Wann artet Kinder gebären zur "Sucht" aus?

vom 22.10.2019, 17:17 Uhr

Sue Radford (44) ist aktuell in der 15. SSW, wie sie selbst in einem Youtube-Video ankündigt. Dies ist Kind Nummer 22 für die Radfords. Sie haben bereits 11 Mädchen und 10 Jungs. Unter dem Namen "The Radford Family" betreibt die Familie seit Januar 2018 einen Youtube-Channel, den bereits rund 90.000 Menschen abonniert haben.

Der älteste Sohn ist Chris mit 30 Jahren. Außerdem besteht die Familie noch aus Sophie (25), Chloe (23) , Jack (22), Daniel (20), Luke (18) Millie (17), Katie (16), James (15) Ellie (14) Aimee (13), Josh (12) Max (11) Tillie (9), Oscar (7), Casper (6), Hallie (3), Phoebe (2), Archie (18 Monate) und die kleine Bonnie Raye, die im November ein Jahr alt wird.

Eine Großfamilie mag - abgesehen von der ganzen Haushaltsarbeit und dem finanziellen Aufwand - ja eine schöne Sache sein. Und im Grunde genommen kann jede Familie ja selbst über die Wunschzahl an Kindern entscheiden. Aber in diesem Fall frage ich mich wirklich ob es auch so etwas wie eine "Gebär-Sucht" gibt? Diese Frau hat ja so gut wie keine längere Babypause eingelegt. Dass ein Körper eine solche Höchstleistung erbringt, finde ich fast schon bewundernswert.

» EngelmitHerz » Beiträge: 433 » Talkpoints: 98,64 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ich finde es schon etwas bewundernswert, wie man bei so vielen Kindern und den damit verbundenen Stress überhaupt noch dazu kommt immer weitere Kinder zu machen. Immerhin hat man ja auch nur einen begrenzten Platz im Haus und nach einem Tag voller Kinder ist man sicherlich auch platt. Abgesehen davon finde ich diese Familie schon sehr außergewöhnlich und gerade die Frau auch etwas krank. Normal ist das schon nicht, wenn man beispielsweise Geburten filmen lässt und dann auch keiner so richtig eingreift, wenn das Kind dann durchrutscht zwischen den Händen, das ist ja da auch schon passiert.

Man gebärt die Kinder einfach im Alltag ohne einen speziellen Raum dafür zu suchen und es wirkt schon eher so als wäre die Dame süchtig nach der Aufmerksamkeit und vielleicht auch nach dem Stillen oder der Nähe, die man zu einem Baby hat. Finanziell muss man so etwas auch erstmal stemmen, aber was ich am Schlimmsten empfinde ist der Punkt, dass man einem Kind doch gerecht werden sollte, sich Zeit nehmen sollte und mit so vielen Kindern kann man das doch ehrlich gesagt gar nicht, da der Tag ja auch nicht mehr Stunden hat, nur weil man mehr Kinder hat. Für einzelne Gespräche und liebevolle Gesten bleibt da doch eher wenig Zeit.

Das Problem hat man ja durchaus schon mit weniger Kindern und dann kommt ja auch noch die Eifersucht dazu, Trotzphasen was auch immer, da kann man dann entweder die Kinder ignorieren oder dem gerecht werden und dann nervlich daran zerbrechen. Ich kann mir das auf jeden Fall nicht für mich vorstellen. Zur Sucht wird es sicherlich dann, wenn man körperlich dafür belohnt wird, also Glückshormone freigesetzt werden und man das grundsätzlich ohne großen Stress zu empfinden bewerten kann. Mir ist das völlig fremd, natürlich liebe ich meine Kinder, aber ich möchte ihnen auch gerecht werden und ich kann mir nicht vorstellen so viele Kinder zu haben, das würden meine Nerven nicht mitmachen.

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» Ramones » Beiträge: 40453 » Talkpoints: 28,96 » Auszeichnung für 40000 Beiträge


Ich finde daran gar nichts bewundernswert. Generationen von Frauen haben sich mit allen Mitteln gegen die Degradierung zur Gebärmaschine gewehrt, und Leuten wie mir die Möglichkeit eröffnet, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und nicht wie eine Zuchtstute einen Wurf nach dem anderen zu produzieren, bis ich entweder im Kindbett verrecke und ein, zwei Dutzend Sprösslinge mutterlos zurücklasse oder mich um die ganze Brut gar nicht mehr kümmern kann, weil ich bei jedem Schritt aufpassen muss, dass mir der völlig ausgeleierte Uterus nicht rausfällt. Wenn ich zudem schon "bewundernswerte Höchstleistungen" erbringen muss, dann bitte in einem interessanteren Feld als Kinder rauszupressen.

Ich finde es auch für die Kinder alles andere als angenehm, in einer derart aufgeblähten Familie groß werden zu müssen. Da wirst du doch von frühester Jugend als Hilfskraft rekrutiert, und zwar nicht ausnahmsweise mal für ein oder zwei Geschwister (das finde ich auch zumutbar), sondern als Hütehund für ein ganzes Dutzend. Der Vorteil ist natürlich, dass die meisten Kinder wahrscheinlich von der Fortpflanzerei geheilt sind und den Wahnsinn nicht fortsetzen werden, wenn sie erwachsen sind. Außerdem kriegst du sicher nicht so schnell einen Partner ab, wenn der einen Blick auf deine 22 Geschwister wirft und sich fragt, welchen Schaden du abbekommen haben musst, wenn du in einem derartigen Affenzirkus groß geworden bist.

» Gerbera » Beiträge: 8339 » Talkpoints: 1,27 » Auszeichnung für 8000 Beiträge



Ich bin der Meinung, dass sich keine Frau dafür rechtfertigen muss, es einfach nur schrecklich zu finden, mit dem zweiundzwanzigsten Kind schwanger zu sein. Ich finde es sogar eher verantwortungsvoll sich für eine kleinere Familie zu entscheiden, wo jedes Mitglied gleichermaßen gesehen und gehört wird. Es wird schon so sein, dass Frau Radford irgendwie süchtig nach Aufmerksamkeit ist, die nur Babymüttern zuteil wird.

Und sicher wird sie auch mit Erreichen der Menopause bildlich gesprochen in ein tiefes Loch fallen. Aber das ist eben allein ihr Problem. Und auch was sie mit 22 Schwangerschaften ihrem Organismus antut ist fahrlässig gesundheitsschädigend; jedenfalls alles andere als gesund für sie selbst. Aber es ist eben ihr Körper, über den sie selbst bestimmen darf und bestimmt hat.

Und das ist letzten Endes auch gut so. Obwohl sich diese Familie jenseits der Norm bewegt, machen ihre Mitglieder, ob schon bewusst oder noch unbewusst, das Beste aus ihrer Situation. Sie präsentieren sich den Medien und verdienen damit unter anderem ihren Lebensunterhalt. Leben und leben lassen, die Welt ist bunt. :wink:

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» Quasselfee » Beiträge: 1603 » Talkpoints: 30,81 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Ich weiß nicht, welches die Hauptmotivation der genannten Familie für den umfangreichen Kindersegen ist, aber ich hätte hauptsächlich dann Probleme damit, wenn es auf streng religiösen Vorstellungen beruhen würde. Insbesondere dann, wenn anderen Menschen mit weniger oder gar keinen Kindern womöglich noch ein gottesfernes Leben vorgeworfen würde (was manchmal tatsächlich zu hören oder zu lesen ist). Wenn es der Familie aber eben hauptsächlich darum geht, gern viele Kinder und eine große Familie zu haben, dann denke ich, dass jeder sein (Familien-)Leben so gestalten soll, wie er es gern mag.

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» lascar » Beiträge: 1829 » Talkpoints: 400,25 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


Ich denke auch, dass es jedem selber überlassen sein sollte, wie er sein Leben gestaltet. Ich persönlich bin unter normalen Umständen groß geworden. Ich hatte selber nur eine Schwester, die allerdings auch knapp 10 Jahre jünger ist als ich. Auch ein Pflegekinde hatten wir für einige Jahre, auch sie war so alt wie meine Schwester. Also eine relativ normale Familiengröße.

Die Wollneys sind ein gutes Beispiel für große Familien. Wie es hinter den Kulissen von dem was man im Fernsehen zu sehen bekommt abläuft, kann man nur vermuten, aber vor der Kamera geben sie sich meist sehr harmonisch. Natürlich wird das nicht immer so sein und es wird auch öfter mal Probleme geben, wo man dann als Eltern schon mal gerne das Handtuch werfen möchte. Aber das kann auch bei überforderten Eltern auch schon bei einem Kind der Fall sein. Jeder muss im Prinzip selber wissen, wie viel Kinder er in die Welt setzen müsste und solange es der Körper mitmacht, warum nicht.

Durch meine Schwester und vor allem durch ihren Freund, bekomme ich da tatsächlich einen kleinen Einblick in eine Großfamilie. Der Freund meiner Schwester hat insgesamt 17 Geschwister und zählt damit mit Sicherheit nicht zu einer Familie mit normaler Größe. Das was ich bisher von den Geschwistern so mitbekommen habe und was ich jetzt so sehe ist, dass es sehr harmonisch abgeht bei denen. Man hilft sich wo man nur kann und viele gehen dann auch häufig zu irgendwelchen Veranstaltungen. Die Geschwister bewegen sich vom Alter her zwischen Ende 20 und der Älteste ist vor kurzem 50 geworden. Natürlich sind dann auch überall die Partner mit dabei.

Ich finde diese Familie, auch wenn sie aus der Norm schießen, sehr harmonisch und Hilfsbereit untereinander, was man in Familien mit einer normalen Größe nicht unbedingt immer findet. Ich weiß auch nicht ob das dann repräsentativ ist was ich da so mitbekomme, da ich auch nicht so viele Großfamilien kenne, wie normal große Familien, aber es ist schon so, dass anscheinend in so großen Familien der Zusammenhalt wesentlich größer ist, als anderswo. Welchen Antrieb diese Frau auf YouTube hat, das weiß ich nicht, aber ich weiß, dass es durchaus Menschen gibt, die sich eine große Familie wünschen.

Diese Frau opfert ihr Leben und ihre Liebe für die Familie, das finde ich auf jeden Fall besser als Frauen, die erstmal auf ein Kind verzichten, weil sie Karriere machen möchten und dann eben erst sehr spät Kinder bekommen. Da erwarte ich dann längst nicht die Liebe für ein Kind, wie bei der Mutter einer Großfamilie, weil mal eben die Karriere über die Familie stellt und das wird sich auch nicht ändern, wenn dann mal Kinder da sind.

» Kodi » Beiträge: 429 » Talkpoints: 18,29 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Kodi hat geschrieben:Diese Frau opfert ihr Leben und ihre Liebe für die Familie, das finde ich auf jeden Fall besser als Frauen, die erstmal auf ein Kind verzichten, weil sie Karriere machen möchten und dann eben erst sehr spät Kinder bekommen.

Wobei ich sagen muss, dass mir der Ausdruck "sie opfert ihr Leben" eher nicht so gefällt, denn ich finde, dass niemand sein Leben für andere opfern muss. Jeder Mensch sollte auch das Recht und die Möglichkeit haben, sein Leben nach eigenen Wünschen und Vorstellungen leben zu können. Wer dies gern mit einer großen Familie und vielen Kindern macht, für den ist das in Ordnung. Aber wenn man von "sich opfern" redet, dann scheint das ja nicht so ganz freiwillig zu geschehen, und dann ist für mich die Grenze erreicht. Auch wenn man sein Leben der Hilfe anderer Menschen widmet, sollte man meiner Ansicht nach auch sich selbst nicht ganz aus den Augen lassen.

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» lascar » Beiträge: 1829 » Talkpoints: 400,25 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Also „Gebärmaschine“ ist die erste Bezeichnung, die hier vollkommen nachvollziehbar ist. Gleichwohl man niemanden eine Großfamilie absprechen mag, darf ich hier sehr wohl anmerken, da ich die Familie aus britischen TV-Medien schon kenne, dass sie pure Egoisten sind und das eben auf Kosten der Kinder. Aktuell sind 16 Kinder noch unter 21 Jahre. Die 25-jährige Sophie hat ebenfalls schon 3 Kinder, 7, 5 und 3, was mich nicht sonderlich verwundert. Man hat es ja in die Wiege gelegt bekommen. Hoffentlich ist sie nur schlauer, als Mama, und verzichtet, auch im finanziellen Hinblick auf mehr.

Wieso Papa und Mama Radford pure Egoisten sind? Ganz einfach. Zunächst einmal haben sie seit 1999 eine kleine Bäckerei oder ein Kuchenladen in Morecambe. Das ist aber kein monatlicher Ertrag, der mal eben locker die Kinder und Familie versorgt. Sie bekommen noch aktuell um die 790 Euro Kindergeld, laut Medien zumindest. Auch nicht die Welt, wenn man bedenkt, dass Kino in England mal eben 12 Euro kosten kann, nur der Eintritt. Und sie um die 400 Pfund die Woche zum leben benötigen.

Sei es drum. Aus finanzieller Sicht ist das schon ein Nachteil für jedes Kind, denn sie müssen lernen, weniger zu haben und zu verzichten, weil Mama und Papa immer weiter machen. Immerhin hat er nach dem 9. Kind sich vasektomieren lassen und das dann doch lieber wieder rückgängig gemacht. Es ist egoistisch aufgrund seiner eigenen Wünsche und Beliebtheit ständig schwanger zu sein, die Kinder darunter auch finanziell etwas abzuhängen.

Ganz klar meine Ansicht. Wer sich Kinder nicht leisten kann, soll keine machen. Das gilt auch in Deutschland für jede Familie, die im Hartz-IV Modus ein Kind nach dem anderen macht. Kein Verständnis, auch wenn ich den Familienwunsch an sich nachempfinden kann, aber nicht auf Kosten der Kinder.

Ein weiterer Aspekt ist, dass sie gesundheitlich bereits einschlägig von Gynäkologen gewarnt wurde, das schon lange jede Schwangerschaft noch ein erhöhtes Risiko darstellt, als sowieso schon bei einer Schwangerschaft vorhanden ist. Ihre Gebärmutter ist derart weit aufgedehnt, dass sie sich aufgrund der zu häufigen Schwangerschaften nicht mehr zurück dehnt. Da sie ja auch regelmäßig schwanger ist, geht der natürliche Vorgang eben auch nicht. Jede erneute Schwangerschaft kann für sie das Reißen der Gebärmutter bedeuten, was mit einem hohen Blutverlust einhergeht, sodass Gynäkologen schon raten, dass sie Bluttransfusionen zur Vorsicht bereitstellen.

Wer da von einem gesunden Kinderwunsch spricht, wenn man solche Risiken in Kauf nimmt, die erhöhter sind, als bei klassischen Schwangerschaften, der hat offenbar eine andere Meinung als ich zum Thema. Immerhin wird ja kein Gedanke daran verschwendet, was die alleine 12 Kinder unter 16 Jahre dann tun würden und wie will der Papa das alleine wuppen? Ein Witz ist das!

Zudem tragen Eltern für mich eine Vorbildfunktion. Manch eines der Kinder hatte damals schon in den Medien gesagt, dass sie es nicht gut finden, dass immer mehr Geschwister kommen. Die Tage der Radford Familie sind strukturiert durchgeplant, und am besten geht da bitte nicht viel schief. Hinzu kommen, dass nicht jedes der noch zu Hause lebenden Kinder die volle Aufmerksamkeit bekommt, wie sie es möglicherweise in Situationen wie Liebeskummer, Mobbing in der Schule, Schulprobleme usw. bekommen können. Weil immer eines nervt, der andere was möchte usw.

Das ist für mich einfach komplett verantwortungslos. Es ist egoistisch, weil Mama nichts anderes kann und liebt, als schwanger sein, dafür teilweise finanziell starke Einbußen zu haben, was sich immer auch auf die Kinder auswirkt. Und es ist für mich egoistisch, wenn man keinerlei Vorbildfunktion bieten kann, weil jedes Kind eher nach einem „Rechenschema“ abgearbeitet werden muss, statt sich mehr Zeit nehmen zu können. Das ist kaum machbar und schade für jedes dieser Kinder.

Und das es finanziell nicht rosig aussieht, zeigt der Fakt, dass es meist Pasta und Eintöpfe gibt. Abwechslungsreich sieht anders aus, aber ist auch kaum möglich. 400 Pfund die Woche, 240.000 Pfund das Haus, welches nur Papa abfinanziert als Bäckereiinhaber + Kindergeld. Auch der finanzielle Hinblick ist einfach nur egoistisch gegenüber jedem Kind. Sonderwünsche, das haben sie häufig im TV klar gemacht, gehen nicht. Traurig für jedes Kind, auch wenn sie damit leben lernen, aber man hat ganz einfach auch mal Wünsche.

Für mich sind beide Egoisten und absolut ist sie eine Gebärmaschine, die auf biegen und brechen jetzt noch, das hat sie erst letztens im TV gesagt, die gleiche Anzahl an Mädchen/Jungen haben möchte. Das hat nichts mit Kinderliebe, Familienwunsch etc. zu tun. Sie hat eine teilweise ganz verschobene Einordnung dessen, was sie manchmal in all den Jahren im TV gesagt hat. Das ist aber wie gesagt nur meine Ansicht und wenn Eure da anders ist, ist das auch vollkommen in Ordnung.

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» Kätzchen14 » Beiträge: 4947 » Talkpoints: 6,39 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


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