Eine intelligente, bionomische Beinprothese

vom 07.01.2013, 15:17 Uhr

Eine „Bionomische Beinprothese“ wird durch die Kraft der Gedanken gesteuert. Derjenige, der eine solche Prothese sein „Eigen“ nennen kann, muss sich voll und ganz auf die Tätigkeit konzentrieren, die er gerade tuen will. Möchte er Treppen steigen, muss er sich darauf konzentrieren. Die Nervenstränge des Oberschenkels werden diese Signale der Prothese übermitteln, die Motoren veranlasst, die Beinbewegung zu simulieren.

Doch die Hoffnung vieler Menschen, die Arme oder Beine verloren, muss enttäuscht werden. Solche intelligenten Prothesen könnten zwar helfen, den Alltag besser zu meistern. Aber die Forscher stoppen den Enthusiasmus. Nach ihrer Meinung wird es noch Jahre dauern, bis diese Prothesen serienmäßig hergestellt werden.

Zac Vawter ist der erste Mensch, der mit einer bionomischen Beinprothese in Chicago die 103 Stockwerke des Willis Towers aufgestiegen ist. Es muss eine enorme Anstrengung für ihn bedeutet haben, nur alleine die Kraft seiner Gedanken zur Verfügung zu haben. Sich so zu kontrollieren, muss erst gelernt und lange geübt werden.

Was glaubt ihr, wie schwer euch das fallen würde? Kann sich ein Mensch wohl heute schon eine solche Prothese beschaffen? Was würde sie wohl kosten, wenn sie extra hergestellt würde? Ich glaube nicht, dass die Krankenkasse zu steuern würde, bevor eine serienmäßige Produktion stattfindet.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Ich erinnere mich da unlängst eine Reportage im Fernsehen gesehen zu haben. Da hat eine Frau auch nur eine ziemlich miese Prothese von der Krankenkasse erhalten, mit der sie quasi "nichts" konnte. Beispielsweise wurde gezeigt, dass sie damit nur mit Stock eine Treppe langsam bewältigen konnte und auch ein kleiner Hindernisparcours war nur unter großen Anstrengungen zu bewältigen. Die gleiche Frau wurde mit einer technisch viel modernen Prothese gezeigt und sowohl Treppe als auch Parcours waren kein Problem mehr, was ihren Alltag vielfach erleichtert hätte, da sie viel freier damit umgehen konnte. Nur die Kasse wollte sie halt nicht unterstützen.

Ich sehe da dann auch das Problem der Serienproduktion. Ich glaube, diese ist bei nicht Din-genormten Menschen schwierig umsetzbar. Ein individueller Restfaktor wird in dieser Hinsicht immer übrig bleiben und das ist teuer.

Ferner glaube ich, dass es sehr schwer ist, damit umzugehen. Ich versuche seit einer ganzen Weile, Tätigkeiten von meiner rechten Hand auf meine linke umzuverteilen. Schon das ist gar nicht so einfach. Bei einer Prothese kommt ja dann noch hinzu, dass man einen Fremdkörper lenken muss.

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» Bellikowski » Beiträge: 7700 » Talkpoints: 16,89 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


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