Zwei Ebola-Erkrankte sollen in Hamburg versorgt werden

vom 29.07.2014, 20:50 Uhr

Der amerikanische Arzt, der in Hamburg behandelt werden sollte, soll sich noch in der ersten Krankheitswoche befinden. Es geht im schlechter, aber noch ist es keine kritische Situation. Es gibt Probleme beim Transport des Kranken nach Hamburg. Um nach Hamburg zu gelangen müssen einige Länder überflogen werden. Diese Länder hatten Sicherheitsbedenken. Deshalb wurde die Verlegung verschoben. Der Arzt selbst ist entsetzt, weil die Krankheit fortschreitet.

Ich frage mich, was bei den zu überfliegenden Ländern zu solchen Ängsten führt, dass sie Sicherheitsbedenken äußern. Der Patient würde bestimmt nicht irgendwo aussteigen. Warum also haben einige Länder Bedenken? Wenn sie es noch lange hinauszögern, wird auch diesem Patienten nicht mehr zu helfen sein. Er hat anderen geholfen, aber nun lässt man ihn im Stich. Muss man das verstehen?

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Ich denke schon, dass die Sicherheitsvorkehrungen die größtmöglichen sind und darum habe ich auch keine größere Angst, kann es aber verstehen, dass man sich seine Gedanken macht. Dass sich die Länder, die überflogen werden, auch so ihre Sorgen machen, kann ich irgendwo auch nachvollziehen. Sicher wird dieser Arzt dort nicht einfach aussteigen, aber dort wird vielleicht befürchtet, dass es zu einem Flugzeugabsturz kommen könnte. Dabei könnte das Virus dann freigesetzt werden und für Retter wäre es sehr gefährlich, dort zu helfen.

Es ist natürlich schlimm, dass diesem Arzt auf seinem Weg nach Hamburg nun so viele Steine in den Weg gelegt werden, bevor er dort behandelt werden kann. Aber wir leben nun einmal in einer Welt der Bürokratie, in der jedes kleinste Detail bekannt sein muss, bevor man sich für oder gegen etwas entscheidet. Aber dadurch das Leben dieses Menschen weiter in Gefahr zu bringen, obwohl es vielleicht eine Möglichkeit gäbe, ihm zu helfen, das finde ich auch nicht richtig.

» Barbara Ann » Beiträge: 28946 » Talkpoints: 58,66 » Auszeichnung für 28000 Beiträge


Dem Arzt, Dr. Brently geht es schlechter. Er hat die Behandlung mit einem noch nicht erprobten Mittel zugunsten einer ebenso erkrankten US-Missionarin abgelehnt. Gestern flog ein Charterflugzeug von Georgia nach Afrika und will die Missionarin und den Arzt zusammen nach Atlanta bringen. Sie werden isoliert im Flugzeug betreut. Das heißt natürlich, dass er nicht nach Hamburg kommt. Scheinbar haben die Staaten, die überflogen werden mussten hier einen Stopp erreicht.

Auch in den USA regen sich Stimmen gegen die Rückkehr der beiden in die Heimat. So sagte Donald J. Trump, den ihr vielleich dem Namen nach kennt: „Lasst sie draussen!“ Quelle. Es ist schon schlimm, dass jeder Angst hat vor diesem gefährlichen Virus. Verständlich ja, aber kalt und unpersönlich.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



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