Betrachtung zu Alzheimer und anderen schweren Krankheiten

vom 02.10.2014, 23:11 Uhr

Erstens, die Statistik: über 5 Millionen Menschen haben derzeit die Alzheimer-Krankheit in den Vereinigten Staaten, fast zwei Drittel davon sind Frauen. Es wird geschätzt, dass sich bis 2050 diese Zahl verdreifachen wird, über eine halbe Million Menschen sterben an der Krankheit jedes Jahr.

Jetzt die gute Nachricht. Eine Studie von Forschern an der University of Cambridge hat vor kurzem die Einflussfaktoren von Alzheimer und anderen Formen der Demenz analysiert. Was sie fand, war, dass diese schwächende degenerative Erkrankung in etwa einem Drittel der Fälle durch Lebensstil und Ernährung verhindert werden kann. Dies sollte eigentlich keine wirkliche Überraschung darstellen; die Häufigkeit von Alzheimer ist seit dem Jahr 2000 von 411.000 Neuerkrankungen pro Jahr dann auf über 500.000 heute kontinuierlich gestiegen.

Auch unter Berücksichtigung der Überalterung der Baby-Boomer, ist dies eine ungeheure Anstieg für diese Art von Krankheit (ähnliche Zunahmen gibt es weltweit), vor allem angesichts der Tatsache, dass andere lebensbedrohliche Zustände wie Herzerkrankungen und Schlaganfall, im gleichen Zeitraum, vermutlich aufgrund von Rückgang des Zigarettenkonsums und besserem Management von Bluthochdruck und Diabetes zurückgegangen sind.

Es gibt genetische Faktoren, die zur Entwicklung der neurodegenerativen Krankheit beitragen; eine Prädisposition bedeutet jedoch nicht, es wäre eine ausgemachte Sache. Es gibt außerdem - vermeidbare - Faktoren, die mittlerweile bekannt sind. Mit diesem Wissen kommt die Möglichkeit, diese Krankheit abzuwehren.

Die Risiken in der Studie sind unter anderem:

  • körperliche Aktivität
  • Diabetes
  • hoher Blutdruck
  • Adipositas
  • Rauchen
  • Depression
Mit einem Blick auf diese Liste sehen wir, dass fast alle Faktoren durch den Lebensstil beeinflusst werden können.

1. körperliche Aktivität

Nicht genug Wert kann auf die Vorteile der regelmäßigen kräftigen körperlichen Aktivität für jeden Körper in jedem Alter gelegt werden. Bewegung fördert nicht nur Herz-Kreislauf-Gesundheit, sondern insgesamt das körperliche und geistige Wohlbefinden. Auch sollte man darauf achten, ausreichend zu trinken.

2. das Gehirn aktiv halten

Puzzles legen, Bücher lesen, lernen, eine Sprache oder anderes lernen, all das macht nicht nur Spaß, es reduziert auch das Risiko für Demenz.

3. Diabetes

Stark verarbeitete Lebensmittel und raffinierter Zucker sind Dinge die man weitgehend meiden sollte. Viel Obst und Gemüse (und davon wieder viel roh) in allen Farben, gesunde Proteine und Fette zu essen und man kann Diabetes – oft sogar ohne Arzneimittel – in Schach halten. Um das Immunsystem zu unterstützen, kann es von Vorteil sein auf Weizen und Milchprodukte weitgehend zu verzichten.

4. Hypertonie

Hoher Blutdruck hat Auswirkungen auf alle Körpersysteme. Bewegung und gesunde Ernährung helfen, ob eine stark reduzierte Natriumaufnahme da unbedingt dazu gehört ist aber umstritten. Ein Zuviel ist aber natürlich nie gut.

5. gesundes Gewicht

Wenn man mehr als 10 Kilo Übergewicht hat, sollte man versuchen, einige davon zu verlieren, wobei es nicht um Schönheitsideale, sondern um ein gesundes Wohlfühlgewicht geht. Einfache Änderungen bedeuten eine Menge in der Ernährung und Lebensstil, aber Hände weg von künstlichen Süßstoffen – nicht nur im neurologischen Bereich stehen sie massiv im Verdacht, sagen wir mal nicht unbedingt gesundheitsförderlich zu sein.

6. Rauchen aufhören

Es ist unglaublich schwierig, aber es lohnt sich unter gesundheitlichem Aspekt und nebenbei spart man Geld.

7. meditieren

Es gibt eine definitive Verbindung zwischen chronischem Stress oder Depressionen und der Entwicklung von Alzheimer. Meditation, sowie ausreichend Schlaf sind wichtig für Gehirn und allgemeine Gesundheit. Außerdem gibt es mittlerweile viele Erfahrungen zur positiven Wirkung von Kokosöl bei Alzheimer, man muss sich erst einlesen aber vielleicht eine Anregung die nicht jedem bekannt war.

Was haltet ihr vom Einfluss von gesundem Leben auf schwere Krankheiten? Ich denke der Einfluss wird geringer wenn eine solche erst einmal ausgebrochen ist, aber aus eigener Erfahrung mit einer neurologischen Erkrankung kann ich sagen, es bewirkt so einiges. Die Krankheit geht zwar nicht weg aber die Lebensqualität steigt enorm!

» bellevine » Beiträge: 579 » Talkpoints: 5,50 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Ich halte es für eine absolute Binsenweisheit, dass Stress, Übergewicht, Rauchen und schlechte Ernährung nicht gut für den Körper sind und die Entwicklung schwerer Krankheiten, darunter auch Demenzerkrankungen wie Alzheimer fördern können. Selbstverständlich ist es empfehlenswert, den gängigen Risikofaktoren so gut wie möglich aus dem Weg zu gehen.

Es wäre auch wirklich schön, wenn man dadurch quasi ausschließen könnte, an einer schrecklichen Erkrankung wie Alzheimer leiden zu müssen. Aber so einfach funktioniert es nun mal nicht. Erst vor kurzem habe ich an meinem Arbeitsplatz mitbekommen, dass ein hoch angesehener Professor, ein großer Denker und eine Kapazität auf seinem Fachgebiet, nach jahrelanger Demenzerkrankung gestorben ist. Der hat bestimmt zeitlebens mehr als Puzzles gelegt, um sein Gehirn fit zu halten, aber die Demenz hat seinen brillianten Verstand trotzdem zerstört.

Zudem halte ich es für etwas kurzsichtig, davon auszugehen, dass Meditation einfach so Depressionen oder andere psychische Krankheiten verhindert. Natürlich werden Meditationstechniken in der Regel nicht schaden, aber gerade Depressionen haben durchaus auch körperliche Ursachen, die man nicht einfach so weg-entspannen kann.

Zum Thema Übergewicht weiß ich auch nicht mehr so recht, was ich glauben soll. Der BMI wird schon seit Jahren (meiner Meinung nach) zu Recht angezweifelt, und man hört ja oft, dass leichtes Übergewicht gesünder sein kann als Kleidergröße 34. Außerdem gibt es viele dicke Menschen, die Sport machen und topfit sind, während so manche magere Gestalt vor allem deswegen schlank ist, weil sie weder Fett noch Muskeln aufweisen kann.

Generell scheinen mir diese Vorschläge daher durchaus sinnvoll, aber letzten Endes hat man eben keine Garantie, den Sensenmann durch Kalorienzählen und Stressvermeidung in Schach halten zu können.

» Gerbera » Beiträge: 11346 » Talkpoints: 56,04 » Auszeichnung für 11000 Beiträge


Diese aufgezählten Risiken gelten für viele Krankheiten und sind eigentlich nichts Neues, was an der University of Cambridge festgestellt wurde. Es sind allgemeine Regeln, die zu einer besseren Gesundheit führen können.

Festgestellt haben ebenfalls andere Wissenschaftler, dass bei Alzheimer Patienten ein erhöhter DDT-Wert gefunden wurde. Es ist mittlerweile in den meisten Ländern verboten. Aber obwohl es schon lange in Europa nicht mehr genutzt wird, ist es doch noch im Körper festzustellen. Wer sagt uns, dass nicht importierte Lebensmittelprodukte noch mit DDT behandelt wurden? Die Lebensmittel werden zwar stichpunktartig überprüft, aber den Angaben zufolge sollen sie in Ordnung sein.

DDT wird noch in China, Indien und Nordkorea hergestellt. Eingesetzt wird es in der Landwirtschaft in einigen Ländern und hauptsächlich gegen Malaria.

Aus einem anderen Bericht geht hervor, dass Wissenschaftler festgestellt haben, dass ein Mangel an Glucose bei Alzheimer Patienten besteht. Diesen Mangel können Ketone ausgleichen. Fette können Ketone produzieren. Diese mittelkettigen Triglyceride kommen vor allem in nativem, nicht gehärtetem Kokosöl vor. Die MSTs werden nicht im Fettgewebe gespeichert. Sie liefern dem Gehirn die benötigte, neue Energie sofort. Hier schrieb ich bereits über die Wirkung, die Kokosöl haben soll.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



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