Verhaltenstherapie auch bei Erwachsenen sinnvoll?

vom 09.05.2014, 21:01 Uhr

Bei Kindern, die verhaltensauffällig sind, wird oft von den Kinderärzten zu einer Verhaltenstherapie geraten, die wohl auch spielerisch den Kindern den richtigen Weg zeigen soll. Ich habe aber bisher noch nichts von einer Verhaltenstherapie für Erwachsene gehört. Ist so was denn nicht so sinnvoll oder ist es seltener? Wie sieht so eine Verhaltenstherapie für Erwachsene aus und wie sinnvoll ist so eine Therapie für Erwachsene?

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» MissMarple » Beiträge: 6786 » Talkpoints: 0,00 » Auszeichnung für 6000 Beiträge



Ob eine Verhaltenstherapie sinnvoll ist, oder nicht, ist nicht unbedingt vom Alter des Patienten abhängig. Es geht viel eher darum, dass bei bestimmten psychischen Erkrankungen eine Verhaltenstherapie sinnvoll ist, und bei bestimmten eher nicht.

Denk mal beispielsweise an Leute mit einer Angststörung beziehungsweise Phobie. Die werden mit Sicherheit im Rahmen einer Verhaltenstherapie immer häufiger mit dem Angstauslöser konfrontiert, um dadurch zu erlernen, mit der Phobie erst umgehen zu können und sie danach vielleicht auch komplett zu verlieren. Da gibt es außer so einer praktischen Therapie eigentlich auch gar keine andere Lösung.

Andere Beispiele gibt es auch genug. Beispielsweise können Alkoholsüchtige in einer Verhaltenstherapie lernen, wie sie mit Situationen umgehen, in denen ihnen Alkohol angeboten wird, den sie dann ja nicht annehmen dürfen. Ebenso lernen beispielsweise Leute, die Essstörungen haben, wie sie es schaffen, den Drang zu unterdrücken, sich beispielsweise nach dem Essen zu übergeben.

Leute mit Panikstörungen, die beispielsweise dazu neigen, bei Angst zu hyperventilieren, lernen, wie sie mit einer Situation, die ihnen Angst macht, umgehen können, um das zu verhindern. Und Leute mit einer Sozialphobie lernen im Rahmen der Verhaltenstherapie langsam und Schritt für Schritt, wie man angstfrei mit anderen Menschen kommuniziert, wie man angstfrei in einem vollen Bus mitfährt, und so weiter. Letzteres ist natürlich auch bei Raumangst ein Thema.

Also, wie Du siehst: Verhaltenstherapien gibt es auch bei Erwachsenen noch bei sehr vielen unterschiedlichen Erkrankungen!

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» Wawa666 » Beiträge: 7277 » Talkpoints: 23,61 » Auszeichnung für 7000 Beiträge


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