Unsicherheit bei Online-Banking noch berechtigt?

vom 10.08.2014, 21:17 Uhr

Ich kenne viele Menschen, die Homebanking bzw. Online-Banking machen und bei denen auch noch nie etwas passiert ist. Ich kenne aber auch einige Menschen, die sagen, dass sie nicht unbedingt ihr Bankgeschäft über das Internet führen wollen. Diese geben dann immer das Argument der Unsicherheit an.

Ich habe noch nie in meinem persönlichen Umfeld von Schwierigkeiten beim Online-Banking gehört und keiner hat jemals Probleme gehabt. Ist das nur Angstmacherei oder ist die angebliche Unsicherheit beim Online-Banking immer noch berechtigt? Ist euch schon mal etwas passiert beim Online-Banking, was die Sicherheit betrifft?

Benutzeravatar

» Diamante » Beiträge: 41857 » Talkpoints: 9,96 » Auszeichnung für 41000 Beiträge



Ich behaupte sogar, dass Online- Banking sicherer ist, wie wenn ich am Bankschalter meine Daten preis gebe oder sonstige Geldgeschäfte tätige. Durch das Online- Banking hat niemand Zugriff auf meine Daten. Stehe ich allerdings am Schalter und jemand hält zu wenig Abstand, könnte er sämtliche Informationen meiner Bankverbindung mit Leichtigkeit heraus bekommen.

Scheinbar hat es bei uns bei einer Bank einmal einen Vorfall mit dem Onlinebanking gegeben. Da musste dann aber die Bank selber für den Schaden aufkommen, den sie verursacht hat und alle Leute bekamen auch ihr Geld dann wieder von der Bank ersetzt, falls sie eines verloren hatten. Aber das kann immer einmal passieren, dass bei dieser modernen Technik auch einmal etwas schief läuft. Dadurch lasse ich mich nicht verunsichern.

Loggt man sich nicht aus dem Online- Portal aus, wird man automatisch ausgeloggt. Außerdem läuft die Seite über eine gesicherte Verbindung. Das erkennt man am "https welches vor der Adresse steht. Das "s" steht für secure, also sicher und ist auch demnach sicher.

Außerdem hat man einen ellenlangen Zugangsdatencode, der ist schon einmal schwierig zu knacken, weil er aus unendlich vielen Zahlen und Buchstaben besteht, die keinen Sinn ergeben. Wenn man etwas überweisen möchte, muss man eine 8- stellige TAN- Nummer eingeben, welche auch nur einmalig gültig ist. Diese kann man sich auch per SMS zuschicken lassen.

Am Anfang war ich auch ein Gegner des Online- Bankings, weil ich auch immer dachte, dass es nicht sicher wäre. Mittlerweile fühle ich mich aber wohler, wenn ich Online- Banking mache, wie wenn ich beim Postschalter, wo sämtliche Leute hinter mir stehen, etwas überweisen muss.

» nordseekrabbe » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Wer an meine Bankdaten kommen will, der schafft das auch. Wie oft hört man denn von getürkten Automaten-Interfaces, die von Kriminellen ganz unscheinbar an den Automaten angebracht werden. Während man die Bankkarte in den Automaten steckt wird diese gleichzeitig durch das Interface des Kriminellen gezogen, wodurch die Kartendaten mittels Magnetleser abgelesen werden können. Diese werden zusammen mit den per Micro-Cam aufgezeichneten PIN-Codes gesammelt, anschließend lassen sich Magnetkarten-Rohlinge mit den gesammelten Daten beschreiben und auch benutzen. Oftmals werden diese geklauten Karten dann im Internet auf einschlägigen Seiten (Stichwort Carding) in großen Mengen verhökert, sodass Kleinkriminelle Käufer sich mit fremden Karten Sachen kaufen können, ohne dass der Hauptkriminelle ausfindig gemacht werden kann.

Und zum Thema Online-Banking kann ich auch das Stichwort "NSA" in den Raum werfen. Jeder halbwegs ambitionierte Hacker (damit meine ich nicht die Teenager, die sich selbst als Hacker bezeichnen, weil sie das ICQ-Passwort der Geschwister auf einem Zettel gefunden haben!) bekommt ein WLAN-Passwort beziehungsweise umgeht es ohne großartige Probleme. Was ein richtiger Hacker dann alles anstellen kann, können sich die wenigsten von uns auch nur ansatzweise ausmalen. Da gab es doch vor ein paar Jahren einen Studenten (Anfang 20), der sich ins Pentagon gehackt hat.

Theoretisch kann wirklich jedermann die Bankdaten von fremden, sowie vertrauten Personen bekommen (Stichwort Phishing). Dabei wird die Website zum Online-Banking-Login kopiert, unter einer minimal veränderten Adresse online gestellt und so eingerichtet, dass eingegebene Daten an die eigene E-Mail-Adresse versandt werden. Achtung: Das soll kein Aufruf zu einer Straftat sein! Sowas ist heutzutage leider Gang und Gebe und ich empfehle beziehungsweise rate jedem lieber zwei oder drei Mal die Adresse auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen, ehe man dort seine privaten Daten angibt!

Was ich damit letzten Endes sagen möchte: Keine Verschlüsselung, kein Mechanismus, überhaupt und rein Garnichts ist zu 100% sicher! Somit erübrigt sich auch die Frage, ob Online-Banking oder Bankschalter sicherer ist. Es ist eine Frage der Vorliebe, ich persönlich verwende lieber Online-Banking, da ich mich in dem Bereich nicht so einfach linken lassen kann. :wink:

Benutzeravatar

» KingTarzan » Beiträge: 722 » Talkpoints: 0,49 » Auszeichnung für 500 Beiträge



Ich war Online-Bacnking auch lange Zeit gegenüber unsicher. Irgendwann hatte ich aber keine Lust mehr, für Überweisungen etc. immer zur Bank laufen zu müssen, deswegen habe ich einen Tan-Generator zugelegt und mir das Online-Banking freischalten lassen. Mittlerweile könnte ich es mir ohne gar nicht mehr vorstellen, ich finde es total praktisch, es ist schnell und bei mir bisher auch noch nie etwas passiert. Trotzdem glaube ich nicht, dass solche Dienste zu 100% sicher sind.

» Wolfsburger » Beiträge: 121 » Talkpoints: 27,76 » Auszeichnung für 100 Beiträge



Ähnliche Themen

Weitere interessante Themen

^