Was passiert bei einer Ohnmacht?
Was passiert eigentlich bei einer Ohnmacht? Ich habe vor ein paar Wochen beim Kinderarzt erlebt, wie ein junges Mädchen, vielleicht 12 Jahre alt, im Wartezimmer ohnmächtig zusammen brach. Sie wurde sofort in ein Zimmer getragen und es ging ihr nach ein paar Minuten auch schon besser.
Aber was passiert eigentlich im Körper, wenn man ohnmächtig wird? Warum wird man ohnmächtig? Ist das eine Schutzfunktion des Körpers, dass er sich selbst in eine Verfassung bringt, wo man ohne Bewusstsein ist? Wurdet ihr schon mal ohnmächtig? Welche Hintergründe kann eine Ohnmacht haben?
So etwas kann mehrere Gründe haben. Der Einfachste ist, dass das Herz kurzzeitig zu langsam oder zu schnell schlägt und es zu einer Unterversorgung des Herzens kommt, was wiederum zu verminderten Blutdruck führt. Das Gehirn bekommt dadurch weniger Sauerstoff und deswegen verliert man dann das Bewusstsein. Durch Hinlegen stabilisiert sich der Kreislauf dann. Gelesen habe ich das Mal in der Apotheken Umschau.
Ansonsten habe ich auch schon gehört, dass es Menschen mit Diabetes so geht, wenn sie unterzuckert sind. Ist man zu weit unterzuckert, kann man umkippen. Deswegen haben Diabetiker meistens Traubenzucker dabei, um schnell den Blutzuckerspiegel nach oben bringen zu können.
Eine Ohnmacht entsteht durch einen Sauerstoffmangel im Gehirn, der einen Bewusstseinsverlust verursacht. Deshalb wird es bei Bewusstlosen ja auch oft so gemacht, dass sie hingelegt und die Beine nach oben gelagert werden: Auf diese Weise sackt das Blut der Schwerkraft folgend nach unten und das Gehirn wird wieder besser versorgt.
Die Ursache kann alles Mögliche sein. Gerade bei jungen Mädchen kann so eine Ohnmacht zum Beispiel auch vom Orthostase-Syndrom kommen (kenne ich selbst). Dabei passiert folgendes: Bei einem Lagewechsel (zum Beispiel beim Aufstehen aus dem Sitzen heraus) schlägt das Herz normalerweise schneller, damit der Blutdruck nicht fällt und das Blut nicht in die Beine versackt. Denn das Herz muss im Stehen ja mehr gegen die Schwerkraft an als in einer Ruheposition.
Beim Orthostase-Syndrom (eigentlich: Orthostatische Hypotonie) funktioniert diese eigentlich automatische Reaktion nicht richtig und fällt zum Beispiel zu schwach aus. Dadurch fällt dann der Blutdruck, das Blut versackt in die Beine und das fehlt dann natürlich oben im Gehirn. Das Ergebnis ist im günstigsten Fall ein leichter Schwindel, im schlechtesten eine kurze Bewusstlosigkeit. Viel machen kann man dagegen nicht, aber die Betroffenen wissen irgendwann, wie sie sich verhalten müssen, damit nichts passiert.
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