreise in Familien und Kinderlose teilen. Selbst wenn die Kinderlosen sich nur zum Mühlespielen treffen.

» Gerbera » Beiträge: 8275 » Talkpoints: 4,63 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



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