Hustenstiller und Hustenlöser verwenden - was beachten?
Dass es verschiedene "Arten" von Husten gibt und dass je nach Art des Hustens auch unterschiedliche Hustenmedikamente notwendig werden, ist weit bekannt. So gibt es beispielsweise hustenlösende Medikamente, die bei zähem Schleim das Abhusten dessen erleichtern sollen, und Hustenstiller oder Hustenblocker, die bei Reizhusten das Kratzen im Hals vermindern und den Drang zum Husten damit ebenfalls verringern.
In jeder Packungsbeilage, egal, ob von Hustenblockern oder von Hustenlösern, steht, dass man diese beiden Arten von Präparaten nicht zusammen anwenden darf. Bei gleichzeitiger Einnahme könnte der Hustenlöser nämlich große Mengen an Schleim lösen, die dann aufgrund des Hustenblockers allerdings nicht ausgehustet würden. Das kann sogar zu lebensbedrohlichen Situationen führen. Allerdings gibt es ja durchaus Ärzte, die sowohl Hustenlöser als auch Hustenstiller verschreiben, und dann mitteilen, man solle den Hustenlöser tagsüber verwenden, und den Hustenstiller dann abends, damit man leichter schlafen kann.
Mich würde interessieren, wie viele Stunden Abstand man denn dann zwischen der letzten Einnahme des Hustenlösers und der Einnahme des Hustenstillers halten muss? Oder gibt es sonst noch etwas, was man beachten muss? Gibt es irgendwelche Aspekte, die diesen beispielsweise einen längeren Abstand notwendig machen würden? Und was wäre das korrekte Vorgehen, wenn man den Abstand nicht eingehalten hat? Kann man irgendwelche Vorkehrungen treffen, oder sollte gleich ein Notarzt kontaktiert werden? Was macht der Arzt in der Situation eigentlich, also welche Möglichkeiten gibt es, diesen lebensgefährlichen Schleimstau zu verhindern, wenn jemand schon gleichzeitig oder mit zu geringem Abstand Hustenlöser und Hustenblocker eingenommen hat?
Die Frage ist sicher, welcher Hustenlöser soll mit welchem Hustenstiller zusammen verwendet werden? Von jedem Medikament gibt es ja einige Wirkstoffe. Und auch Hustenstiller funktionieren längst nicht mehr alle mit Codein. Und je nachdem, welche Kombination man einnehmen möchte, sollte man vermutlich auch verschiedene Wartezeiten dazwischen einhalten.
In so einem Fall würde ich mich an die Apotheke des Vertrauens wenden und da um konkrete und individuelle Beratung bitten. Zudem kann man da auch gleich erwähnen, ob man sonstige Medikamente einnimmt, die vielleicht dazu in Wechselwirkung stehen. Dazu sollte man auch erwähnen, wenn man solche ätherischen Öle einnimmt oder als Salbe benützt. Ebenso macht es sicherlich einen Unterschied, ob gegebenenfalls weitere Erkrankungen vorhanden sind. Falls man Mukoviszidose hat, wird die Antwort vermutlich anders ausfallen, als wenn man Asthma noch dazu hat. Oder ob man vielleicht durch eine Herzschwäche Wasser in der Lunge hat und so weiter. Die Apothekenmitarbeiter werden einem sicher auch sagen könne, was man im Ernstfall tun könnte.
Wenn schon etwas passiert ist, und sich der Schleim staut, dann wird vermutlich die Lunge abgesaugt werden. Aber sicher bin ich mir da als Laie auch nicht. Ich weiß nur, dass mein Opa diese Prozedur mehrmals über sich ergehen lassen musste, weil am Lebensende Herz und Lunge schon so schwach waren, dass sich das Sekret so sehr gestaut hat, dass es nicht mehr von alleine ausgeschieden wurde. Und dazu war noch nicht mal die Einnahme von Hustenstillern notwendig. Wenn es zu akuter Atemnot kommt, würde ich sowieso den Notarzt rufen. Der weiß dann schon, was zu tun ist und gibt vielleicht sogar telefonisch schon erste Tipps für die erste Hilfe, bis der Wagen vor Ort ist. Aber mit guter Beratung im Vorfeld sollte es normalerweise gar nicht so weit kommen.
Wie doof ist das denn? Entweder du willst husten oder solltest husten um es ab zu husten oder du hast einen dauerhaften Husten, der gestillt werden muss, damit er nicht chronisch wird. Beides zusammen zu nehmen macht in meinen Augen absolut keinen Sinn, da man widersprüchlich handelt. Was hast du denn ohne Medikamente? Starken anhaltenden Husten? Dann musst du den stillen. Hast du keinen Husten aber Schmerzen würde ich den Oberkörper einreiben und dazu dann einen Hustensaft nehmen, bei dem du es abhusten kannst. Das muss man dann auch und sollte es gar nicht stoppen.
Ramones, ich habe derzeit gar nichts. Und das letzte Mal, dass ich irgendwelche Erkältungsmedikamente genommen habe, dürfte fast 20 Jahre her sein. Das hier ist eine allgemeine Frage. Und ob sie so dumm ist, darüber kann man sich auch streiten.
Denn ich weiß definitiv, dass Ärzte teilweise Hustenlöser und Hustenstiller zusammen verschreiben. Wie ich ja eigentlich auch schon schrieb: Der Hustenlöser soll dann tagsüber genutzt werden, damit festsitzender Schleim ausgeschieden werden kann, der Hustenstiller ist abends vor dem Schlafengehen dran, wenn der Patient sonst vor Husterei nicht einschlafen kann. Und ja, da ist tatsächlich eine gute Frage, wie viele Stunden Abstand zwischen der Abnahme vom Hustenlöser und vom Hustenstiller liegen müssen. Das soll nämlich nicht in der Packungsbeilage stehen.
Aber was das betrifft, hat trueffelsucher vermutlich Recht: Es dürfte auf die jeweiligen Wirkstoffe ankommen, und noch auf andere Faktoren. Ich denke auch, in so einem Fall fragt man am besten direkt beim Arzt oder Apotheker nach.
Je Art und Schwere des Hustens kann es sinnvoll sein, beide Mittel zu kombinieren. Das geht ziemlich einfach, wenn morgens und mittags der Hustenlöser eingenommen wird und zur Nacht hin der Hustenstiller einmalig zum Zuge kommt. Dann passen die Wirkzeiten zusammen, einer Verschleimung durch die Medikamente wird vorgebeugt und der Schleim, der sich bei Husten in der Nacht immer bildet im Laufe des Vormittags gut abgehustet.
Ich kenne aus meiner Kindheit noch Hustenmittel, die gleichzeitig verschrieben wurden und ich glaube sogar in einer Packung kamen. Der eine war rot und durchsichtig und schmeckte wie ein Dauerlutscher, der andere war milchig-rosa und leicht dickflüssig und schmeckte nach Gummikotze. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere ja auch. Ich weiß nicht mehr, wie das Zeug heißt, aber der eine musste morgens und der andere eben abends genommen werden, daher denke ich, dass es abends der Hustenstiller war, damit man nachts besser schläft.
@ Ramones: Das ist nicht doof. Und nur weil man das nicht kennt, muss man da nicht so einen Tonfall anschlagen. Bei meinen Kindern hat der Kinderarzt das auch schon mal so verschrieben. Beispielsweise wenn sie sehr trockenen, bellenden Husten hatten. Damit die Kinder schlafen konnten, wurde die ersten Nächte mit Hustenstiller eine passable Nachtruhe ermöglicht und tagsüber Schleimlöser gegeben, damit der Husten sich so lange löst. Sobald der Husten gelöst war, wurde dann kein Hustenstiller mehr nachts gegeben. So eine Therapie klappt nicht bei jeder Art Husten, aber manchmal ist es tatsächlich medizinisch sinnvoll.
Uns hat im jeweiligen Fall der Kinderarzt gesagt, mit wie vielen Stunden Abstand die einzelnen Medikamente mindestens gegeben werden müssen und was sonst noch zu beachten ist. Und: Meine Kinder sind noch nicht an dieser Methode erstickt.
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