Wie sollte man 2020 Geld anlegen?

vom 29.12.2019, 23:50 Uhr

Bisher hatten wir einen ziemlich guten Lauf mit der wirtschaftlichen Lage. Die Zinsen waren niedrig und der Dax stieg phänomenal an. Doch inzwischen ziehen Wolken auf. In Lateinamerika und dem Nahen Osten kriselt es. In China schwächelt die Konjunktur. Handelsstreitigkeiten nehmen zu. Glaubt ihr auch, dass man 2020 seine Geldanlage umschichten muss? Wie sieht euer Anlagetipp für 2020 aus?

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Ich habe mich gerade mit einem Freund über Heizungsmodernisierung unterhalten. Das hat deshalb etwas mit Geldanlage zu tun weil es ja wohl eine relativ hohe staatliche Unterstützung geben soll wenn man modernisiert und weil man das investierte Geld durch niedrigere Heizkosten mittelfristig wieder rein holt. Und weil man so natürlich auch den Wert seiner Immobilie steigert. Wir werden uns im nächsten Jahr wohl mal zum Thema Solaranlagen beraten lassen.

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» Cloudy24 » Beiträge: 25154 » Talkpoints: 57,64 » Auszeichnung für 25000 Beiträge


Eine Geldanlage ist für mich etwas, wo man sein Geld mit Zinsen wieder haben will. Dies ist bei einer Heizung nicht der Fall. Bei Solaranlagen darf sich jeder gerne mal informieren. Wenn es nur eine Garantie gäbe, dass die versprochene Leistung auch wirklich so kommt.

Ich meinte mit Geldanlage wohl eher Sparbücher, ETF, Aktien oder sonstige Anlagen. Ich denke, dass sich die Konjunktur weltweit stark abflaut und daher würde ich kurzfristig nicht auf Aktien oder ETF setzen, obwohl die in der Vergangenheit sehr ertragreich waren. Es kommt auch darauf an, wie lange diese gehalten werden sollen.

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »



Ich beschäftige mich seit dem Jahr 2018 mit der Geldanlage in Aktien und Aktienfonds und muss sagen, dass mir diese Variante als die einzige wirklich ertragreiche Option im Hinblick auf meine Zukunft erscheint.

Natürlich muss bei all dem auch ganz klar gesagt werden, dass es immer wieder Verluste und starke Schwankungen gibt, die sich meist aber bereits innerhalb eines Jahres wieder ausgleichen, zum Beispiel durch Renditen und bzw. oder Dividenden. Seit Beginn meiner Investitionen, die bei Weitem nicht so hoch sein wie bei vielen anderen, hat sich die Anlage bereits bezahlt gemacht. Ich zahle monatlich 250 Euro in zehn verschiedene ETFs ein, was aufs Jahr gerechnet 3000 Euro sind.

Zusätzliche lege ich je nach finanzieller Lage (steht ein Urlaub an, benötige ich ein Auto oder sonstige große Anschaffungen) immer wieder auch Zusatzbeträge direkt in Aktien an. In welche Aktien man investiert, hängt natürlich vom Interesse aber vor allem von der Risikobereitschaft ab. Große Konzerne, die sich über die letzten Jahrzehnte gut bis sehr gut entwickelt haben zahlen dabei häufig auch gute Dividenden an ihre Aktionäre aus, was die Angelegenheit noch lohnenswerter macht neben der Wertsteigerung.

Aber Vorsicht: auch Kursstürze sind keine Seltenheit. Einfach loslegen und ein wenig probieren führt ganz sicher langfristig nicht zum Erfolg. Man muss sich schon genau einlesen, das richtige Depot wählen, die Firmen analysieren und dann die Augen offen halten, wenn große Entwicklungen an der Börse geschehen.

ETFs sind da wesentlich entspannter, da man diese meist über viele Jahre bis Jahrzehnte hält und regelmäßig Beträge einzahlt. Neben den großen bekannten ETFs finden sich auch immer wieder unbekannte, die enorme Wertsteigerungen mit sich bringen, wenn man sich ein wenig damit auskennt.

Zu mir noch kurz: Ich bin 27, somit seit ich 25 bin, mal mehr mal weniger aktiv an der Börse und WEIBLICH. Mädels lasst euch nicht abschrecken. Es ist wichtig, sich rechtzeitig um die Altersvorsorge zu kümmern, um nicht in Altersarmut zu rutschen oder noch besser eher in Rente gehen zu können. Ja, ich habe studiert und einen gut bezahlten Job und mache mir dennoch Gedanken über meine Zukunft.

» LabelloTusse » Beiträge: 261 » Talkpoints: 63,93 » Auszeichnung für 100 Beiträge



LabelloTusse hat geschrieben:Ich beschäftige mich seit dem Jahr 2018 mit der Geldanlage in Aktien und Aktienfonds und muss sagen, dass mir diese Variante als die einzige wirklich ertragreiche Option im Hinblick auf meine Zukunft erscheint.

Natürlich muss bei all dem auch ganz klar gesagt werden, dass es immer wieder Verluste und starke Schwankungen gibt, die sich meist aber bereits innerhalb eines Jahres wieder ausgleichen, zum Beispiel durch Renditen und bzw. oder Dividenden. Seit Beginn meiner Investitionen, die bei Weitem nicht so hoch sein wie bei vielen anderen, hat sich die Anlage bereits bezahlt gemacht. Ich zahle monatlich 250 Euro in zehn verschiedene ETFs ein, was aufs Jahr gerechnet 3000 Euro sind.

Am Freitag, dem 06. März 2020 findet ein so genannter Kapital-Gipfel statt. Das Video darauf finde ich sehr anschaulich und zeigt, dass es eher um jüngere Leute geht. Es kostet allerdings 200 Euro Eintritt und es ist in München.

Stiftung Warentest hat ein schönes Video zum Thema ETF. Die Idee vom Streuen findet sich auch dort. Wenn man jünger ist und längerfristig anlegen kann, ist dies auch eine gute Idee. Viele hatten 2000 auf Manfred Krug gehört und in Telekom-Aktien investiert. Die sackten von 100 auf 10 Euro ab und dümpeln seither dort.

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Ich kann LabelloTussi sogar unterbieten, ich bin 23 Jahre alt und beschäftige mich seit etwa einem Jahr mit Geldangelegeheiten. Ich lege mein Geld sehr langfristig gesehen in aktuell einem ETF an, habe aber noch zwei oder drei ETFs, die mich ebenfalls interessieren. Da informiere ich mich aktuell, ob diese wirklich zu mir passen. Monatlich fließen da 1.000 Euro hinein, hin und wieder steigt der Betrag, wenn ich zum Beispiel einen Bonus bekommen habe oder mehr gespart habe. Mein Anlagehorizont liegt bei weit über 20 Jahren, da ich mich bereits jetzt um meine Altersvorsorge kümmere, gleichzeitig interessiere ich mich für das Thema finanzielle Unabhängigkeit.

Ich halte nichts davon, jährlich meine Geldanlagen komplett umzuschichten, das verursacht nur sehr große Kosten, die ich vermeiden will. Aber das kann man natürlich auch nur dann machen, wenn man Schwankungen aussitzen kann. Das hat man im Börsen-Crash der Corona-Krise ganz gut gemerkt, da habe ich sogar sehr von den sinkenden Kursen profitiert, vor allem, da die Kurse sehr schnell wieder gestiegen sind.

Ich bin gespannt, wie sich das alles bei mir in der Zukunft entwickeln wird, aber ich gehe mal schwer davon aus, dass ich weiterhin einen sehr großen Betrag meiner Einnahmen in wenige ETFs stecken werde, ohne auf Konjunktur oder ähnliches zu achten.

» Twilight-Girlie » Beiträge: 337 » Talkpoints: 16,92 » Auszeichnung für 100 Beiträge


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