Einfluss des Mondes bei Operationen und Studie dazu

vom 06.06.2014, 22:09 Uhr

Der Einfluss des Mondes ist nicht zu unterschätzen. So hält sich der Glaube im Volksmund, dass der Vollmond ein Grund ist, wo man sich nicht operieren lassen soll. Die Blutungen und der gesamte Blutverlust sind bei Vollmond höher, als in anderen Mondphasen. Das kann man nun als Quatsch abtun, aber andererseits ist bekannt, dass bei Migräne durch den Vollmond ein höherer Druck im Kopf erzeugt wird, weil das Blut durch die Anziehungskraft des Mondes nach oben in den Kopf steigt. Auch eine Narkose sollte man in dieser Mondphase meiden.

Nun gibt es eine neue Studie des Universitätsklinikums Jena, die Daten von 12.224 Patienten ausgewertet haben aus neun Ländern Europas. Es wurde festgestellt, dass die verschiedenen Mondphasen keinen Einfluss auf postoperative Schmerzen haben. An jedem beliebigen Tag könne also eine Operation stattfinden. Hier sind Schmerzen überprüft worden. Von erhöhten Blutungen ist keine Rede. Studie

Schmerzen kann man bekämpfen mit Medikamenten. Aber was kann durch erhöhte Blutungen passieren? Auch Wunden sollen bei Vollmond schlechter heilen. Enthält dieser Volksglaube ein Körnchen Wahrheit oder ist das alles Humbug? Welche Meinung habt ihr dazu?

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



Sicher haben Mondphasen Einfluss auf die Heilung oder Genesung. Die Frage ist nur, wie groß dieser Einfluss ist. Normalerweise sind Operationen eine dringliche Angelegenheit und auch Ärzte und Schwestern leben nicht nach Mondphasen sondern operieren, wenn es sein muss und sie Zeit dazu haben. Die Mondphase hat meiner Ansicht nach nur einen sehr untergeordneten Einfluss auf die Genesung und ändert am Gesamtergebnis kaum etwas.

» Juri1877 » Beiträge: » Talkpoints: Gesperrt »


Also wenn ich es ganz direkt sagen sollen, dann finde ich das völligen Humbug. Gerade Sachen wie Blutungen oder Wundheilungen, hängen ja viel eher vom gesamten Krankheitszustand des Patienten ab und davon mit welcher Qualität operiert wird. Beides ist ja eher unabhängig von der Mondphase. Wenn jemand unter Durchblutungsstörungen leidet oder einen sehr fortgeschritten Diabetes hat, dann hat er das ja auch zu jeder Mondphase.

Ansonsten sind Schmerzen und Blutungen ja Komplikationen die man medizinisch therapieren kann und muss. Sich da auf die Mondphase zu verlassen, finde ich doch ziemlich abenteuerlich. Wenn zum Beispiel bei der Operation ein großes Gefäß verletzt wird und das wird nicht therapiert in dem man die Blutung stillt, dann verheilt das auch bei Neumond nicht besser als bei Vollmond.

» Klehmchen » Beiträge: 5497 » Talkpoints: 1.016,89 » Auszeichnung für 5000 Beiträge



@Klehmchen, ich denke, dass du recht hast. Ich bin ja selbst schon einige Male operiert worden. Da habe ich natürlich nicht auf die Mondphase geachtet. Bis auf einmal ist ja auch alles gut gegangen. Anschließende Schmerzen sind normal, aber dafür gibt es Medikamente.

Aber es passiert tatsächlich, dass man das in einer Illustrierten liest oder von manchen Menschen auch mal hört. Ich halte es ja auch für Humbug. Aber ich frage mich doch, wer das aufgebracht hat und warum manche gutgläubige, naive Menschen das befolgen.

» Cid » Beiträge: 20027 » Talkpoints: -1,03 » Auszeichnung für 20000 Beiträge



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