Wie oft / wo Kontrolle bei Diabetis in der Schwangerschaft?

vom 15.01.2013, 07:35 Uhr

Meine Freundin und ich sind jetzt gleichzeitig schwanger. Ich bin ihr drei Wochen voraus und wir sind beide jetzt dann schon ziemlich am Ende der Schwangerschaft angelangt. Wir wohnen allerdings relativ weit auseinander und sind somit bei unterschiedlichen Ärzten und Krankenhäusern. Und hier haben wir uns schon gefragt warum hier so unterschiedlich vorgegangen wird. Wir haben beide Schwangerschaftsdiabetes und auch ungefähr die gleiche Behandlung.

Ich musste von Anfang an sehr oft ins Krankenhaus zur Kontrolle, und zwar zum Ultraschall ob mit meinem Kleinen alles passt und ob es richtig wächst und gedeiht und zusätzlich habe ich auch noch alle paar Wochen einen Termin bei meinen Frauenarzt gemacht. So hatte ich ungefähr alle zwei bis drei Wochen einen Kontrolltermin ob alles in Ordnung ist. Mittlerweile habe ich sogar schon jede Woche einen Termin damit ja nichts übersehen wird. Und diese mache ich in dem Krankenhaus wo ich dann auch mein Kleines bekommen werde.

Meine Freundin war bisher noch nie im Krankenhaus sondern hatte gerade mal vier Untersuchungen bei ihrer Frauenärztin. Hier wurde sie auch auf die Diabetes eingestellt, wobei ich mir nicht sicher bin ob das so alles passt. Sie hat aber leider aus der ersten Schwangerschaft nichts gelernt wo ihr Sohn aufgrund der schlechten Betreuung der Schwangerschaftsdiabetes Schwierigkeiten nach der Geburt hatte. Und die Frauenärztin hält es auch nicht für notwendig sie irgendwo hin zu überweisen wo sie eben gut betreut ist.

Ich persönlich fühle mich gut betreut und bin froh über diese vielen Termine. Es ist zwar lästig weil unser Krankenhaus doch über fünfzig Kilometer entfernt ist und ich immer dorthin fahren muss, aber das ist mir mein Kind wert. Ich weiß dass soweit alles in Ordnung ist und alles passt. Meine Freundin hätte das Krankenhaus gleich in der Nähe aber sie war wie gesagt noch nie dort.

Wie viele Termine hattet ihr in der Schwangerschaft beim Arzt, gerade wenn es zum Beispiel mit Schwangerschaftsdiabetes einhergeht. Hättet ihr dem Frauenarzt vertraut oder hättet ihr einen Spezialisten aufgesucht so wie es bei mir war? Ich habe meiner Freundin zwar gesagt sie soll etwas machen, aber sie vertraut der Ärztin und nimmt keinen Ratschlag an. Ich hoffe dass es ihrem Baby gut geht, mir persönlich wäre es zu riskant gewesen. Wie hättet ihr reagiert? Für mich zählt hier das Motto, Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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» torka » Beiträge: 4376 » Talkpoints: 7,91 » Auszeichnung für 4000 Beiträge



Ich hatte bei meiner ersten Schwangerschaft, die mittlerweile auch vier Jahre her ist, auch Schwangerschaftdiabetes. ­Die Schwangerschaftsdiabetes wurde bei mir in der sechszehnten Schwangerschaftswoche festgestellt, weil ich diesen Diabetestest machen musste in der Frauenarztpraxis, weil halt der Verdacht bestand, dass ich darunter leiden könnte, weil meine Zuckerwerte im Blut ständig zu hoch waren, sodass es sich am Ende tatsächlich bewahrheitet hatte.

Ich musste dann zum Diabetologen, wo ich denn auch noch einmal diesen Schwangerschaftsdiabetestest machen musste und dann wurde ich erst einmal stundenlang darüber belehrt, was ich nun noch essen darf und was nicht und wovon ich nur ganz wenig essen, darf und desgleichen.

Ich habe dann sogar ein Blutzuckermessgerät für zu Hause bekommen, wo ich dann selber meinen Blutzuckerspiegel messen musste und ­das drei Mal am Tag. Immer vor und nach den Hauptmahlzeiten und diese Werte musste ich dann aufschreiben in so einem kleinen Heftchen.

Ich hatte wegen ­der Schwangerschaftdiabetes sehr oft Termine. Ich musste einmal die Woche zum Diabetologen, der dann meine Blutzuckerwerte kontrolliert hatte und dann musste ich noch zusätzlich einmal die Woche zur Hebamme, die das dann auch kontrolliert hatte. Alle zwei Wochen musste ich dann zur Frauenärztin, die geschaut hatte, ob meine Kleine gut wächst, nicht zu groß und zu schwer wird, wegen der Diabeteserkrankung und hat auch geschaut, ob sonst alles in Ordnung ist.

Also im Großen und Ganzen hatte ich die eine Woche zwei Termine und die darauf folgende Woche drei Termine und dann wieder zwei Termine und so weiter, und dass, weil ich Schwangerschaftdiabetes hatte und sie alle sichergehen wollen, dass ich und die Kleine da heil herauskommen und alle keinen Schaden davon tragen. Ich habe mich auch sehr gut betreut gefühlt und konnte mich nicht beschweren, weil ich auch lieber einmal mehr zum Arzt gegangen bin, als einmal zu wenig.

Ich sehe es auch so, dass Vertrauen gut ist, aber Kontrolle besser ist. Immer hin geht es um ein Baby, was in einem heranwächst. Aber wenn deine Freundin keine Ratschläge annimmt, dann kannst du da leider auch nichts machen. Sie muss selber merken, ob sie gut behandelt wird in ihrer Schwangerschaft oder ob sie sich lieber in eine bessere Behandlung begeben sollte. Wenn sie ihrem Frauenarzt vertraut, dann ist es halt so, da kann man leider nichts machen und ich denke aber auch, dass der Frauenarzt in der Hinsicht schon weiß, was zu tun und zu lassen ist. Vielleicht ist ihre Schwangerschaftdiabetes nicht so doll, dass es notwendig wäre, einen weiteren Spezialisten aufzusuchen.

» kai0409 » Beiträge: 3345 » Talkpoints: 72,64 » Auszeichnung für 3000 Beiträge


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