Was habt ihr schon gemacht, um anderen Leuten zu gefallen?

vom 22.12.2017, 12:57 Uhr

In meiner Jugend habe ich öfter irgendwelche Sachen gemacht, um anderen zu gefallen, beziehungsweise um zu anderen zu passen und mich ihnen anpassen zu können. Das bezieht sich auf meine Kleidung, allerdings auch auf meine Sprechweise und Interessen. Ich denke, dass man in der Pubertät aber oft noch in einer Phase der Selbstfindung ist, so dass man eher dazu neigt, einfach mitzulaufen.

Jedenfalls glaube ich nun nicht, dass ich nun bewusst etwas mache, um jemandem zu gefallen - weder optisch, noch sonst irgendwie. Ich bin so wie ich bin und ich will mich nicht anders anziehen oder geben als ich bin. Wie sieht das bei euch aus?

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» Prinzessin_90 » Beiträge: 31919 » Talkpoints: 77,37 » Auszeichnung für 31000 Beiträge



Ich verstehe ehrlich gesagt die Logik nicht so wirklich. Ich hatte als Teenager nie das Bedürfnis, anderen Menschen zu gefallen. Ich habe damals zwar auch eine Eastpak haben wollen. Aber das lag eher daran, weil ich sie so toll und praktisch gefunden habe (im Vergleich zu kastigen Tornistern, bei denen man sich bewegt wie eine Schildkröte). Eastpak waren vom Schnitt einfach viel moderner als die anderen Rucksäcke, daher wollte ich so einen Eastpak haben.

Ich habe mir aber nie eingebildet, dass ich dadurch beliebter werde oder den Klassenkameraden besser gefallen. Dasselbe gilt auch für die Markenkleidung, die teilweise angesagt war. Ich habe schon sehr früh begriffen, dass man anderen Menschen nicht automatisch gefällt, nur weil man "mit läuft" und optisch, vom Verhalten und der Sprache her nicht von anderen zu unterscheiden ist. Daher habe ich immer das getan, was mir gefallen hat und nicht das, was anderen Menschen gefallen hat. Daran hat sich bis heute bis auf das Alter nichts geändert.

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» Täubchen » Beiträge: 33313 » Talkpoints: 0,01 » Auszeichnung für 33000 Beiträge


Ich sage gerade heraus, mach dein Ding und leite dich nicht von anderen! Man will die neusten Nike Schuhe, die teuerste Gucci Tasche, den schönsten Calvin Klein Pullover um bei den anderen mithalten zu können das ist Schwachsinn. Du trägst das was dich selbst ausmacht und was die gefällt und was in deiner Preisklasse liegt. Mittlerweile legen Jugendliche viel zu viel Wert auf ihr Aussehen bzw. äußeres Erscheinungsbild.

Du solltest immer hinterfragen, wofür brauchst du sowas? Wen willst du da draußen gefallen oder beeindrucken? Ich würde mir um andere Sachen Gedanken machen, um viel wichtigere Sachen als Markenklamotten oder neue Schuhe. Was wirklich drauf ankommt ist die Bildung, dass glaube du mir mal. ;) Bildung bringt dich viel weiter im Leben als Markenklamotten und denk dran, Bildung macht sexy! ;)

» Mishka » Beiträge: 15 » Talkpoints: 3,22 »



Markenklamotten waren mir schon immer egal, aber für mich haben solche Äußerlichkeiten eigentlich gar nichts damit zu tun, ob und wie man anderen Leuten gefallen will. :think: Ich glaube vielmehr, dass es in unserer Natur liegt, dass wir irgendwo dazugehören und uns als Teil einer Gemeinschaft fühlen wollen, und dafür auch bereit sind, uns anzupassen und auch einiges zu tun, was uns sonst eigentlich widerstreben würde. Der Mensch ist eben ein soziales Wesen, und auch die Leute, die nicht im Mittelpunkt jeder Party stehen wollen, hätten im Regelfall schon ganz gerne Freunde oder Familienmitglieder, die sie innerhalb der Gruppe dulden und nicht sofort wegbeißen. Oder etwa nicht?

Ich selber habe natürlich in der Pubertät auch versucht, mich anzupassen und dazu zu gehören und dabei die üblichen Dummheiten gemacht. Aber ich war schon damals derart unbegabt, was Mode und Co. anging, dass ich gar nicht erst versucht habe, über mein Äußeres in die Clique der "coolen" Mittelstufenschüler vorzudringen. Und auch Alkohol und Drogen zu konsumieren habe ich mich als braves Mädchen schlicht nicht getraut. Statt dessen habe ich mich, wie ich leider zugeben muss, schon ziemlich angebiedert und durch Schmeicheleien versucht, mich beliebt zu machen. Sprich, ich habe eine Schleimspur hinterlassen, um anderen Leuten zu gefallen.

Auch heute, weit in meinem Erwachsenenleben ertappe ich mich manchmal bei dem Wunsch, irgendwo dazu zu gehören, aber im Großen und Ganzen fühle ich mich sozial schon halbwegs eingebunden. Der strahlende Mittelpunkt einer Party werde ich zwar nie sein, aber mittlerweile habe ich schon die richtigen Leute gefunden, bei denen ich in sozial verträglichem Rahmen so sein kann, wie ich nun einmal bin, ohne mich extra anstrengen zu müssen, damit sie mit mir reden.

» Gerbera » Beiträge: 8278 » Talkpoints: 0,81 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Leider sehr viele extrem blöde und dumme Sachen. Ich bin leider schon immer irgendwie Außenseiterin gewesen. Und in der Schule hatte ich nie so wirklich Freunde. Dann gab es ein Mädchen in meiner Klasse, deren Clique ich dann so zu sagen beigetreten bin. Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nicht wahr haben wollen das ich einfach nur ausgenutzt wurde. Irgendwann haben alle angefangen mit rauchen, und ich habe mich dann dazu überreden lassen. Ich habe sehr viel mist gemacht nur um ihnen zu gefallen. Ich habe mich verstellt und so weiter.

» Zaara » Beiträge: 113 » Talkpoints: 57,91 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Täubchen hat geschrieben:Ich habe schon sehr früh begriffen, dass man anderen Menschen nicht automatisch gefällt, nur weil man "mit läuft" und optisch, vom Verhalten und der Sprache her nicht von anderen zu unterscheiden ist. Daher habe ich immer das getan, was mir gefallen hat und nicht das, was anderen Menschen gefallen hat. Daran hat sich bis heute bis auf das Alter nichts geändert.

Das kommt einem oftmals so vor, aber das ist nicht immer der Fall. In diesem Thema hast du ja auch bereits berichtet, dass du dich mit Sprache und Kleidung an deinem Umfeld angepasst hast. Anpassung muss auch nicht immer ein bewusster Vorgang sein, sondern das passiert auch mal still und heimlich, ohne dass man darüber großartig nachdenkt.

Ich war damals auch in einen Fantasy-Freak verliebt, dadurch habe ich auch Fantasybücher gelesen, teilweise auch mehrere Bände oder auch Literaturreihen wie "Das Rad der Zeit", was immerhin auch fünfzehn ganze Bücher umfasst. Vielleicht wollte ich ihm imponieren und gefallen, weswegen ich diese Bücher gelesen habe, allerdings habe ich auch ein eigenes Interesse dadurch entwickelt und meine Freude an diesen Büchern gehabt - unabhängig von diesem jungen Mann.

Außerdem passt man sich auch hin und wieder in einem Jobinterview oder Bewerbungsgespräch an, weil man ganz genau weiß, dass man mit seiner richtigen Persönlichkeit vielleicht auch gar nicht so weit kommt. Ganz ehrlich, kein Chef will wissen, wie man am liebsten faul auf der Couch hängt und keine anderen Interessen hat, die mit der Arbeit in Verbindung stehen. Da versucht man auch zu gefallen, damit man eben auch eingestellt wird.

Grundsätzlich ist es nicht negativ, wenn man anderen Menschen und sich selbst gefallen will. Wichtig ist es nur, dass man sich nicht durch falsche Freunde und schlechte Vorbilder fehlleiten lässt. Außerdem soll man sich dabei auch nicht selbst aufgeben, sondern könnte damit in erster Linie den eigenen Horizont erweitern und schauen, was andere Menschen mögen und nicht. Eventuell findet man so auch Freunde, für die man sich nicht verbiegen muss, die jedoch die eigenen Mühen wertschätzen und anerkennen.

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» soulofsorrow » Beiträge: 8939 » Talkpoints: 57,42 » Auszeichnung für 8000 Beiträge


Also ich habe bisher einmal in meinem Leben so getan, als würde ich viel Sport im Fernsehen gucken und das nur, um einem Jungen zu gefallen. Aus ihm und mir wurde nichts. :D Mittlerweile lebe ich nach dem Motto einfach nur ich selbst zusein und mir selbst zu gefallen und die Personen, denen ich dann auch gefalle sind auf ehrlichen Gewohnheiten und Aussagen aufgebaut und keine Lügen! :)

» ThoughtsAnswers » Beiträge: 6 » Talkpoints: 0,60 »



Ich kann mich an keiner Situation erinnern, wo ich jemanden etwas sozusagen vorgespielt habe, um mich besser darstellen zu wollen. Ich habe also nicht einmal meines Wissens nach, Kindheit nehme ich da natürlich von aus, weil wer erinnert sich daran noch, mich verstellt. Ich war schon immer der Mensch, der ich bin. Meine Meinung habe ich immer gesagt, auch nicht verborgen. Ich war immer die Person, die gesagt, das mag ich nicht und jenes mag ich nicht.

Ich hatte mal einen Freund, dem es lieber gewesen wäre, wenn ich mich umgezogen hätte in bestimmten Outfits, weil er das erotischer fand. Kam bei mir gar nicht gut an. Ich habe auch daran nicht in einer Sekunde gedacht, etwas zu verändern, nur weil er gerne ein Püppchen in dem Augenblick beim Geschäftsessen wünscht, statt sportlich leger und dennoch hübsch. Ich war auch damals so dreist und habe, als man mich von seinem lockeren Chef her gefragt wurde, wie ich das Essen mit ihnen fand angesprochen, dass ich das genial fand, aber eigentlich nicht mitgewollt habe. Dann wurde natürlich gefragt wieso und ich habe das angemerkt und ihn damit bloß gestellt.

Ich habe mich ohnehin nach der Aktion, weil es nicht das erste Mal getrennt. Das war nur ein kleiner Nadelstich, den ich noch verpasst habe. Denn er kann sich bis heute anhören, wieso er so doof war und hat seit her nicht eine Freundin mehr gehabt. Schadenfreude muss mal im Leben sein.

Aber um ehrlich zu sagen, war das natürlich auch dreckig. Aber ich kann auch dreckig sein. Ich sag ja nochmals, ich spiele nichts vor, ich verändere mich nicht, um Leuten zu gefallen, sondern bekommt man von mir genau das. 100 Prozent ich und das mit allem, was dazu gehört. Ehrlichkeit, absolute offene Direktheit, wenn erwünscht und erfragt wird, optisch bin ich auch recht modern und sportlich gekleidet, aber ich lege kein Wert auf Kleider etc. So ist das nun einmal.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4939 » Talkpoints: 2,12 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


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