Wie bei Depressionen mit schlechten Gedanken umgehen?
Sagen wir mal A hat starke Depressionen, hatte mehrere Klinikaufenthalte und bekommt auch immer wieder Medikamente. Nun hat A immer wieder Gedanken, die in Richtung der Selbsttötung gehen oder auch einfach nur schlechte Gedanken, was ihn selber angeht. Ich frage mich nun wie man Menschen wie A helfen kann und wie A auch selber aus diesem Trott herauskommen kann, wenn Medikamente nichts bringen. Hat A eine Möglichkeit von diesen Gedanken weg zu kommen?
Bei einer Depression ist der Gehirnstoffwechsel gestört. Wenn die richtigen Neurotransmitter fehlen, oder die falschen ausgeschüttet werden, hat man eben diese rabenschwarzen Gedanken. Ich glaube, Medikamente sind die stärkste Therapie bei Depressionen. Wenn die schon nicht helfen, weiß ich nicht, ob man mit Gesprächstherapie oder Bewegung an der frischen Luft noch viel ausrichten kann. Aber frag am besten einen Arzt. Der weiß das.
Bei Depressionen ist es sehr schwer auf andere Gedanken zu kommen, weil das Gehirn eben durch die Stoffwechselstörung mit den Hormonen überflutet wird, die diese schlechten Gedanken und Empfindungen auslösen. Da sind so Sprüche wie "Denk mal an was schönes", sehr leicht gesagt und total unangebracht. Man kann als Angehöriger nur hoffen, dass die Medikamente auch wirklich wirken und könnte zusätzlich versuchen, den Betroffenen ein wenig abzulenken, was allerdings nicht immer leicht sein wird. Ich glaube auch nicht, dass die Angehörigen es allzu lange aushalten werden, den Betroffen ablenken zu wollen. Da dieser Pessimismus und die die negativen Gedanken irgendwann jeden im Umkreis herunterziehen können, sofern man lange genug Kontakt hatte.
Wenn die Antidepressiva an sich nichts bringen, ist es möglicherweise nur ein falsches Präparat. Soweit ich weiß, gibt es so viele verschiedene Wirkstoffgruppen und Antidepressiva, dass es den Ärzten nicht immer leicht fällt, das richtige Präparat auf Anhieb zu finden. Auch wirkt jedes Präparat bei jedem Menschen anders, daher kann man nicht immer vorhersagen, ob die Therapie anschlagen wird.
Oder aber es existiert ein unerkannter Schilddrüsendefekt oder ein Vitamin-D-Mangel, der die Depressionen noch verstärkt. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann auch zur Folge haben, dass die Hormone ins Ungleichgewicht kommen und eben mehr Hormone da sind, die negative Gefühle auslösen. Ein Vitamin-D-Mangel ist oft gekennzeichnet durch Antriebslosigkeit, die aber auch in depressive Verstimmungen kippen kann.
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