Welche körperlichen Folgen hattet ihr schon durch Stress?
Ich bin leider sehr anfällig für Stress, wobei ich oft aber selbst gar nicht richtig merke, wenn ich über einen langen Zeitraum gestresst bin. Dass etwas nicht stimmt, merke ich oft erst dann, wenn mein Körper mir das zeigt. In stressigen Phasen hatte ich in der Vergangenheit schon oft lange Phasen von Haarausfall, wobei das aber nicht einmal das schlimmste war.
Das schlimmste war für mich, als ich stressbedingt mehrere Monate am Stück chronische Bauchschmerzen hatte. Da diese stressbedingt waren, konnte kein Arzt die Ursache finden, wobei auch keine Medikamente geholfen hatten. Erst dann, als der Stress vorbei war, gingen auch die schrecklichen Bauchschmerzen weg.
Ansonsten habe ich in stressigen Phasen auch regelmäßig Schlafstörungen. Ich kann dann nicht einschlafen, wobei es mir aber auch schwer fällt, durchzuschlafen. Auch Verdauungsbeschwerden und Kopfschmerzen habe ich regelmäßig, wenn ich gestresst bin. Welche körperlichen Folgen hattet ihr schon durch Stress?
Mein Körper ist leider auch ein Sensibelchen, was Stress angeht und nimmt es mir sehr übel, wenn ich sehr gestresst bin. Das geht mir auf den Keks, da die wirklich stressige Phase im Semester nur ca. 6 Wochen dauert und ich der Meinung bin, dass ein normaler Körper über einen so kurzen Zeitraum mit Stress umgehen können sollte.
Bei mir macht sich das durch mehrere Sachen bemerkbar. Wie in einem anderen Thread geschrieben sind meine Tage ausgeblieben, obwohl ich nicht schwanger bin. Außerdem muss ich sehr häufig auf Klo, quasi wie bei einer Blasenentzündung. Das ist auch ein Faktor, der mich am Einschlafen hindert. Ich schlafe nachts sehr schlecht, einmal durch das Grübeln und außerdem durch das ständige auf Klo laufen.
Ich hatte schon einmal bei extremen Stress ein zuckendes Augenlid gehabt, welches ich gar nicht kontrollieren konnte, dabei war es immer nur das linke Augenlid und das Zucken kam mir ewig vor. Mein Arzt konnte leider nichts dagegen machen, dazu musste erst einmal der Stress verschwinden.
Ansonsten kam es natürlich zu den typischen Symptomen wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen oder auch Übelkeit und Schwindel. Manchmal bin ich wegen dem Stress auch am Zittern und habe ganz weiche Knie, so dass ich denke, ich könnte mich kaum auf den Beinen halten.
Hin und wieder habe ich bei Stress eine Appetitlosigkeit oder richtig großen Appetit, so dass ich wie eine Bärin esse.
Ich hatte das bisher auch schon zweimal im Leben, dass durch Stress die Periode ausgesetzt hat und ich einen ganzen Monat keine Periode hatte. Ansonsten ist es bei mir so, dass sich Stress durch Einschlaf- und Durchschlafstörungen bemerkbar macht und ich dünnhäutiger bin, also dass ich schnell mal überreagiere wegen Kleinigkeiten, je nachdem wie lange ich den Stress und die Sorgen schon verdränge und in mich hinein fresse.
Ansonsten habe ich festgestellt - aber eher durch ärztliche Hilfe - dass meine Schilddrüse langsamer arbeitet, wenn ich gestresst bin. So war ich mal in einer enormen Stressbelastung beim Arzt um die TSH-Werte messen zu lassen. Damals hatte ich einen Wert von 3,3 und das bedeutet eine latente Unterfunktion. Manche Labore beziffern eine Unterfunktion schon ab einem TSH von 2,5 bis 4,0. Bei anderen Laboren fängt die Unterfunktion erst ab einem Wert von 4 an. Außerhalb der Stressphase hatte ich einen TSH von 2,3 was schon enorm ist. Das bestätigt meinen Verdacht, dass ich bei Stressphasen trotz derselben Nahrungsmenge eher zunehme, weil der Stoffwechsel eben langsamer arbeitet.
Ein TSH von über 3 führt auch faktisch zu Unfruchtbarkeit. Mein Hausarzt hat mir damals gesagt, dass ich einen Wert von 1-2 oder noch besser bräuchte um erfolgreich schwanger zu werden, wenn ich einen Kinderwunsch hätte. Deswegen müsste ich dann mit entsprechenden Schilddrüsenpräparaten vorbeugen, wenn sich der TSH-Wert im Stress so negativ einpendeln sollte. Aber das sind sicherlich Aspekte, die man so direkt gar nicht merkt, sondern erst, wenn man Nachwuchs basteln möchte und es nicht direkt klappt.
Es kommt darauf an um welche Art Stress es sich handelt. Ich bin eigentlich recht stressresistent und lasse mich auch beim größten Chaos auf der Arbeit nicht aus der Ruhe bringen. Jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt.
Bei positiven Stress auf der Arbeit esse ich viel und vor allem Süßkram. Da brauche ich einfach regelmäßigen Zuckerschub um volle Leistung erbringen zu können. Bei negativem Stress, wenn alles zuviel wird und der Zustand über mehrere Wochen anhält, meldet sich bei mir der Kopf mit Stichen in der Schläfe, die sich bis über die ganze Seite ziehen und in Hochphasen zu Taubheitsgefühl führen können. Oder auch ein übles Druckgefühl oberhalb des Kopfes, wo ich das Gefühl habe, dass mir die Schädeldecke jeden Moment platzt und wo auch kaum noch Tabletten helfen.
Für solche Phasen habe ich hochdosierte Schmerztabletten, die ich vor dem Schlafengehen nehmen muss, weil ich sonst kein Auge zumachen würde. Das Liegen verschlimmert den Schmerz. Tagsüber versuche ich so lange wie möglich ohne Schmerzmittel auszukommen, weil ich meinen Körper auch nicht damit vollpumpen möchte.
In meiner letzten Beziehung habe ich bei richtig fiesem Beziehungsstress mit Appetitlosigkeit reagiert. Das Hungergefühl hat dann, je nachdem wie lange dieses Theater anhielt, komplett ausgesetzt. Gepaart mit dem Stress auf der Arbeit habe ich da phasenweise tagelang keinen Bissen runter bekommen und musste mich, wenn die Krise bewältigt gewesen ist, wieder langsam rantasten.
Seit ich mich getrennt habe und Single bin, geht es mir wieder richtig gut. So richtig schlimme Kopfschmerzen haben deutlich abgenommen, weil ich nach Feierabend dank meiner Hunde genug Ausgleich habe und nicht noch weiterer Stress Daheim auf mich wartet. Und wenn es doch mal wieder dazu kommt, halten diese nicht mehr über mehrere Tage an sondern sind bis zum nächsten Morgen überstanden. ![]()
Ich hatte gerade bedingt durch mein Studium schon ziemlich viele Symptome durch Stress. Es ist eigentlich wirklich traurig was Stress im Körper alles anrichten kann. Das schlimmste waren tagelange Schlafstörungen, ich habe oft tatsächliche ganze Nächte nicht eine Minute lang schlafen können worauf ich am nächsten Tag total neben mir stand und auch nicht hätte Auto fahren können. Einmal bin ich sogar fast gegen eine Hauswand gelaufen weil mir so schwindlig war nach über 40 Stunden ohne Schlaf.
Ansonsten hatte ich auch schon Probleme mit Reizmagen und Reizdarm was ich aber die letzten Jahre wieder ganz gut in den Griff bekommen habe. Auch an meiner Haut merke ich massiv wenn ich Stress habe, die neigt dann nämlich mehr zu Unreinheiten als sonst ist aber dennoch sehr trocken, blass und sieht extrem müde aus. Dass meine Periode aussetzt bei Stress ist mir auch schon aufgefallen, interessanterweise ist mein Schilddrüsenwert auch ziemlich schwankend, allerdings habe ich das noch nie mit dem Stress in Verbindung gebracht, dem werde ich jetzt nach dem Hinweis wohl mal nachgehen.
Ich bin leider auch recht anfällig für Stress und auch körperliche Beschwerden bleiben dann nicht aus. Wenn ich längere Zeit Stress habe, dann ist bei mir auch oft ein zuckendes Augenlid die Folge, was ich schon ziemlich lästig finde. Außerdem habe ich dann auch oft mit Magenschmerzen und Durchfall zu kämpfen, was auch nicht gerade schön ist. Aber wenn der Stress dann vorbei ist, dann geht es mir auch sehr schnell besser, was allerdings in der Stressphase nur ein geringer Trost ist.
Migräne bekomme ich zum Glück erst, wenn der Stress vorbei ist. Das ist schlimm genug, aber besser als in der Situation mit den Schmerzen kämpfen zu müssen. Ansonsten gehe ich mich gerne eine Runde übergeben. Danach geht es dann aber.
Man behauptet ja mittlerweile, dass der Zusammenhang zwischen Stress und erhöhtem Blutdruck gar nicht so eindeutig ist, wie der medizinische Laie immer glaubt, aber ich bin mir in dieser Hinsicht gar nicht so sicher. Jedenfalls muss ich seit einem üblen Mobbingfall vor fast einem Jahr regelmäßig Tabletten nehmen. Herzgeschichten liegen bei uns zwar leider in der Familie, aber manchmal frage ich mich schon, ob ich auch ohne das ganze Theater in relativ jungen Jahren Bluthochdruck bekommen hätte.
Bei etwas weniger schlimmem Stress habe ich früher immer gehustet. Körperlich war alles in Ordnung, aber der Hustenreiz war absolut ununterdrückbar. Gerade vor Prüfungen oder bei generellem Stress im Studium oder Job konnte ich machen, was ich wollte, der Husten hat sich gehalten. Mittlerweile bin ich jedoch wohl etwas abgestumpfter geworden, oder mein Stresslevel ist tatsächlich gesunken. Jedenfalls ist der Reizhusten schon längere Zeit nicht mehr aufgetreten. Andere Symptome wie Magen-Darm-Probleme oder Kopfschmerzen habe ich bei Stress glücklicherweise kaum.
Zu Uni-Zeiten habe ich häufig wochenlange Stressphasen gehabt. Dabei habe ich unter Schlafstörungen gelitten. Obwohl mein Körper todmüde war, konnte mein Kopf nicht abschalten und hat mich wach gehalten, so dass ich oft nur zwei Stunden geschlafen habe und morgens wie gerädert war.
Ich habe auch gemerkt, dass meine Haare schneller fettig werden. Normalerweise wasche ich diese im Schnitt alle drei Tage, stressbedingt ist es aber dann oft der Fall, dass ich täglich waschen muss.
Meine Haut reagiert auch auf Stress, da ich ständig Schokolade und Süßigkeiten gegessen habe, wenn ich arbeitsbedingt viel Stress habe. Daher habe ich zu diesen Zeiten auch oft Pickel und Unreinheiten.
Bei meinem letzten trennungsbedingten Stress hat sich diese Phase neben der Schlafstörungen ziemlich auf meinen Magen geschlagen. Es war sogar so extrem, dass ich sieben Kilos verloren habe, da ich nichts mehr essen konnte.
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