Könnte UV-C für Keimfreiheit sorgen in Krankenzimmern?

vom 07.01.2013, 16:57 Uhr

Der Hygiene in Krankenhäusern wird seit geraumer Zeit mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Mittlerweile gibt es ja auch Hygienebeauftragte, die für einwandfreie hygienische Bedingungen Patienten zuständig sind. So versucht man es jetzt mit Licht.

In North Carolina haben Mediziner möglicherweise eine Methode gefunden, die Krankenhauskeime zu bekämpfen. Mit einem ultravioletten Licht, das eine kurze Wellenlänge hat, wurde ein Krankenzimmer 45 Minuten beleuchtet. Sie verglichen die danach entnommenen Abstriche mit jenen, die sie zuvor in den Räumen gemacht hatten. Gefährliche Krankenhauskeime waren zu 98 Prozent durch das Licht abgetötet worden.

Durch dieses Experiment könnte die Duke Medical School einen großen Beitrag zur Hygiene in Krankenhäusern geleistet haben. Findet ihr es auch gut, dass in letzter Zeit doch einiges für eine bessere Hygiene und damit mögliche Keimfreiheit getan wird? Die große Zahl von Keimbefallenen, die krank wurden und unnötigerweise starben, hat wohl doch zu denken gegeben.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Es ist in der Tat beschrieben, dass man mit Wellenlängen im Bereich von 250 nm Viren bzw. Bakterien bekämpfen kann, aber wie stellt man sich die flächendeckende Umsetzung dieser Maßnahme genau vor? Mal davon abgesehen, dass sich entsprechende Keime sich dann sofort nach der UVC-Behandlung wieder absetzen würden und schön vor sich hinwachsen/-teilen können. Da muss dann auch das entsprechende Krankenhauspersonal mitmachen - wie jetzt eigentlich auch -, nur eben noch sorgfältiger mit den Räumlichkeiten sein als sonst.

Was aber ebenfalls ein Problem darstellen würde, wäre sicherlich der finanzielle Aspekt: Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass solch eine Maßnahme viel Geld kosten würde. Gibt es da irgendwie Anhaltspunkte, wie hoch der finanzielle Aufwand sein würde? Private Kliniken, die das nötige Kleingeld haben, könnten es sich evtl. leisten, aber wie siehts dann mit den anderen Krankenhäusern aus, die von rund 90% der "Normalbevölkerung" besucht wird? Dürfte also ein schweres Unterfangen werden.

Die beste Art bzw. Maßnahme sich keine nosokomiale Infektion einzuholen, ist dennoch die manuelle Hygiene: Ständiges Händedesinfizieren und sorgfältige Arbeit der Ärzte und des Pflegepersonals würden rund 70-80% aller in den Krankenhäusern eingefangenen Infektionen vorbeugen, dafür braucht man nicht wirklich der neuesten Technik zu bedienen.

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» getku » Beiträge: 883 » Talkpoints: 11,06 » Auszeichnung für 500 Beiträge


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