Warum platzen wir vor Neid?

vom 10.08.2007, 18:17 Uhr

"Ich könnte vor Neid platzen..." Diese Redensart benutzt der eine oder andere von uns sicher desöfteren, zumindest denkt man es sicher hin und wieder. Woher aber kommt dieses Sprichwort? Schon in der Antike machte diese Redensart die Runde und sie geht zurück auf eine Fabel von Phaedrus, einem freigelassenen Sklaven und römischen Dichter. In einer seiner Erzählungen will sich ein eitler Frosch mit einem Ochsen messen - und bläst sich daz so lange auf bis er letztlich platzt. Schön blöd :ohnmacht:

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» Leonie » Beiträge: 485 » Talkpoints: -0,32 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Na da gibt es ja noch einige Sprichwörter mehr, die sich auf antiken Geschichten begründen.

Zum Beispiel kommt der Ausdruck: "Sich in die Höhle des Löwen wagen" von einer Fabel von Äsop - Der Fuchs und der alte Löwe:

Da fragt nämlich der Löwe, schon etwas ergraut den Fuchs, warum er ihn niemals in seiner Höhle besuche. Daraufhin erwidert der Fuchs: Weil ich sehe, daß viele Spuren hineinführen, aber nur wenige herauskommen.

» Midgaardslang » Beiträge: 4264 » Talkpoints: 4,85 » Auszeichnung für 4000 Beiträge


Oder das Sprichwort "sich mit fremden Federn schmuecken", das ebenfalls auf einer Fabel beruht: eine eitle Kraehe wollte schoener werden und steckte sich die bunten Federn anderer Voegel zwischen ihre eigenen. Daraufhin fielen die Voegel aber ueber die Kraehe her und entrissen ihr nicht nur die falschen, sondern auch eigene Federn, so dass sie schlimmer aussah als vorher.

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» misspider » Beiträge: 1976 » Talkpoints: 8,11 » Auszeichnung für 1000 Beiträge



Also ich glaube, dass man für dieses Sprichwort gar keine so große Erklärung braucht. Schließlich ist es ja eigentlich leicht verständlich. Neid war schon immer ein großes Problem. Auch in der Antike , weswegen dieses Srichwort auch so alt ist. Mit vor neid platzen, meinten die Leute wahrscheinlich, dass man dieses Gefühl des Neids so stark empfindet, dass man sich nicht mehr unter Kontrolle hat. Man weiß nicht, was man machen soll und wohin der ganze Neid oder vielleicht sogar der ganze Hass oder die Wut hingehen soll. Man ist nicht mehr in der Lage sich abzureagieren. Und das ist dann wie in der Natur: wenn etwas, zum Beispiel die Wärme , nicht entweichen kann, dann sucht sie sich halt ihren Weg. In der Regel macht es einen Knall und etwas zerplatzt--> man platzt vor Neid.

» unlimited » Beiträge: 139 » Talkpoints: 0,16 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Naja an sich ist das doch ganz schnell erklärt. Jeder Mensch denkt dass es jemanden gibt, dem es besser geht als einem selbst, da man es ja nicht besser gewohnt ist. Deswegen sind wir auch immer auf irgendwelche Menschen neidisch, doer auf DInge die sie besitzen.

Wenn jetzt aber einer so ein Leben führt, was wir auf jedenfall auch haben wollten, es aber nie so hinbekommen könnten, dann will man am liebsten agr nicht mehr, oder man überanstrengt sich so sehr seinen Neid zu erfüllen, dass man sich gar nicht mehr besinnt,dass man es vielleicht doch besser hat.

So wird das auch bei der Fabel mit dem Frosch gemeint, anstatt daran zud enken, dass er zum Beispiel viel weiter sprignen könne als der Ochse, versucht er ihn in etwas gleich zu sein und ihn so insgesamt zu übertrumpfen.
Deswegen merkt euch: seid stolz auf das, was ihr habt und orientiert euch nicht an Anderen. :)

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» John-Ass » Beiträge: 444 » Talkpoints: 62,32 » Auszeichnung für 100 Beiträge


Servus!

Ich würde ja eher sagen, dass es eine Redewendung ist und kein Sprichwort, aber das ist wieder eine andere Baustelle. Ähnliche Erklärungen wurden bereits abgegebe, sodass ich mich diesen anschließen kann.

Hochachtungsvoll - Näugelchen
Cheerio!

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» Näugelchen » Beiträge: 1353 » Talkpoints: -11,75 » Auszeichnung für 1000 Beiträge


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