Allergien sind Folge falscher Ernährung

vom 05.06.2014, 22:00 Uhr

Milchschorf tritt im Übrigen nicht nur dann auf, wenn man vom Stillen auf Säuglingsnahrung aus Kuhmilch umstellt. Meine Kinder hatten alle mehr oder weniger Milchschorf schon in der Phase, als sie noch voll gestillt wurden. Nun könnte man argumentieren, dass ich auch als stillende Mutter tierisches Eiweiß gegessen habe. Allerdings muss ich dagegen einwenden, dass kein seriöser Ernährungswissenschaftler einer Schwangeren oder stillenden Frau empfehlen würde, sich vegan zu ernähren. Von daher wird dieser Fakt auf über neunzig Prozent aller stillenden Mütter zutreffen. Von der Logik aus geschlossen, müssten also noch weit mehr Kinder Allergien entwickeln.

Was auch noch dagegen spricht: Noch vor Jahrzehnten hat sich hier zu Lande kaum ein Mensch Gedanken darum gemacht, sich vegetarisch oder gar zu ernähren. Trotzdem gab es damals doch weit weniger Allergien als heute. Wie das nun wieder zusammen passen soll? Hätten nicht dann schon früher die Allergien überhand nehmen müssen? Und müssten nicht dann gerade die oben schon erwähnten Bauernhofkinder Allergien ohne Ende haben, weil dort meist Fleisch und/oder Milch im Überfluss vorhanden ist?

Ich vermute auch eher, dass jemand da ein fragwürdiges Argument missbraucht, um Leute zu agitieren, weniger Fleisch zu essen. Ich finde es nur seltsam, wenn man sich aus ideologischen Gründen lieber auf dünnes Eis begibt, statt sich auf die Tatsachen zu konzentrieren, die so eine Überzeugung wirklich stützen. Und Gründe, den Fleischkonsum einzuschränken gibt es wirklich im ausreichenden Maße. Ich frage mich immer mehr, warum solche Bücher überhaupt Verleger finden.

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» trüffelsucher » Beiträge: 12446 » Talkpoints: 3,92 » Auszeichnung für 12000 Beiträge



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