Ist die Untersuchung beim Frauenarzt erniedrigend?
Die meisten Frauen machen bereits in jungen Jahren Bekanntschaft mit dem Frauenarzt. Der erste Besuch kostet meist Überwindung. Zuerst "darf" man den Intimbereich frei machen und dann mit entblößten Unterkörper zu diesem entwürdigenden gynäkologischen Stuhl laufen. Wenn es diesen Stuhl nicht gäbe, würde ich mich auch nicht in einer fremden Umgebung in einer solch ausgelieferten Stellung zeigen. Leider läßt mir der Stuhl keine Wahl und ich finde es erniedrigend.
Empfindet Ihr auch den Frauenarztbesuch und speziell diesen Stuhl erniedrigend oder gewöhnt man sich an diesen Stuhl? Manchmal beneide ich Männer, die nicht schon im Teenageralter auf einen
Stuhl zum Routinecheck der Geschlechtsorgane gezwungen werden. Würde zu gerne mal wissen, wie sich ein Mann anstellen würde, wenn er regelmäßig auf so einen Stuhl müßte. Habe eine Umfrage hinzugefügt, wo Ich auch, um eure Meinung bitte.
Die Untersuchung ist natürlich blöd, aber jetzt mal ehrlich, von "zwingen" kann ja nicht die Rede sein. Keiner zwingt Dich auf den Stuhl, das geschieht alles frewillig und zu Deinem Besten. Wie sonst soll Dich der Arzt denn untersuchen, wenn Du "die Beine nicht breit machst"? Gebärmutterhalskrebs und solche Sachen können bereits in jungen Jahren auftreten und um dem vorzubeugen, gehst Du freiwillig zum Frauenarzt oder eben nicht.
Christiane hat geschrieben:Manchmal beneide ich Männer, die nicht schon im Teenageralter auf einen Stuhl zum Routinecheck der Geschlechtsorgane gezwungen werden.
Ich bin zwar kein Junge, aber ich weiß aus Erzählungen von Freunden, dass es auch die Jungs nicht gerade leicht haben im Teenageralter. Also mach dir da keine Sorgen, dabei ist schon für Gerechtigkeit gesorgt. Auch die Jungs müssen sich bei Routineuntersuchungen "unten rumfummeln" lassen, was auch nicht gerade angenehm sein soll, wie ich gehört habe, besonders nicht, wen es eine Ärztin ist. Aber dass soll mal nicht unsere Sorge sein, denn wir Frauen haben ja wie gesagt unsere eigenen.
Klar ist es im ersten Moment total ungewohnt, wenn jemand fremdes derart in die eigene Privatsphäre eindringt. Und so hilflos da in diesem Stuhl rumzuliegen, und alles "offen darzulegen" macht das ganze nicht gerade besser. Aber ich glaube, dass hängt ganz vom Arzt ab, wie man sich dabei fühlt. Ich zum Beispiel habe sehr viel Glück mit meiner Frauenärztin. Sie ist sehr nett und wenn ich einmal auf dem Stuhl liege, dann fängt sie an über ganz banale Dinge mit mir zu reden, was die Situation schnell entspannt und mich bestens von der unangenehmen Sache ablenkt.
Deshalb kann ich Mädchen oder Frauen, die sich überhaupt nicht mit dem Ding anfreunden wollen, nur raten auch mal darüber nachzudenken den Frauenarzt zu wechseln. Bei jemand anderen kann die Situation schon ganz anders aussehen. Aber erst mal: gib dem Stuhl eine Chance, denn es ist wirklich sehr wichtig für deine Gesundheit.
Vielleicht solltest du dir auch einen anderen Arzt suchen, wenn du dieses Gefühl hast? Schön ist das sicher nicht, aber erniedrigend sollte es nicht sein. Ein guter Frauenarzt gibt einem eigentlich nicht das Gefühl, dass er dir bis in die Bauchraum guckt
Außerdem kann man sich ja einen Rock anziehen, so hat man nicht das Gefühl, dass man unten herum ganz nackig ist. Ist doch alles kein Problem. Und in der Regel dauert das nur 5 Minuten und das wars dann auch schon. Es ist wohl wesentlich unschöner, wenn man dann was ernsthaftes hat, was mit so einer kurzen Untersuchung hätte vermieden werden können.
Natürlich kann ich mir etwas Schöneres vorstellen, als auf dem Gynäkologenstuhl mit gespreizten Beinen zu sitzen. Aber das ist nun einmal eine Notwendigkeit, wenn man sollte die Untersuchungen halbjährlich bis jährlich machen lassen. Wenn Du Dich bei Deinem jetzigen Frauenarzt nicht wohl fühlst, würde ich auf jeden Fall zu einem anderen Gynäkologen wechseln.
Vielleicht fühlst Du Dich ja bei einer Frau besser aufgehoben. Aber wichtiger ist, dass Du einen Arzt findest, der einfühlsam ist und vielleicht zwischendurch ein paar Späße mit Dir macht, das macht schon ein wenig lockerer.
Wie wäre es, wenn Du im Internet einmal nach Ärzten suchst. Auf den Homepages sind ja auch meistens Fotos der Ärzte und vielleicht findest Du da ja jemanden, der Dir optisch schon einmal sympatisch ist.
Ich kann deinen Gedankengang sehr gut nachvollziehen. Der Stuhl und die Stellung, in der man sich befindet ist nun wirklich nicht gerade erbaulich.
Am Schlimmsten für mich was das erste Mal beim Frauenarzt. Damals war ich 15 Jahre alt. Man hat zwar schon so einen Stuhl mal gesehen und weiß theoretisch auch wie alles abläuft. Dennoch ist es dann sehr seltsam wenn man plötzlich jemanden seinen Intimbereich und Allerwertesten entgegenstrecken muss.
Ich denke nicht, dass die ganze Prozedur erniedrigend ist. Du musst doch auch bedenken, dass die Untersuchung deiner Gesundheit dient. Schon allein die Krebsvorsorge ist sehr wichtig.
Eventuell solltest du ja wirklich den Frauenarzt wechseln? Bist du bei einem Mann oder einer Frau? Möglicherweise fühlst du dich wo anders wohler?
Wer geht schon gerne zum Frauenarzt? Dennoch würde ich die Untersuchung nicht als erniedrigend bezeichnen. Die Untersuchungen sind eben notwendig, um mögliche Krankheiten früh zu erkennen. Ich muss sagen, dass ich die ersten Male immer sehr aufgeregt war, wenn ich zum Gynäkologen musste. Aber das hat sich mit der Zeit immer mehr gelegt.
Außerdem sollte man immer daran denken, dass ein Frauenarzt jeden Tag sehr viele Frauen untersucht und sich sicher dabei nichts mehr denkt. Es für einen Gynäkologen ja reine Routine und daher braucht man sich nicht zu schämen oder sich erniedrigt fühlen.
Wenn man sich wirklich so unwohl dabei fühlt, wie du es beschreibst, dann sollte man wirklich den Arzt wechseln. Ich hatte nun schon 4 verschiedene Ärzte und Ärztinnen in der Fachrichtung. Wenn man mal die Ärzteschaft auf den Krankenhäusern vernachlässigt, welche mich während meiner Schwangerschaft untersuchen durften.
Aber mir hat noch kein Arzt das Gefühl gegeben, welches du da beschreibst. Und am coolsten fand ich den etwas älteren Doc während meiner Lehrzeit. Der hatte irgendwie fast alle weiblichen Lehrlinge der ganzen Stadt als Patientinnen. Und viele hatten damals ihren ersten Gang zum Frauenarzt. Aber der hatte irgendwie eine so tolle Art an sich, das man sich schon auf den Besuch bei ihm gefreut hat.
Ich schließe mich der Meinung derer an, die da raten einen anderen Gynäkologen zu suchen. Denn so ein Gefühl wie Du es beschreibst kenne ich nicht. Annähernd kann ich aber ahnen, dass es vielleicht so war, wie es bei mir mit 14 war. Da meinte meine Mutter mich unbedingt zum Frauenarzt schleifen zu müssen, weil ich ja vielleicht in den nächsten Monaten einen Freund und mit diesem sogar Sex haben würde.
Bei den Gynäkologen, die ich so seit dem 18. Lebensjahr habe, habe ich mich immer sehr wohl gefühlt und finde weder die Untersuchung erniedrigend noch fühle ich mich zu dieser Untersuchung gezwungen. Letzteres ist ja definitiv nicht der Fall, nur tust Du Dir mit diesen Vorsorgeuntersuchungen ja selbst einen Gefallen.
Übrigens ist es bei den Jungs auch nicht so, dass diese nicht auch regelmäßig an den Geschlechtsorganen untersucht werden. Selbst bei den Kleinen wird zu unterschiedlichsten Gelegenheiten der Penis untersucht.
Ich hatte solche Angst vor den ersten Besuch bei der Frauenärztin, dass ich mir gar keine weitergehenden Gedanken machen konnte, ob ich mich jetzt schäme oder so. Solche Gefühle wurden komplett von der Angst verdrängt. Zum Glück hatte ich eine sehr nette Ärztin, so dass meine Angst im Nachhinein komplett unbegründet war.
Mittlerweile verlaufen meine Besuche bei der Frauenärztin generell deutlich entspannter. Bei einem männlichen Frauenarzt war ich noch nie. Bei einer Frau denke ich mir (falls ich vorher überhaupt einmal darüber nachdenken sollte): Erstens ist sie selbst eine Frau und ich habe nichts, was sie nicht auch hat. Zweitens hat sie schon unzählige Frauen vor mir in dieser Position auf dem Stuhl gesehen und untersucht, so dass sie sicherlich nichts über mich denken wird, was irgendwie schlimm sein könnte - beispielsweise "Der Hintern ist zu dick!" oder "Wie sieht DIE denn aus?!"
Das sind die einzigen "Sorgen", die manchmal kurz hochkommen vor dem Arztbesuch, die aber in der Regel auch ganz schnell wieder weggehen. Man sagt doch auch immer so schön, dass man sich vor einem Arzt auch nackt nicht schämen muss und das tue ich auch nicht. Daher finde ich im Ergebnis persönlich nichts Erniedrigendes an dem Besuch bei der Gynäkologin. Verstehen kann ich die Thread-Erstellerin allerdings dennoch ganz gut.
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