Wer beteiligt sich denn an einer Ohnmacht-Challenge?

vom 25.07.2019, 23:58 Uhr

Die ausgerufenen Challenges werden ja immer verrückter und skurriler und im Trend scheint derzeit auch die Ohnmacht-Challenge zu sein. Dabei geht es wohl darum, mit bestimmten Atemtechniken eine Art Ohnmachtszustand zu erreichen. Es soll wohl auch schon Fälle gegeben haben, wo die „Probanden“ dann im Krankenhaus gelandet sind, weil sie sich dabei verletzt haben oder vielleicht auch nicht so recht wieder aufwachen wollten.

Da kann man doch eigentlich nur noch den Kopf schütteln und sich fragen, wer denn eigentlich so eine Ohnmacht-Challenge mitmacht. Kennt ihr solche Leute? Haben die lange Weile, suchen die Aufmerksamkeit, einen besonderen Kick oder haben die einfach nur einen kleinen an der Klatsche? Wie fällt denn euer Fazit dazu aus?

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» Lupenleser » Beiträge: 187 » Talkpoints: 2,71 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Eigentlich sind doch die meisten dieser Challenges total bescheuert. Wobei die meisten keine Folgen für die eigene Gesundheit haben. Dies scheint hier aber anders zu sein und da finde ich das Ganze auch nicht mehr nur bescheuert, sondern abartig. Wer lässt sich so etwas einfallen? Und wer ist so dämlich sich selber in Gefahr zu bringen nur wegen ein paar Klicks, Likes oder was auch immer? Die Welt in der wir leben ist so dermaßen krank geworden, dass es nicht mehr lustig ist.

Als Erwachsener sollte einem auch klar sein, was passiert und selbst als Jugendlicher muss man nicht jeden Mist nachmachen und dennoch gab es auch da schon Experimente mit Luft wegdrücken oder abschnüren in der Vergangenheit und wozu? Für ein bisschen Aufmerksamkeit im Netz. Ich hoffe dass meine Kinder später nicht bei so einem Mist dabei sind, denn das kann auch wirklich mal sehr schiefgehen.

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» Ramones » Beiträge: 40453 » Talkpoints: 28,96 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Diese "Ohnmacht Challange" gab es schon zu meiner Schulzeit und in den Pausen haben einige da mitgemacht. Ich war zum Glück zu feige dafür. Aber wer "dazugehören" wollte, hat es mitgemacht. Das ist mittlerweile mehr als 40 Jahre her. Nur hat keiner das an die große Glocke gehangen. Jetzt wo es Internet gibt, wird das natürlich so richtig aufgeputscht. Aber eine Mitschülerin ist dadurch ins Koma gefallen und ist sofort ins Krankenhaus geflogen worden. Dennoch hat dieser "Trend" nicht nachgelassen und es haben viele gemacht.

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» Diamante » Beiträge: 41865 » Talkpoints: 10,22 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Diese Ohnmacht-Challenge ist tatsächlich ein alter Hut. Eine Synkope lässt sich ziemlich leicht provozieren, indem man in Hockstellung hyperventiliert und sich dann schnell aufrichtet. In naturwissenschaftlichen Studiengängen gehört dieses Selbstexperiment fast schon zum Lehrplan, aber eben unter kontrollierten Bedingungen mit ausgelegten Matten und medizinisch versierter Aufsicht. Mitmachen muss man sowas trotzdem nicht, denn auch, wenn ein gesunder junger Mensch den Anfall unbeschadet übersteht, sind unangenehme Folgeerscheinungen insbesondere bei Vorerkrankungen nicht ausgeschlossen.

Ich halte generell nichts von waghalsigen Challenges aus Klick-Geilheit und kann nicht verstehen, wie einem ein wenig Aufmerksamkeit im Internet so viel bedeuten kann, dass man sich dafür vor aller Welt lächerlich macht oder sogar in Gefahr begibt. Daher verfolge ich solche Trends nicht und würde auch niemals mitmachen. Auch für Spendenaktionen finde ich Challenges ehrlich gesagt kein geeignetes Medium, auch wenn der Gedanke dahinter da ja lobenswert ist. Dabei kann man meiner Meinung nach aber mit seriösen Aufklärungskampagnen und ein wenig kreativ gestalteten Events die gleichen Ergebnisse erzielen.

» MaximumEntropy » Beiträge: 6480 » Talkpoints: 813,08 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



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