Röntgen bei Schwangerschaft - Wie konnte das passieren?

vom 27.11.2013, 12:10 Uhr

hooker hat geschrieben:Ein Raucher der eine Zigarette mehr raucht als sonst für ihn üblich hat auch sein Risiko erhöht an Lungenkrebs zu erkranken.

Der Raucher geht aber nur ein Risiko für sich selber ein, wenn er mehr raucht. Ebenso tragen auch die Frauen beim Screening zum Mammakarzinom (was im übrigen per Definition keine Vorsorgeuntersuchung ist), zunächst nur ein erhöhtes Risiko für sich selber. Über beides kann man das potentielle Opfer aufklären und ein Risiko-Nutzen-Entscheidung treffen.

Bei der Schwangeren dagegen kann man nur die Schwangere aufklären, das Ungeborene jedoch nicht, obwohl es genauso einem Risiko für mögliche Schäden ausgesetzt wird. Das sollte man schon bedenken und auch das immer das "Alles-oder-Nichts-Prinzip" gelte sollte man hier doch mal entschieden relativieren. Wie für nahezu alle schädigenden Substanzen gilt dies überwiegend für das erste Drittel der Schwangerschaft. Aber auch hier kann es bei geringen Strahlenbelastungen schon "nur" noch zu bleibenden Schäden oder Missbildungen führen ohne dass die Schwangerschaft beendet wird.

Das kommt mit Sicherheit alles sehr selten vor, was aber wohl vor allem am guten Strahlenschutz liegt, am meisten daran, dass Schwangere einfach sehr, sehr zurückhaltend geröntgt werden und die Indikationsstellung, die wohl sonst sehr weit gefasst werden, hier oftmals dreimal hinterfragt werden.

» Klehmchen » Beiträge: 5497 » Talkpoints: 1.016,89 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



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