Sind Wattestäbchen schädlich für die Ohren beim Saubermachen
Es gibt immer mal wieder unterschiedliche Meinungen, wie man sich die Ohren säubern soll. Mal sind Wattestäbchen, die man in der Drogerie kaufen kann, sehr gut dafür geeignet, mal heißt es, dass sie schädlich sind, weil man das Trommelfell damit beschädigen kann.
Meines Erachtens kommt es hier, wie bei Tausend anderen sachen auch, auf die richtige Handhabung an. Man sollte halt aufpassen, wie stark man auf und gegen das Stäbchen drückt und ein bisschen Gefühl dabei walten lassen.
Als Alternative kann man ja ein Papiertaschentuch nehmen, dieses an einem Ende aufdrehen, sodass man eine kleine, längliche Form erhält und damit dann das Ohr säubern. das hat den Vorteil, dass man nichts Hartes - wie zum Beispiel das Plastikröhrchen beim Wattestäbchen - gegen das Trommelfell drückt, sondern nur das Papiertuch. Das kann dann gegebenenfalls wegknicken, wenn der Druck zu groß sein sollte.
Ich persönlich habe gute Erfahrung mit beidem, also Wattestäbchen und Papiertuch gemacht, sodass es mir eigentlich egal ist, was ich benutze. Ich glaube aber nicht, dass die Stäbchen generell schädlich sind, sondern dass es auf die Art und Weise der ANwendung ankommt.
Was bevorzugt Ihr und welche Erfahrungen habt Ihr gemacht?
Wattestäbchen sind auch schädlich, weil man das Cerumen (Ohrschmalz) fest an die Gehörgangswände drückt. So kann sich das Ohr nicht mehr selbstständig säubern. Im Normalfall wird das Cerumen von selbst durch die Flimmerhärchen nach außen getragen. In dem Fall sind diese aber verklebt. Deshalb sollte man das Ohr auch nur mit einem Taschentuch und dem kleinen Finger säubern. Das reicht vollkommen, denn der Rest wird vom Ohr selbst erledigt.
Die Gefahr, das Trommelfell zu zerstören, ist zwar da, aber nicht vorrangig. Vielmehr vermitteln Wattestäbchen den Eindruck, das Ohr zu säubern, bewirken im Grunde aber das Gegenteil.
Ich sehe die Verwendung von Wattestäbchen auch eher kritisch und würde sie nie zum Reinigen der Ohren empfehlen. Dafür gibt es deutlich sanftere und auch hilfreichere Methoden. Das Problem ist eben nicht nur, wie hier auch schon geschrieben wurde, dass mit dem Wattestäbchen das Trommelfell verletzt wird, sondern dass man das Ohrenschmalz ja gar nicht nach draußen bringt sondern mit dem Stäbchen nur tiefer hinein drückt. Das bringt dann auch nicht wirklich etwas.
Es gibt inzwischen auch schon Alternativen zur Ohrenreinigung beim Ohrenarzt, die man besser verwenden sollte. Wenn man Probleme damit hat, dass zu viel Ohrenschmalz gebildet wird und dieses nicht vernünftig abtransportiert wird, würde ich mir Ohrentropfen aus der Apotheke holen, die man in das Ohr träufelt und einwirken lässt. Danach werden die Ohren mit warmem Wasser gespült. Diese Tropfen sind unter dem Namen Otowaxol im Handel.
Auf jedem Paket Wattestäbchen steht groß der Warnhinweis, dass man die Dinger nicht in den Gehörgang einführen soll. Wenn man es zu tief reinsteckt und drückt, kann man das Trommelfell verletzen. Ich tue es trotzdem, denn die Ohrmuschel säubern kann man auch anders, und ich finde es einfach eklig, wenn man seinem Gegenüber ins gelbe Ohr guckt.
Einmal musste ich zum HNO - Arzt, weil ich befürchtete, einen Tinnitus zu haben. Da stellte sich dann heraus, dass getrocknetes Ohrenschmalz am Trommelfell klebte und ich somit dessen Schwingungen wahrnahm. Die Ärztin hat mich wieder auf die richtige Anwendung der Wattestäbchen hingewiesen, aber in dieser Hinsicht bin ich einfach unbelehrbar. Ich passe jetzt besser auf, tue es aber immernoch.
Ja, es kommt auf die richtige Handhabung an. Wenn man die Stäbchen so anwendet, wie es der Warnhinweis vorsieht, passiert nichts,. Man kann die Dinger dann aber auch genauso gut da lassen wo sie sind, das kann ein Papiertaschentuch nämlich dann auch.
Sunaika hat geschrieben:Wattestäbchen sind auch schädlich, weil man das Cerumen (Ohrschmalz) fest an die Gehörgangswände drückt. So kann sich das Ohr nicht mehr selbstständig säubern. [...]Deshalb sollte man das Ohr auch nur mit einem Taschentuch und dem kleinen Finger säubern. Das reicht vollkommen, denn der Rest wird vom Ohr selbst erledigt.
Mein kleiner Finger soll also weniger Ohrenschmalz an die Gehörgangswände drücken als ein Wattestäbchen? Das kann ich mir nun beim besten Willen nicht vorstellen. Zumal wohl jeder kleine Finger dicker ist als Wattestäbchen.
Zudem sind Fingernägel meiner Meinung nach wesentlich ungeeigneter als Wattestäbchen. Denn das Risiko beim Ohrensäubern besteht meiner Erfahrung nach auch weniger darin sein Trommelfell zu verletzten, sondern aus winzigen Verletzungen im Gehörgang. Deshalb sollte man gerade in manchen Urlaubsgebieten, wenn man häufiger im Meer ist auf Wattestäbchen verzichten.
Ich benutze die Dinger regelmäßig, lasse auch mindestens einmal im Jahr einen Arzt in meine Ohren schauen und dort gab es noch nie etwas Schlimmes zu entdecken. Ebenso hatte ich auch noch keinerlei Ohrenprobleme. Auf den Malediven oder allgemein im Urlaub wäre ich aber auch vorsichtiger und würde Wattestäbchen seltener und vorsichtiger verwenden. Ebenso würde ich es handhaben, wenn ich zu Entzündungen im Gehörgang oder Mittelohr neigen würde.
Ich mache das auch immer mit den Wattestäbchen, sonst bekomme ich manchen Pfropf, der sich versteckt hält, gar nicht mehr heraus. Die Warnungen kenne ich, aber ich stecke das Stäbchen immer ganz langsam und nie sehr weit in den Gehörgang. Manchmal versuche ich das Ohr auch feucht zu reinigen. Ausspülen würde ich es nicht, denn wenn sich Wasser im Ohr sammelt, kann das richtig wehtun und auch nachteilig für das Trommelfell sein. Bei den Stäbchen muss man auch aufpassen, dass sich die Watte nicht löst, sonst kann man sich auch im Ohr einen Kratzer zufügen, der auch eitern kann.
Wenn man Wattestäbchen nicht zum Reinigen der Ohren verwendet, frage ich mich allerdings, warum es Wattestäbchen überhaupt gibt. Was soll man denn sonst damit machen? Jedenfalls kenne ich viele, die Wattestäbchen dafür nehmen; meine Oma hat sich die Ohren immer mit der Rückseite eines Streichholzes sauber gemacht und ich mache das mit dem kleinen Finger. Der Vorteil ist, dass man mit der Fingerkuppe merkt, ob da was ist und mit dem Nagel kann man es dann aufnehmen, das klappt ganz gut.
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